Kaddor: „Islamkritik, die niemand braucht“

kaddorLamya Kaddor ist eine moslemische „Religionspädagogin“ syrischer Herkunft und arbeitet als Lehrerin im nordrhein-westfälischen Schulversuch „Islamkunde in deutscher Sprache“. Einige ihrer Schüler sind später schon zum Dschihad in den Islamischen Staat ausgewandert. Bei einer Schulstunde, die 3-SAT-Kulturzeit filmte, äußerten sich einige Schüler offen, dass das Töten von ungläubigen Kritikern, die den „Propheten“ beleidigen, richtig sei. In einem Artikel für die Zeit hat sich dieses Islam-U-Boot jetzt erdreistet, Islamkritiker wie Henryk Broder, Necla Kelek, Thilo Sarrazin, Ayaan Hirsi-Ali, Hamed Abdel-Samad oder den leider nicht mehr unter uns weilenden Ralph Giordano zu verurteilen: Ihre Arbeit bräuchte niemand. Das ist eine verbale Kampfansage einer Islamverharmloserin, die einer Antwort bedarf. Auch, und vielleicht gerade, am Heiligen Abend.

(Von Michael Stürzenberger)

Kaddor schreibt:

Heute konzentrieren sich die Verteidiger auf den Autor Hamed Abdel-Samad, der mittlerweile den Pfad der Islamkritik verlassen hat und – bewusst oder unbewusst – überwiegend nur noch die Stimmungsmache gegen Muslime betreibt.

Völlig falsch. Abdel-Samad übt sachlich fundierte Kritik, wie ihm sogar der moslemische Theologe Abdel-Hakim Ourghi von der Pädagogischen Hochschule Freiburg bestätigt. Er ist zudem ein ausgesprochener Menschenfreund, der immer wieder betont, dass sich seine Kritik niemals gegen Moslems richtet, sondern gegen die Ideologie. Weiter:

Niemand von geringstem Sachverstand hat jemals und würde jemals die Gewalt im frühen Islam und die Gewalt, die vom Propheten Mohammed ausging oder von ihm gutgeheißen wurde, verleugnen.

FALSCH. Dies wird TÄGLICH verleugnet. Ganz intensiv seit 9/11, da geradezu panisch die Erkenntnis unterdrückt weren soll, dass die 19 Moslems bei dem fürchterlichsten Terror-Anschlag der Neuzeit exakt den Koran-Vorgaben folgten. Das gebetsmühlenartig vorgetragene Mantra lautet: „Hat nichts mit dem Islam zu tun“.

Aber wegen dieser „Islamkritiker“ mit ihren vereinfachten und damit sehr eingängigen Erklärungsansätzen braucht es wiederum viele Leute, die mühsam erläutern müssen, dass die Existenz von Gewalt im Koran kaum etwas über die aktuelle Gewalt unter Berufung auf den Islam aussagt.

FALSCH. Der Koran ist das zeitlos gültige Wort Allahs. Die Befehle sind heute wie damals für Moslems bindend. Sonst würde heutzutage keine Frau mit Kopftuch rumlaufen, kein Mohammedaner das durchaus gesunde Schweinefleisch verachten, den Alkohol nicht meiden, keine Tiere durch grausames Schächten quälen und bisweilen das Gleiche mit „ungläubigen“ Menschen machen. Mädchen würde nicht der gemeinsame Sportunterricht oder Klassenfahrten verwehrt und später würden sie auch nicht zwangsverheiratet werden. Es gäbe keine Parallelgesellschaften, kein Hass gegen Juden und sonstige Andersgläubigen, keine Terroranschläge, keine Selbstmordattentäter und keinen Islamischen Staat. Aber Kaddor meint allen Ernstes:

Der IS ist keine religiöse Bewegung, sondern eine politische. Eine Bewegung, die von Männern geführt wird, die einst von der politischen Macht im Irak verdrängt wurden.

VÖLLIG FALSCH. Der IS ist die reine Form des Islams, wie ihn Mohammed begründet hat. Er stellt die absolute Wiederholung dessen dar, was sich im siebten Jahrhundert bei der Etablierung dieser politreligiösen Ideologie abgespielt hat. Der Islamische Staat kopiert exakt die Gründung des ersten Islamischen Staates auf dem Gebiet des heutigen Saudi-Arabiens. Das einzige, was sich weiterentwickelt hat, sind die Waffen. Das Kopfabschneiden aber läuft heute wie damals genau Gleich ab.

Also selbst, wenn die Muslime Mohammeds Bedeutung komplett verwerfen und den gesamten Koran auf den Müllhaufen der Geschichte werfen würden, wären die Konflikte in der Region nicht beendet.

Wenn das im Jahr 632 geschähen wäre, hätte es einen Segen für die Menschheit bedeutet: Keine 57 grausam unterworfenen islamischen Höllenländer, keine 270 Millionen Ermordeten, keine jahrhundertelange Entrechtung der Frauen, keine millionenfache Sklavenhaltung, keine Kriege unter „Allahu-Akbar“-Geschrei, kein Foltern, kein Quälen, kein Psychoterror etc. pp. Je früher das getan wird, was Kaddor hypothetisch vorgeschlagen hat, desto besser. Weiter:

Woher ich das weiß? Bereits vor ein paar Jahrzehnten erschütterten Terror, Anschläge und Kriege den Nahen Osten. Nur damals hatten die Hauptakteure nicht die islamistische Schallplatte aufgelegt, sondern die nationalistische oder die sozialistische.

Die Islam-Schallplatte läuft seit 1400 Jahren. Wenn dabei zwichendurch auch nationalistische oder sozialistische Töne beigemischt wurden, ändert das nichts an der grundsätzlichen Melodie. Und die heißt „Islam über alles. Allahu Akbar.“ Kaddor wird nun in ihren Tiraden gegen Islamkritiker regelrecht unverschämt:

So sind und bleiben die Ausführungen „islamkritischer“ Autoren überwiegend Gegenstand medialer und politischer Debatten. Für seriöse Arbeitsprojekte, für sachliche Analysen, für wissenschaftliche Ansätze werden solche Schriften glücklicherweise nicht berücksichtigt oder gar rezipiert. Es sei denn, es geht um Rassismus- oder Vorurteilsforschung.

Fundierten Islamkritikern wie einem Hamed Abdel-Samad werden jetzt von dieser Islam-Verteidigerin indirekt „Rassismus“, „Vorurteile“, „Unsachlichkeit“ und „Unwissenschaftlichkeit“ unterstellt. Man darf gespannt sein, wie er darauf reagiert.

Daraus folgt, dass sich die Auseinandersetzung mit „Islamkritikern“ eben nicht mit den Inhalten befassen sollte. Sie sollte sich allein darauf konzentrieren, die Strategien, Mechanismen und Instrumente der islamfeindlichen Szene einerseits und die ihrer Geistesverwandten, der islamischen Fundamentalisten, andererseits herauszuarbeiten.

Mit diesem billigen Ablenkungsmanöver versucht Islam-U-Boot Kaddor, eine fundamental kritische Diskussion über die brandgefährlichen Bestandteile des Islams gar nicht erst aufkommen zu lassen. Vermutlich ahnt sie, dass dies zwangsläufig dazu führen würde, dass die islamischen Organsationen sich entweder verbindlich von all diesen Elementen trennen müssten oder sich mit ihrem Verbot wegen Verfassungsfeindlichkeit konfrontiert sehen würden. Daher versucht sie die Diskussion auf eine „Analyse“ der islamkritischen Szene abzulenken und sie auf eine Stufe mit Islamfundamentalisten zu stellen. Damit setzt sie die Verteidiger von Freiheit und Demokratie mit ihren Todfeinden gleich, was nicht nur absurd, sondern auch dreist und unverschämt ist.

Nötig ist ferner über die Gefahren, die von simplifizierenden Erklärungsmustern der Islamfeinde und der Fundamentalisten ausgehen, aufzuklären; beide bestehen zum Beispiel auf der wortwörtlichen Auslegung des 1.400 Jahre alten Korantextes ohne historische Kontextualisierung.

Der Islam IST simpel: Der Koran ist das Wort Allahs, Mohammed ist das perfekte Vorbild, die Befehle gilt es zu befolgen, sonst Tod. Faschismus in Reinkultur. Es gibt keine „historische Kontextualisierung“, außer in den Worthülsen der moslemischen Täuscher, Lügner und Taqiyyisten wie einer Lamya Kaddor.

Dass die „Islamkritiker“ inhaltliche Nullnummern produzieren, schließt nicht aus, dass ihr Auftreten durchaus einen Nutzen haben kann. All diejenigen, die die Grenzen zur Islamfeindlichkeit immer wieder überschreiten, haben mit dafür gesorgt, den Reformdruck auf Muslime in Deutschland und Europa zu erhöhen. Das ist ein positiver Effekt, denn dass zeitgemäße Anpassungen in der Religion des Islams erforderlich und dass Selbstkritik und Veränderungen unter organisierten Muslimen unerlässlich sind, ist unbestreitbar.

Im Islam wäre eine „Reform“ verhängnisvoll, denn das würde bedeuten, die Ursprünge zu bestätigen, und damit ist man bei dem grausamen Wirken Mohammeds. Es geht nur mit einer Entschärfung, mit einem verbindlichen Verzicht auf alle verfassungsfeindlichen Bestandteile inklusive Scharia. Wenn Kaddor dies als erste unterschreibt, wären wir einen Schritt weiter. Wir werden sie dazu auffordern.

Doch für die radikale, pauschalisierende Kritik zahlen wir auch einen hohen Preis. Die zunehmende Polarisierung in unserer Gesellschaft geht zu großen Teilen auf diese „Islamkritik“ zurück. Sie ist eines von zwei Elementen, die dafür verantwortlich sind, dass Vorurteile und Stereotype gegenüber Muslimen (gewaltbereit, rückständig, misogyn, extremistisch) zunehmen. Verschiedene empirische Studien haben in den vergangenen Jahren deren hohe Verbreitung belegt.

Wer sich nach dem Islam richtet, IST „gewaltbereit, rückständig, misogyn, extremistisch“. Daher sind dies keine „Vorurteile“, sondern massenhaft beobachtbare Tatsachen. Aber auch Kaddor versucht den alten Moslem-Trick, die Täter in die Opferrolle zu bringen:

Es gibt inzwischen kaum noch Muslime in Deutschland, die im Alltag nicht von irgendwelchen Erfahrungen der Diskriminierung berichten können, oder die sich seltsame Fragen von Kollegen, Freunden und Nachbarn anhören müssen. Ganz egal, ob sie sich selbst überhaupt primär als Muslim sehen, oder eigentlich viel lieber als Schriftsteller, Politiker, Manager, Lehrer, Maurer oder Frisöre wahrgenommen werden würden.

Moslem bleibt erstmal Moslem, egal was er beruflich macht. Der Koranchip im Kopf muss neutralisiert werden, sonst kann er jederzeit aktiviert werden, so dass aus ihm ein potentieller Terrorist wird. Egal, ab das jetzt ein „Lehrer“, „Manager“ oder Ingenieur wie Mohammed Atta ist, der nach Aktivierung des Chips auf dem Weg zu seinen 72 Jungfrauen unter „Allahu-Akbar“-Geschrei ins World Trade Center raste. Kaddor aber versucht die Masche mit der Tränendrüse durchzuziehen:

Diese Stimmungsmache, die heute Personen wie Hamed Abdel-Samad vertreten und früher Leute wie der Journalist Henryk Broder, die Autorin Necla Kelek und der Schriftsteller Ralph Giordano verbreitet haben, machen Millionen Menschen in diesem Land ganz konkret das Leben schwer – manchmal sogar unerträglich.

Also bitte aufhören mit dieser „Stimmungsmache“, so der Appell von Kaddor. Keine fundamentale Islamkritik mehr, sonst fühlen sich Moslems hier nicht mehr wohl. Bei naiven Gutmewnschen erreicht sie mit diesem Geschwurbel etwas, aber bei der Mehrheit der Bevölkerung, die die Gefahr Islam identifiziert hat, wohl nicht mehr.

Das zweite Element, das die Islamfeindlichkeit wesentlich befördert, ist der gewaltbereite Islamismus: Die radikalen Islamisten pervertieren eine ganze Religion.

FALSCH, sie führen sie exakt aus.

Sie verachten und denunzieren die übrigen muslimischen Gläubigen.

Nur diejenigen, die sich nicht einverstanden erklären mit dem, was im „Heiligen Buch“ Koran steht. Aber sie „verachten“ und „denunzieren“ jene nicht nur, sie bringen sie auch korankonform um. Massenhaft.

Sie wollen in den westlichen Gesellschaften Misstrauen säen, einen Keil zwischen Muslime und Nichtmuslime treiben, damit immer mehr Muslime keinen anderen Ausweg mehr sehen, als sich den Gewaltbereiten anzuschließen; man kann das aktuell bei den Salafisten beobachten und gerade haben die Jacobs University Bremen und die University of Maryland eine neue Studie zur Radikalisierung unter Muslimen vorgelegt, die genau das belegt. Leider sind die sogenannten „Islamkritiker“ an den Tastaturen ihrer Rechner die willfährigen Helfer dieser Islamisten.

Es ist vielmehr so, das sich immer mehr Moslems zu den wahren Inhalten ihrer „Religion“ bekennen und sich für die ihnen vorgeschriebene Machtübernahme rüsten.

Radikalkritik ist meines Erachtens in unserer heutigen vernetzten Welt nicht notwendig. Deutliche und mutige Kritik lässt sich passgenau betreiben, zugeschnitten auf bestimmte Aspekte islamischen Lebens. Kritik muss weder alles in Bausch und Bogen verurteilen, noch darf sie bestimmte Dinge von vornherein ausnehmen. Das gilt für Ansichten über den Propheten des Islams genauso wie über die Heilige Schrift selbst. Seriöse Kritik kann sich nur mit Einzelaspekten befassen. Sie kann dennoch scharf sein, deutlich und hart.

Kaddor will Islamkritik sozusagen in sorgsam portionierten Häppchen, nicht zu umfassend, nicht zu „radikal“. Aber das funktioniert beim Islam nicht, denn an ihm gibt es nunmal enorm viel zu kritisieren.

Kein Wunder, dass liberale Muslime sowohl von Islamfeinden als auch von Fundamentalisten und deren Anhängern ganz besonders angefeindet werden.

FALSCH. Wenn sich ein offensichtlich liberaler und aufklärungsbereiter Moslem wie Abdel-Hakim Ourghi ehrlich äußert und es sogar wagt, Abdel-Samad zu verteidigen, was absolut einzigartig ist, dann wird er sogar von „Islamfeinden“ gelobt.

Man muss den Versuchen der Fundamentalisten entgegentreten, auch die leiseste Kritik mundtot machen zu wollen, und man muss den Islamfeinden etwas entgegensetzen, die seriöse Kritik als weichgespült und ineffektiv zu diffamieren versuchen. Dazu aber brauchen die muslimischen Reformkräfte die Unterstützung der Mitte der Gesellschaft.

Kaddor sieht wohl ihre eigene Kuschelkritik am Islam als „seriös“ an. Mit ihrem Artikel in der Zeit versucht sie ganz offensichtlich, die in Fahrt gekommene Islam-Aufklärung aufzuhalten. Aber aus der „Mitte der Gesellschaft“ kommt nun der Ruf, Frau Kaddor: Unterstützen Sie die Verzichtserklärung auf die verfassungsfeindlichen Bestandteile des Islams inklusive Scharia. Da Sie Vorsitzende des „Liberal-Islamischen Bundes“ sind, dürfte das für Sie ja kein Problem darstellen. Dann nehmen wir Sie Ernst und gehen auch nicht mehr davon aus, dass Sie ein Islam-U-Boot sind. Andernfalls bleiben wir aber dabei. Kontakt:

» kaddor@lib-ev.de