Stegner bei Maischberger: Deutsche Frauen wollen gar nicht geschützt werden

stegnerHerr Ralf Stegner, in einer öffentlich ausgestrahlten Sendung des deutschen Fernsehens haben Sie eine Aussage getätigt, die Sie als Repräsentant für die deutsche Nation als stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion und Landesvorsitzender der schleswig-holsteinischen SPD und generell einer Volkspartei zugehörig untragbar werden lässt.

(Von G. Andreas Kämmerer)

In der Fernsehsendung „Maischberger“ vom 27.1.2016 haben Sie gegen Ende zu der anwesenden Frauke Petry im Sinne ihrer Vertretung der politischen Partei AfD nachfolgende Äußerung getätigt (wörtliche Transkription):

„Deutsche Frauen, deutsche Frauen müssen geschützt werden vor afrikanischen Männern. So machen Sie das. Diese deutschen Frauen sind so klug, dass sie Sie nur zu drei Prozent wählen würden. Weil sie nämlich gar nicht geschützt werden wollen!“

Im Video der Sendung zu sehen bei 1:08:00:

Mit dieser Äußerung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen haben Sie, Herr Stegner, als stellvertretender Bundesvorsitzender der Partei SPD, Zehntausende Opfer von Gewalt durch „afrikanische Männer“ in Deutschland (alleine mehr als 1000 durch Anzeigen dokumentierte Fälle in einer einzigen Nacht in Köln) erneut zu einem Opfer werden lassen.

Durch Ihre Äußerung, Herr Stegner, haben Sie ausgesagt, dass „deutsche Frauen“, die Opfer geworden sind von „afrikanischen Männern“ wortwörtlich, „gar nicht geschützt werden wollen“ vor „afrikanischen Männern“.

Wenn „deutsche Frauen“ jedoch Opfer geworden sind „von afrikanischen Männern“, so bedeutet dies nach Ihrer Aussage, dass jene deutschen Frauen Opfer von afrikanischen Männern werden wollten.

Dieser Vorgang ist im Kontext der Äußerung (öffentlich rechtlicher Rundfunk), Ihrer politischen Rolle (2. Parteivorsitzender einer deutschen Volkspartei) und der statistisch unwiderlegbaren überproportionalen (sexuellen) Gewalttätigkeit von „afrikanischen Männern“ gegenüber „deutschen Frauen“ unentschuldbar.

Eine mögliche Vorhaltung, Sie hätten unbedacht in einer öffentlichen Diskussion, sozusagen aus Versehen, diese Äußerung getätigt, wäre angesichts Ihrer politischen Rolle, Ihrer politischen Erfahrung, und Ihrer politischen Position im wissenschaftlichen Sinne in keiner Weise nachvollziehbar. Denn in Ihrer Dissertation mit dem Thema führender politischer Personen “(…) im Spannungsfeld von Fernsehdemokratie und kommerzialisierter PR-Show“ haben Sie die gezielte Emotionalisierung von Propaganda im politischen Kampf wissenschaftlich diskutiert. Daher ist davon auszugehen, dass die in diesem Schreiben inkriminierte Äußerung von Ihnen absichtlich in jener Form geäußert wurden, um für Ihre Partei SPD Wahlkampfvorteile zu generieren.

Es versteht sich von selbst, dass eine Person und eine Partei, die als Repräsentant Teile des Volks vertritt, nicht gleichzeitig mit der Missachtung und der Verletzung von Teilen des Souveräns in Übereinstimmung gebracht werden kann.

Daher fordere ich Sie öffentlich auf:

1. Unverzüglich alle Ihre politischen Ämter niederzulegen.
2. Unverzüglich sich bei jenen Zehntausenden „deutschen Frauen“ öffentlich zu entschuldigen, die Opfer von „afrikanischen Männern“ geworden sind.