Grüner Denunziant spielt Unschuldsengel

ruppjVor kurzem berichteten wir über die Entlassung eines Busfahrers im Enzkreis, der entlassen wurde, weil er während einer Busfahrt von abgelehnten Asylbewerbern zum Flughafen ein Thor Steinar-T-Shirt. Jetzt meldet sich der Karlsruher Grünen-Stadtrat Jörg Rupp (Foto), der mit seiner beispiellosen Denunzierungskampagne die Entlassung des unbescholtenen Fahrers ins Rollen brachte, auf eine besonders perfide Art zu Wort: „Bin ich verantwortlich für die Entlassung eines Busfahrers?“ Er habe doch lediglich „eine Beobachtung weitergeleitet“. Und der Busfahrer hätte sich doch wehren können.

Hätte er nicht. Denn der Politprofi Rupp tat seine „Beobachtung“ gleich massiv bei diversen Stellen kund. Als erstes schrieb er eine Email an das Regierungspräsidium Karlsruhe, dann informierte er diverse Tageszeitungen, von denen einige seine „Beobachtung“ auch abdruckten. Natürlich informierte er dann den Arbeitgeber des Busfahrers über die – völlig unbewiesene! – „rechte Gesinnung“ seines Angestellten. Damit war die mediale Hinrichtung perfekt und die sofortige Entlassung des Busfahrers vorprogrammiert.

Wie armselig Rupp sich nun aus seiner direkten Verantwortung für die Entlassung des Busfahrers herauszustehlen versucht, zeigt ein Statement von Rupp auf seiner Website (hier als PDF die ungekürzte Stellungnahme und hier der Eintrag auf seinem Blog). Lesenswert sind auch die Reaktionen im Anschluss daran. Die haben es in sich und offenbaren, welch kranker Geist sich in die Gehirne vieler Grünen eingenistet hat.

P.S.: Die Marke Thor Steinar wurde im Oktober 2002 von Axel Kopelke aus Königs Wusterhausen registriert. Seit 2009 hat Faisal al Zarooni (International Brands General Trading mit Sitz in Dubai) die Geschäftsleitung übernommen. Herren-, Damen- und Kinderbekleidung dieser Marke werden überwiegend in der Türkei und in China produziert.