Abgrenzungsrituale: Pretzell auf Lucke-Kurs?

imageWährend weltweit Islam-Terroristen zum brutalen Generalangriff auf unsere westliche Zivilisation übergehen und eine Völkerwanderung biblischen Ausmaßes nach Deutschland stattfindet, üben sich manche rechte Politiker hierzulande immer noch in kleinkarierten Abgrenzungsritualen. Offenbar in der Hoffnung, damit Diskriminierungen und Verfolgungen des politisch-medialen Establishments entgehen zu können. Völlig unnötigerweise hat so z.B. ein Delegiertenparteitag der nordrhein-westfälischen AfD am Sonntag eine „definitive Abgrenzung“ gegenüber den „Pro-Parteien, Republikaner und anderen radikalen Parteien“ beschlossen. Diese Distanzierung gilt auch für aktive und ehemalige Mitglieder der genannten Parteien. Der Beschluss kam auf massives Betreiben des NRW-Landeschefs Marcus Pretzell (Foto) gegen erhebliche innerparteiliche Widerstände und mit einer denkbar knappen Mehrheit unter den Delegierten zustande, von denen die meisten noch in der Lucke-Ära gewählt worden sind.

Dieser politisch-korrekte Akt der symbolischen Reinwaschung auf Kosten anderer ist wie ein Tritt in den Rücken der politischen Islamkritiker der ersten Stunde in Deutschland, die bereits vor den Gefahren der Masseneinwanderung, Islamisierung und islamischen Terrors gewarnt haben, als Politiker wie Marcus Pretzell noch in der FDP Karriere machen wollten. Nicht nur Leser von PI wissen das recht genau einzuschätzen und zu bewerten. Ebenso wie es offenbar eine reine Schutzbehauptung darstellt, dass einer „behaupteten Nähe“ zwischen AfD und Republikanern bzw. PRO-Parteien entgegen getreten werden müsse. Denn natürlich gibt es in wichtigen Politikfeldern inzwischen eine inhaltliche Nähe zwischen den drei genannten Bewegungen – da muss nichts behauptet oder vorgespielt werden. Im Gegenteil: Viele AfD-Positionspapiere der Nach-Lucke-Ära lesen sich – zum Glück! – wie 99prozentige Kopien von REP- oder PRO-Thesenpapieren früherer Jahre! Und natürlich handelt es sich bei allen drei genannten Parteien um Bewegungen im demokratischen Spektrum und nicht um Nazis oder Verfassungsfeinde – egal, was der von den Altparteien instrumentalisierte Inlandsgeheimdienst namens „Verfassungsschutz“ auf Weisung von oben behaupten mag.

Nur in den Führungsgremien der NRW-AfD scheint man davon nichts wissen zu wollen. Ob dieser Kurs von Marcus Pretzell, dem neuen Lebensgefährten der Bundesvorsitzenden Frauke Petry, auch den Kurs der Bundespartei in dieser Frage widerspiegelt? Oder ob die Mehrheiten auf Bundesebene eine klügere und gerechtere Sicht auf die Dinge haben? Man möchte es im Sinne der ganzen islamkritischen Bewegung zumindest hoffen und auch der NRW-AfD etwas mehr Björn Höcke oder Alexander Gauland statt Bernd Lucke und Hans-Olaf Henkel wünschen!