St. Augustin: Protestcamp vor Asylunterkunft

protestcamp1Am 13. Oktober fand am Schulzentrum Sankt Augustin-Menden im Rhein-Sieg-Kreis (NRW) ein Protestcamp statt, weil in der Turnhalle der Schule 150 Asylforderer untergebracht werden sollen. Sechs Aktivistinnen standen plötzlich mit zwei Bannern, schwarzen Widerstandsfahnen und Flugblättern vor der Turnhalle und bauten dort Zelte auf. Ihr Protest richtete sich gegen die aktuelle Merkel-Umvolkungspolitik und erregte einiges Aufsehen bei den Bürgern.

(Von Verena B., Bonn)

Die mutigen Frauen führten durchweg positive Gespräche mit den Bürgern. Keiner widersprach den Forderungen. Im Gegenteil: ein Sankt Augustiner Wirt bot sogar seine Räumlichkeiten für einen Stammtisch an. Der Wirt stammt aus Griechenland und hat sich gut integriert. Auch er ist nicht einverstanden mit der Politik der Stadt und des Bundeslandes. Wie den Gesprächen mit den Bürgern zu entnehmen war, werden wohl viele am 20. Oktober 2015 zu der geplanten Bürgerversammlung gehen, um ihrem Unmut Luft zu machen.

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Erst zu später Stunde kam die Polizei und nahm die Personalien der Aktivistinnen auf. Danach eilte Bürgermeister Klaus Schumacher höchst persönlich herbei und sprach ein Platzverbot aus. Er wurde gefragt, ob das sein Verständnis von Demokratie sei, den Artikel 8 GG (Versammlungsfreiheit) auszuhebeln. Da wurde der Bürgermeister böse und drohte mit einer Anzeige gegen die besorgten Bürgerinnen, die dann beschlossen, zu bleiben und sich wegtragen zu lassen. Erst als der irritierte Bürgermeister zu einer Gesprächsrunde einlud, um die Sachlage der Asylpolitik in Sankt Augustin zu klären, packten die Frauen Fahnen, Banner und Zelte ein. Für den Fall, dass dieses zugesagte Gespräch nicht stattfindet, weil Schumacher sein Wort nicht hält, kündigten die Aktivistinnen eine asylkritische Demo in Sankt Augustin an, die wahrscheinlich auf einige Zustimmung bei den Bürgern stoßen dürfte.

Ein afrikanisches Sprichwort sagt:

„Wenn viele kleine Menschen in vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, werden sie das Gesicht der Welt verändern.“

Danke für diesen weisen Ratschlag, liebe Afrikaner!