Video: Björn Höcke (AfD) zur Asyl- und Flüchtlingspolitik im Freistaat Thüringen

Die Rede des Thüringer AfD-Fraktionschefs Björn Höcke wurde am 24. August im Landtag in Erfurt gehalten.

Höcke schreibt dazu am 25.8. auf seiner Facebook-Seite:

Geklärter Frontverlauf

Im Rahmen des Sonderplenums des Thüringer Landtags zur Asylkrise traf gestern die Realität auf die Ideologie. Daß sich Rot-Rot-Grün in der Debatte hinter humanitaristischen Phrasen verschanzen würde, war nicht überraschend. Die Meinungsführerschaft liegt in den Thüringer Regierungsfraktionen bei den Multikulturalisten und Antideutschen. Sie erkennen das Potential der Krise und wähnen sich auf der Zielgeraden ins bunte Paradies. Ein Gefühl, das wahrscheinlich nicht trügt. Denn in das Mantra der „Integration“ von „Flüchtlingen“ stimmte – wenn auch mit Abstrichen, die aber folgenlos sind – die ehemals konservative Volkspartei CDU ein. Die Front gegen das eigene Volk hat sich geschlossen, der Frontverlauf ist geklärt. Der Multikulturalisierungsprozeß Deutschlands, den Angela Merkel 2010 öffentlich für gescheitert erklärt hat, wird vollendet. 25 Jahre nach der Einheit wird der graue deutsche Osten endlich bunt – unumkehrbar.

Daß es einige Patrioten in den Reihen der thüringischen Union gibt, will ich nicht verhehlen. Sie drückten das Kreuz durch, reckten den Kopf und brachten sich in der Debatte kurz in Stellung. Aber letztlich vollzogen sie ihn dann doch, wenn auch sichtbar unter Schmerzen – den Kotau vor dem Zeitgeist. Das ist schade. Und ich frage mich, wie diese Parteigänger, die noch ein Restbewußtsein für das Immergültige haben, sich auf dem Sterbebett ihren Kindern erklären.

Ich habe für die einzige Oppositionspartei im Thüringer Landtag gesprochen – die AfD. In meinen Redebeiträgen habe ich in der gebotenen Deutlichkeit darauf hingewiesen, daß nach den von den Altparteien im Plenum explizit und implizit aufgestellten Asylkriterien sechs der sieben Milliarden Menschen in Deutschland mit guter Aussicht auf Erfolg einen Asylantrag stellen könnten. Und ich habe auf die absehbaren Folgen des affektbasierten links-liberalen Vulgärhumanismus hingewiesen: Nämlich daß ein Staat, dessen Staatsvolk das Verbindende verliert, ein desintegrierter Staat ist. Und daß einem desintegrierten Staat über kurz oder lang die wirtschaftliche Potenz abhandenkommt. Und daß ein Deutschland, das sich in diese Richtung entwickelt, sein heutiges, weltweites humanitäres Engagement aufgeben müßte. Abschließend prophezeite ich, daß, wenn der Völkerwanderung nicht Einhalt geboten würde, aus der Asylkrise eine Kommunalkrise und aus dieser eine Staatskrise erwachsen würde. Meine Forderung lautete: Wir brauchen eine grundsätzliche Wende in der thüringischen, deutschen und europäischen Asyl- und Einwanderungspolitik. Und wir brauchen sie sofort!

Die Thüringer Allgemeine, die mit Abstand größte Thüringische Tageszeitung, sekundierte den politischen Schulterschluß der Altparteien: Obgleich das Sonderplenum des Thüringer Landtags das zentrale Thema der heutigen Ausgabe war, fand die politische Position der AfD noch nicht einmal in einem Halbsatz Erwähnung. Das Akronym AfD fehlte vollständig.