Die Zukunft beginnt – jetzt!

imageKennen Sie den aktuellen Spitzenreiter für das Jugendwort 2015? Nein? „Merkeln“ – steht für simples Nichtstun, keine Entscheidung treffen. Es dürfte in der Vergangenheit wohl kaum ein Jugendwort gegeben haben, das den Nagel derart punktgenau auf den Kopf der politischen Klasse traf. Es steht allerdings außer Frage, daß auch dies den Balken davor nicht lockern wird. Gleichzeitig ist der haushohe Titelfavorit auch ein Ausdruck des sarkastischen Fatalismus, der unsere Jugend in weiten Teilen ergriffen hat, wenn es um die politischen Verhältnisse in diesem Land und die regungslose Sphinx im Kanzleramt geht, die ihre Politik immer kompromißloser nach den Vorbetern der medialen Meinungsführer ausrichtet.

(Von Yorck Tomkyle)

Merkeln – das steht daher auch für hemmungsloses Fähnchen-in-den-Wind-hängen und eine radikale Was-kümmert-mich-mein-Geschwätz-von-gestern-Attitüde. Merkeln – das steht auch für den politisch zunächst zugelassenen und nun offenbar auch gewollten Ausverkauf Deutschlands, der sich vor unseren Augen vollzieht und untilgbare Hypotheken für unsere Nachfahren hinterlassen wird. Der passende Sponti-Spruch zu diesem Wort müßte in Anlehnung an den Werbeslogan eines bekannten blau-gelben Raumausstatters etwa heißen „Lebst Du noch oder merkelst Du schon?“

Die aktuelle Situation in Deutschland ähnelt der zu Beginn des letzten großen Krieges gleich in mehreren entscheidenden Facetten. Lawinenartig brechen über das Land Ereignisse herein, die von der großen Mehrheit der Bevölkerung als existentiell bedrohlich wahrgenommen werden. Man spürt, daß dies durchaus auch bei der politischen Führung des Landes so ist.

Gleichzeitig werden hohle Jubel- und Durchhalteparolen nach dem Motto „Wir müssen jetzt alle gemeinsam anpacken, dann schaffen wir das“ ausgegeben. Die veröffentlichte Meinung marschiert Seit an Seit mit den Entscheidungsträgern und überschlägt sich einerseits mit emotionsgeladenen Flüchtlingsgeschichten, die stets von Fotos großer trauriger Kulleraugen begleitet werden. Andererseits wird bewußt der Eindruck erweckt, als ob (fast) alle Menschen in diesem Land die Neuankömmlinge auf das Herzlichste willkommen heißen und immer mal wieder erscheint ein Artikel, der dem Publikum zeigt, was passiert, wenn man seinen Unwillen gar zu deutlich äußert (Zufall, daß die neuen Haßparagraphen gerade jetzt in Kraft getreten sind?!).

Es handelt sich um einen beispiellosen Propagandafeldzug, der alles plattwalzt, was nicht zustimmt und der Mehrheit das Gefühl gibt, in der Minderheit zu sein. Will man sich über die Lage informieren, stößt man mit tödlicher Sicherheit sofort auf Belehrungen z.B. von pickligen Spiegel-Mietschreibern, deren Artikel lediglich das aktuell äußerst armselige Niveau des zeitgenössischen Bildungswesens widerspiegeln. Oder von höchstbezahlten und transatlantisch gut vernetzten Nachrichtensprechern, die sich vor laufender Kamera Sympathieträger-Tränchen abpressen, um sich nach Abschalten der Kameras wieder in ihre luxuriösen Ruheräume zurückzuziehen, wohl wissend, daß sie als letzte von den Konsequenzen der Lage erfaßt werden.

Das alles gipfelt in einer schmierigen Arroganz gegenüber den Staaten, die andere Wege gehen. Man wirft sich wieder in die Brust, klopft sich auf die Schulter, um in Richtung Polens und Ungarns angeekelt schwadronieren zu können „Wir sind halt doch die Besseren“, ohne zu bemerken, wie sehr man allerorts über uns lacht.

Dabei sonnt man sich im vergifteten Lob von Obama und der UN, sowie der einschlägigen Lobbyorganisationen, die allesamt davon profitieren, daß die Deutschen im Gegensatz zu allen anderen solch wunderbare Menschen sind, ohne sich zu fragen, wer eigentlich für viele der Krisen verantwortlich ist, vor denen die Menschen jetzt zu uns fliehen.

Die subkutane Botschaft dieser universellen Kampagne, die immer schriller und absurder wird, je größer die Ratlosigkeit dahinter ist, lautet: Du mußt Dich freuen, weil alle anderen es auch tun und wenn Du es nicht tust, bist Du nicht nur alleine, sondern auch noch schlecht. Und dann mußt Du aufpassen, daß Du nicht exkommuniziert wirst.

Schweigespirale in Reinform.

Das führt, auch eine Analogie zu 39, dazu, daß die große Masse resigniert schweigt, sich auf harte Zeiten einrichtet und wieder einmal versucht, daß Beste aus einer Situation zu machen, die man ihr eingebrockt hat, während einige wenige (zumeist Profiteure der eskalierenden Situation) hinter den Jubelpersern von Politik und Medien herlaufen – diese dann gerne auch vor laufender Kamera.

Und bevor jetzt wieder einige Empörte schreien, man könne das doch nur wirklich nicht mit den Taten der ewig Untoten vergleichen: kann man nicht und will man auch gar nicht. Und dennoch sind wir einmal mehr durch das Versagen unserer Eliten in eine Situation geraten, die dieses Land nachhaltig verändern wird – und ich behaupte jetzt mal ganz kaltschnäuzig, daß die Zeit mir Recht geben wird, wenn ich sage: nicht zum Guten.

Dabei wäre es doch ganz einfach, wenn man sich einmal fragte, warum sich denn eigentlich alle anderen Staaten dieser Welt einschließlich der klassischen Einwanderungsländer sowie der Verursacher der Krisen, vor denen viele Menschen fliehen, gegen die Flüchtlinge abschotten. Und warum Staaten, denen das nicht gelingt, die Flüchtlinge auf deren Territorien zumeist unter derart schlechten Bedingungen leben lassen, daß diese möglichst schnell wieder in ihre Heimat zurückkehren.

Stattdessen hochmütige Berichte über angeblich verpaßte Chancen der Osteuropäer, weil sie sich abschotten. Jaja, der deutsche Journalist, der hat`s ja auch schon in alten Zeiten immer besser gewußt als der Rest der Welt – jedenfalls solange er sich dabei im Einklang mit den Mächtigen wähnte.

Von diesen Leuten wird unser heutiger Staat ja oft nur als Nazi-Besserungsanstalt verstanden, deren Insassen permanent beweisen müssen, daß sie „etwas aus der Geschichte gelernt“ haben, ergo das Gegenteil von dem tun müssen, was ihre unaussprechlichen Vorfahren getan hätten. Da ist es doch nur konsequent, wenn man nun eben mal als Weltbessermensch dafür sorgt, daß das Land ins Unglück gestürzt wird.

Man stelle sich ein Wasserglas vor, recht gut gefüllt mit warmem Wasser. Daneben ein großer Eimer, randvoll bis zum Überquillen mit kaltem Wasser. Nun möchte das kalte Wasser auch ins warme und drängt darauf, ins Glas zu kommen. Was passiert mit dem Wasser im Glas, wenn sich das kalte Wasser in selbiges ergießt?

Oder glaubt jemand tatsächlich den Quatsch, daß es gelingen kann, mit Millionen „Flüchtlingen“ aus kulturfremden Räumen, in deren Integration (in was?) man zunächst zweistellige Milliardensummen investieren muß, die fehlenden deutschen Rentenzahler zu ersetzen?! Überhaupt ist der wirtschaftliche Aspekt der einzige, der öffentlich noch zu zählen scheint. Können wir uns das leisten? Wird sich das lohnen?

Als ich neulich mit einem hiesigen Polizisten sprach, der mir einmal mehr erzählte, wie systematisch man Meldungen über Straftaten der vielen zugezogenen jungen Männer unterdrückt (unter anderem vier vollzogene Vergewaltigungen im näheren Umland), damit die Jubelperser in Ruhe jubeln können, fiel der Satz vom Verlust der Heimat.

Heimat – das ist es, worum es eigentlich geht.

Heimat ist für jeden von uns, selbst für die Antideutschen, ein Konglomerat auf Gefühlen, Erfahrungen und Wahrnehmungen. Das ist ein spezifisch deutsches Wort, für das es in den meisten anderen Sprachen keine Entsprechung gibt.

Heimat bedeutet nicht, Stillstand oder Ressentiment. Es ist aber etwas, das behutsam weiterentwickelt und verändert werden will und muß, weil es in hunderten von Jahren allmählich zu dem gewachsen ist, was es heute für jeden Einzelnen von uns bedeutet.

Der Vorgang, der durch einen schnellen und unkontrollierten Zuzug von Hunderttausenden Menschen fremder Kulturen explosionsartig, oder besser: revolutionsartig, umgesetzt wird ist die Entheimatung der Hiesigen – der Deutschen und ihrer langjährigen Nachbarn mit ausländischen Wurzeln.

Es geht also nicht in erster Linie um den Wirtschaftsraum Deutschland, es geht um den Kulturraum und nur ein sehr dicker Balken wird bei seinem Träger die Erkenntnis verhindern, daß sich unsere Kultur durch den lawinenartigen Zuzug von Menschen mit völlig anderen Kulturen, die der unseren in großen Teilen sogar zuwiderlaufen, massiv verändern wird. Und daß dies nicht ohne zum Teil massive Konflikte ablaufen kann. Wollen wir das?

Dabei ist noch nicht einmal unbedingt die aktuelle und sich ständig in schwindelnde Höhe steigernde Zahl der Neuankömmlinge das Bedrohliche. Bedrohlich ist vielmehr, daß es – und da kann man in jeder politischen Entscheidungsebene des Landes nachfragen – jedem klar ist, daß dieser Zufluß nicht versiegen, sondern weiter massiv zunehmen wird und daß niemand – auch nicht die Sphinx im Kanzleramt – eine Vorstellung davon hat, wie das jemals gestoppt werden soll. Gleichzeitig ist jedoch jedem klar, daß das Heer an Armen und Entrechteten in der Welt, was potentiell auf dem Sprung zu uns ist, Milliardenstärke hat.

Gestern 300.000, heute 800.000 (1.000000?). Morgen? Übermorgen?

Und während die Smartphones der hier Gestrandeten und die einfältigen Politiker mit ihren in windeseile um den Globus verbreiteten „Refugees Welcome“-Bildchen die Lawine immer mehr anschwellen lassen, beschränkt sich das Konzept der Entscheider darauf, Geld zu fordern, „Flüchtlinge“ auch im letzten Winkel des Landes zu verteilen und Proteste der hiesigen Bevölkerung wie oben erwähnt im Keim zu ersticken.

Das ist wenigstens erbärmlich, eigentlich aber verantwortungsfrei, ja verbrecherisch.

Was soll ich meiner zehnjährigen Tochter sagen, wenn sie in den Abendstunden unseren Hund im Wald ausführen will, in dem man immer häufiger Gruppen von dunkelhäutigen jungen Männern antrifft, die dort ihre Zeit totschlagen, weil sie nun mal da sind und keiner ihnen sagt, was sie tun sollen? Wenn ich mitgehe, dann senken sie (noch) den Blick. Aber wer sagt mir, daß dies auch so ist, wenn sie mein kleines Mädchen dort alleine antreffen?

Soll ich mit dem, was mir am Kostbarsten ist, die Probe aufs Exempel machen, ob die Verheißungen der Medien und der Politiker von der Bereicherung wahr sind? Wird Frau Merkel meiner Familie den Schmerz nehmen, wenn etwas passiert oder wird das dann wie bisher ebenfalls als in Kauf zu nehmender Kollateralschaden von Leuten weggelogen, die selber keine Kinder haben und allenfalls an ihre eigene Zukunft denken?
Vielleicht gilt man dann als Rassist und begeht ein „Haßverbrechen“, wenn man zu laut trauert.

Auch eine Analogie zum letzten Krieg – vielleicht sollte man für so einen konesquenterweise den Straftatbestand eines Integrationskraftzersetzers mit entsprechenden Strafen einführen.

Ich bin sehr sicher, daß im Moment viele Menschen – Deutsche und hier lebende Ausländer – darüber nachdenken, wie sie ihre Familien vor dem schützen können, was sich gerade mit aller Macht anbahnt. Andere haben vielleicht die Möglichkeit, in die Länder ihrer Vorfahren auszuweichen, ich als Deutscher mit deutschen Vorfahren habe das nicht. Ich bin darauf angewiesen, daß der Staat, mein Staat, sein Gewaltmonopol nutzt, um mich zu schützen, denn wenn ich es selber tue, dann wird der Staat es mit großer Härte gegen mich anwenden.

Aber der Staat, mein Staat, sieht nur zu. Er ist nicht willens und in der Lage, mich vor einer Gefahr zu schützen, in die er mich vorsätzlich gebracht hat. Mein Staat schlägt Haken, beruft Geschwätzgipfel ein, seift mich ein, bedroht und überwacht mich und schiebt die Verantwortung hin- und her, bis sie schließlich im schwarzen Loch verschwunden und alles irgendwie als unabänderlich hinzunehmen ist.

Mein Staat merkelt – doch wie lange wird er sich das leisten können? Die Zeichen stehen auf Sturm und je länger die Verantwortlichen das gegenwärtige Spiel spielen, umso drakonischer werden am Ende die Maßnahmen werden müssen, um die wachsenden Probleme in den Griff zu bekommen. Die Analyse der gegenwärtigen Lage läßt darauf schließen, daß sich die dann erforderlichen Maßnahmen meines Staates am ehesten gegen die Alteingesessenen richten werden.

Die Deutschen hatten selten Glück mit ihren Politikern. Immer mehr beschleicht einen die Gewißheit, daß diese unselige Tradition auch heute fortgesetzt wird.

Schnallen wir uns also an. Die Zukunft hat begonnen.