Sozialdemokratie – Europas Abgesang

spdWir wachsen mit dem Gefühl auf, dass die Werte unserer Gesellschaft gut sind. Wir hinterfragen sie nicht, wir glauben sie. Unsere öffentlichen Politiker vertreten demnach das moralisch Gute und kämpfen für eine bessere Welt. Doch ist dem auch so? Wie kann es sein, dass Kommentarleisten unter öffentlichen Artikeln diesen ausschließlich zerreißen. Wie kann es sein, dass die Vorstellungen der Menschen auf der Straße in einem so enormen Ausmaß von den Vorstellungen unserer Politiker abweichen? Wie kann es sein, dass ein Buch wie „Deutschland von Sinnen“ so hohe Verkaufszahlen erreicht? Reicht es wirklich noch aus, einzelne schwerwiegende Entscheidungen unserer Politiker zu hinterfragen oder müssen wir nicht endlich viel weiter gehen? Ist es nicht an der Zeit, die Werte selbst unserer Politiker zu hinterfragen?

(Von „Anonymer Spätaussiedler“)

Europa ist einst auf dem Glauben der bürgerlichen Werte begründet worden. Bürgerlicher Fleiß, Ausdauer und Eigenverantwortung hat Europa zu Wohlstand geführt. Die Standbeine Bürgertum, Unternehmertum und die Familie als Solidargemeinschaft waren das Fundament unserer modernen Gesellschaft. Es herrschte der Konsens. „Bürger sorgen für sich selbst, während die Regierung den Rechtsstaat und die Sicherheit des Einzelnen garantiert.“ Heute jedoch sorgen sich Politiker um ihre Bürger, während diese sich mit Selbstverteidigungswaffen gegen „Flüchtlinge“ eindecken. Heute regiert der Staat an seinen Pflichten vorbei.

Doch wenn eine Regierung anfängt, sich um ihr Volk zu kümmern, so blickt sie auch auf dieses stets herab. Man denke an Staaten, in denen dem Bürger Fürsorge von der Wiege bis ins Grab gewährt wird. Ein Sozialdemokrat würde nun erwarten, dass die Gesellschaft florieren müsste. Patente, Fortschritt und Kultur müssten die Folge sein. Doch genau das tut es nicht. Gerade weil die arabischen Golfmonarchien sich so sehr um ihre Völker kümmern, haben diese nicht die Kraft, sich gegen diese und ihr Unrecht zu wehren. Mit Saudi-Arabien handelt es sich mit um das starrste Regime des Nahen Ostens. Mit ihrer Fürsorge erkaufen sich die Saudis die Macht, ihr Volk nach Strich und Faden zu diktieren. Andere Meinungen werden nicht geduldet, denn mit Terroristen verhandelt man nicht, mit Bedürftigen streitet man nicht.

Auch in Europa läuft die Entwicklung in rasendem Tempo in diese Richtung. Es läuft etwas gewaltig schief. Es geht hier nicht um fatale Entscheidungen. Es geht hier um ein fatales Menschenbild. Für unsere Politiker sind wir keine gleichwertigen Bürger mehr, wir sind nur noch Bedürftige, um die sie sich kümmern müssen und Steuerzahler, die ihre Steuer zu entrichten haben. Während einst der andersdenkende mündige Bürger die Streitkultur belebte, ist dieser heute zum lästigen Störenfried geworden. Wer anders denkt, wird diffamiert und verachtet.

Wie konnte es soweit kommen? Wie konnte aus einem Europa der Mündigen ein Europa der Bevormundung werden? Wie konnte aus einem Europa der intellektuellen Vielfalt ein einfältiges Europa werden. Wie konnte aus einem Europa des Bürgertums ein Europa der Abhängigen werden?

Wie konnte es soweit kommen, dass wir ausschließlich von Bedürftigen, jedoch nicht von Verantwortlichen reden? Ja es kommt uns gar nicht in den Sinn bei „Flüchtlingen“ von Fahnenflüchtigen zu sprechen. Es kommt uns nicht mal in den Sinn, dass diese zahllosen jungen Männer Frauen und Kinder ihrem Schicksal überlassen, so wie dies schon die irakische Armee getan hat. Wenn verwahrloste Männer am Kölner Hauptbahnhof wahllos Frauen wie Vieh behandeln, nötigen und vergewaltigen, kommt es Politikern nicht in den Sinn, diese Männer zur Verantwortung zu ziehen. Stattdessen wird geschwiegen, um anschließend darauf hinzuweisen, „dass ja alle Männer dazu fähig seien“.

Wann hat diese politische „Elite“ eigentlich die Verantwortung für ihr eigenes und unser Leben in diesem Ausmaße aufgegeben? Wann hat es begonnen, dass solche Unmündigen unser Land übernahmen? Ja, Bismarck hatte gute Gründe, mit diesen Leuten so hart ins Gericht zu gehen. Sozis brüsten sich gerne damit, sozial zu sein. In Wirklichkeit verachten sie uns. Denn ein Mann, der Verantwortung für sich übernimmt, ist zu Taten wie am Kölner Bahnhof nicht fähig!