Milde Strafe für pädophilen Piraten-Politiker

pirat_paedo„Freie Fahrt fürs Internet“ – so lautete die Parole zu den besten Zeiten der Piratenpartei. „Freie Fahrt für Kinderpornos“ – das war wohl die dahinter steckende Intention des Wiesbadener Abgeordneten Michael Göttenauer (Foto). Vor Gericht wurde er am Mittwoch für seine perversen Taten verurteilt. Im Gegensatz zum Fall des SPD-Politikers Sebastian Edathy hatten die Richter in diesem Fall keine Zweifel an der pädophilen Neigung und der Schuld des Angeklagten.

Göttenauer schmiedete als Abgeordneter im Stadtrat einen gemeinsamen Block mit den Linken – jener Partei also, in deren Reihen nicht Pädophilie, sondern die Kritik an dieser Neigung für eine Straftat gehalten wird. Der Politiker hatte zwei minderjährige Mädchen angesprochen, ihnen auf seinem Handy ein Video mit kinderpornografischem Inhalt vorgespielt und ihnen einen Euro angeboten, wenn sie mit ihm intim werden. Die Bilder und Videos in seinem Besitz hatte er auch anderen Nutzern auf Tauschbörsen im Internet zugänglich gemacht.

Umso fragwürdiger, dass er nun wieder auf die Gesellschaft losgelassen wird. Die Richter haben die Strafe nur zur Bewährung ausgesetzt. Die Staatsanwälte haben Beschwerde gegen die aus ihrer Sicht zu milde Entscheidung der Richter eingelegt. Das Urteil ist somit noch nicht rechtskräftig.