Abdel-Samad / Kaddor: „Ziege zur Gärtnerin“

HAS-Kaddor-4Am 22. Dezember hatte die moslemische „Religionspädagogin“ Lamya Kaddor (Foto rechts) in der „Zeit“ behauptet, die fundamentale Islamkritik von Personen wie Hamed Abdel-Samad (l.) brauche „niemand“, sie sei „unsachlich“ sowie „unwissenschaftlich“. Er würde damit „Stimmungsmache gegen Muslime“ betreiben, die nur für die „Rassismus- und Vorurteilsforschung“ interessant sei. PI sezierte die haarsträubenden Aussagen von Kaddor ausgiebig. Abdel-Samads Reaktion auf Kaddor erfolgte auf der Achse des Guten unter dem trefflichen Titel „Die Ziege zur Gärtnerin gemacht“.

(Von Michael Stürzenberger)

Abdel-Samad schreibt der Islamverharmloserin Kaddor:

Also, laut deinem Artikel bin ich und andere Islamkritiker das Hauptproblem, nicht der Terror im Namen Allahs; nicht die Kritikunfähigkeit vieler Muslime, nicht die Islamverbände, die Muslime bevormunden wollen, nicht die Eltern, die ihre Kinder im Namen der Religion daran hindern, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, nicht die anti-moderne islamische Theologie, die in vielen Moscheen gepredigt wird? Was war zuerst da? All das oder meine Islamkritik? Warum begehst du den Fehler vieler Muslime, Ursache und Wirkung zu verwechseln?

Glaubst du wenn ich aufhöre, islamkritische Bücher zu schreiben, dass es Muslimen dann besser gehen würde und sie auf wenig Ablehnung in Deutschland stoßen würden?

Islamkritik wird in der islamischen Welt mit Gefängnis, Auspeitschung und im schlimmsten Fall mit dem Tode bestraft. Dort kämpfen liberale Muslime gegen Fundamentalisten und riskieren dabei selbst ihr Leben. Im Westen wird die Islamkritik mit der Islamophobie-Keule abgewehrt. Traurig ist, dass auch einige liberale Muslime sich daran beteiligen, statt für mehr Öffnung und mehr inner-islamische Selbstkritik zu plädieren. Kein Wunder dass gerade im Westen die Islamdebatte im Sande verläuft, weil viele Muslime, auch viele liberale Muslime, mit dem Aufpolieren des Islam-Images und mit der Abwehr der Islamkritik beschäftigt sind, statt sich den hausgemachten Problemen des Islams zu widmen!

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Auf den Punkt gebracht. Auf der „Achse des Guten“ ist die gesamte vortreffliche Reaktion von Abdel-Samad nachzulesen. Damit wird klar, dass die vermeintlich „moderne“ Moslemin Lamya Kaddor auch nur eine von vielen Islamverharmlosern ist, die eine grundlegende Kritik am Islam nicht zulassen will und daran interessiert ist, dass diese faschistische Ideologie im Prinzip so bleibt wie sie ist.

Mit Hamed Abdel-Samad hingegen hat die Debatte seit seinen klaren Thesen zum islamischen Faschismus und seiner schonungslosen Abrechnung mit dem „Propheten“ Mohammed an Fahrt deutlich zugenommen. Am Ende aller Diskussionen muss aber irgendwann einmal die umfassende Lösung des Islamproblems stehen. Vergangenes Jahr konnte ich im Münchner Literaturhaus während einer Buchsignierung mit ihm darüber reden.

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Er meinte, die islamischen Verbände in Deutschland würden wohl nicht auf eine schriftliche Verzichtserklärung auf alle verfassungsfeindlichen Bestandteile des Islams eingehen. Gut, antwortete ich, dann erwartet sie daraufhin eben ihr Verbot wegen Verfassungsfeindlichkeit. So einfach ist das.

Kontakt zu Lamya Kaddor:

» kaddor@lib-ev.de

(Bildcollage Titelfoto: Journalistenwatch)