Gudrun Eussner: Rezension „Verschwulung“

verschwulung„Der deutsche Mann wird sich ständig kontrollieren müssen, um zu verhindern, daß ihm in einem Anfall von Frustration und Wut etwas Unanständiges über die Zustände in seinem Land herausrutscht. Es könnten hohe Geldstrafen, die Vernichtung seiner Existenz, sogar Gefängnis drohen.“ Das ist die Vorausschau des Autors. (S. 260) Es nützt Akif Pirinçci nichts, daß er für das, was er kritisiert, Belege beibringt: „Haben sie im Ernst geglaubt, ich stelle mich hier hin und lasse mich mit faulen Tomaten und Eiern bewerfen, ohne etwas in der Hand zu haben?“ (S. 128) Es sind eben diese Tatsachen, die ihm zum Verhängnis werden sollen. Faule Tomaten und Eier sind nicht angesagt, sondern die Vernichtung seiner Existenz.


„Und sie bewegt sich doch!“ Schon einmal davon gehört, Akif Pirinçci?

Grund für den Feldzug gegen ihn ist nicht sein von Politik und Medien bewußt mißverstandener Spruch über das KZ, sondern der von „Aufhören! Aufhören!“ begleitete nachfolgende Teil der Rede, bei Pegida, am 19. Oktober 2015.

„Ich halte das ganze Theater um das KZ-Zitat für ein reines Ablenkungsmanöver. Es geht darum, von dem Rest der Rede, welcher für die derzeitige Elite viel brisantere und einschneidendere Wahrheiten in der Lage ist aufzudecken, abzulenken,“ schreibt Anonymus, auf HARTGELD.com, am 23.Oktober 2015, in einer zehnseitigen lesenswerten Einschätzung: „Die PEGIDA-Rede von Akif Pirincci – eine tiefergehende Betrachtung“. Er hat begriffen, wie es einem geht, wenn man unter seinem Klarnamen Tatsachen ausspricht, darum nennt er sich Anonymus.

Jan Fleischhauer dagegen, der bei herzhaftem Lachen der Leser im SPON gut ist dafür, den geläuterten Linken darzustellen, nimmt sich in seiner Kritik Pirinçci und die Meinungsfreiheit: Der Buchhändler als politischer Richter ausgerechnet der großen und kleinen Buchhändler an, denen er vorwirft, sie müßten die Werke des verpönten Autoren verkaufen.

Welch eine verquere Vorstellung von Meinungsfreiheit!

Kommentar #7, von Al.Ba., 10.11.20115, 14:06. „Wenn die
Seine Bücher nicht Verkaufen wollen kann sie doch keiner dazu zwingen.“

Der Titel ist denn auch, wahrscheinlich auf Grund solcher Kommentare, geändert in S.P.O.N. – Der Schwarze Kanal: Der Buchhändler als politischer Richter. Schluß ist mit der Meinungsfreiheit bei SPON, es lebe der Schwarze Kanal!

Über die den Markt beherrschenden Verlage weiß Jan Fleischhauer: „Es ist eine Sache, wenn ein Verlagshaus wie Random House beschließt, sich von einem Autor zu trennen. Ein solcher Schritt fällt unter die Vertragsfreiheit.“ Die Verflechtung des Bertelsmann-Konzerns mit Random House ist nicht sein Thema; denn dann käme man außer zum Verständnis, wer dabei ist, dem Akif Pirinçci die Existenz zu vernichten, nämlich der Bertelsmann-Konzern, der den Deutschen über seine Stiftung seit Jahren, zuletzt 2013, die Islamisierung schmackhaft macht, auch direkt auf den Weltführer des Buchvertriebs Barnes & Nobel. An beiden ist bzw. war Bertelsmann beteiligt, an Barnes & Nobel bis 2003. Zur besten Zeit dieser Beteiligung und bis heute wird von dort in 44 Variationen Adolf Hitlers „Mein Kampf“ vertrieben.

Der Halbjahresbericht 2015 des Vorstandsvorsitzenden Thomas Rabe, zum 31. August 2015, der Bertelsmann SE & Co. KGaA weist das gute Geschäft des Penguin Random House aus.

Verlagshäuser wie Random House perpetuierten Vorurteile und begrenzten schöpferische Ideen durch die Erhöhung einiger Autoren, Charaktere und Gedanken über andere, was bemerkenswerte gesellschaftliche Folgen habe, schreibt Tamara Pearson dazu. Akif Pirinçci ist ein Beispiel für das Gegenstück, nämlich die Erniedrigung bis zur Vernichtung eines Autors, wenn er dem Verlagshaus nicht paßt. Ein weiteres Beispiel ist seit dem 17. November 2015, Mathias Matussek. „Durchgeknalltes Arschloch“: Die Welt trennt sich mit sofortiger Wirkung von Autor Matussek, womit nicht DIE WELT, sondern der Noch-Chefredakteur von WeltN24, Aprilscherz Jan-Eric Peters gemeint ist.

Beide Autoren sind ein Ausdruck für die Verfassung, in der sich unsere Gesellschaft befindet.

Auf diesem Hintergrund ist das 270 Seiten umfassende, in deftiger Sprache verfaßte Buch Die große Verschwulung. Wenn aus Männern Frauen werden und aus Frauen keine Männer zu verstehen. Es ist vor der letzten, bis jetzt unvermindert andauernden großen Invasion der Immigranten geschrieben und handelt von X-Werten, die zu der Zukunft Y führen werden. „Die Form folgt der Funktion“ (S. 9 – 32), nennt Akif Pirinçci das. In dem Kapitel erklärt er, was er unter „Verschwulung“ versteht.

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» Erhältlich ist „Die große Verschwulung“ beim Verlag Antaios