Vera Lengsfeld: Politiker außer Rand und Band

Es war schon immer schwer erträglich, Ralf Stegner von der SPD zuhören zu müssen. Was der Mann heute Morgen im Deutschlandfunk von sich gegeben hat, war so verantwortungslos, dass man es noch näher bezeichnen würde, gäbe es noch Meinungsfreiheit in Deutschland. Weit entfernt zu erkennen, dass wir es weniger mit einer Flüchtlings- als mit einer Politikkrise zu tun haben, redete Stegner im Maschinengewehrtempo davon, dass wir noch viel mehr Zuwanderung brauchten, um die „entvölkerten Gebiete im Osten“ aufzufüllen.

In einer Situation, wo die Menschen, die bereits hier sind, oft tagelang anstehen müssen, um sich überhaupt registrieren zu können und so lange obdachlos sind, in einer Situation, wo ein SPD- Politiker öffentlich konstatiert, dass die Lageso Berlin praktisch kollabiert ist, in einer Situation, wo tausenden Menschen auf absehbare Zeit nur Zeltstädte angeboten werden können, nach noch mehr Zuwanderung zu schreien, ist so unverantwortlich, dass Stegner, gälten die traditionellen Kriterien noch, sofort seine Ämter und Mandate niederlegen müsste. Dieser Mann lässt alle Fähigkeiten vermissen, die ihn berechtigten, Verantwortung zu übernehmen. Wer öffentlich den Eindruck erweckt, mit 3 Milliarden vom Bund und einer Gesundheitskarte für alle Neuankömmlinge könnten die gegenwärtigen Probleme sofort gelöst werden, hat nichts begriffen. (Weiterlesen bei der Achse des Guten)