Vortrag von Václav Klaus bei AfD in Stuttgart

Václav Klaus, Staatspräsident a.D. der Tschechischen Republik, referierte am 21.1.16 in der Liederhalle in Stuttgart zum Thema: „Die heutige Migrationswelle und die europäische Unverantwortlichkeit“. Eingeladen hatte die sich im baden-württembergischen Landtagswahlkampf befindliche Partei Alternative für Deutschland (AfD). Vor ausgewähltem Publikum – geladen waren Parteimitglieder und Förderer – ging Klaus gewohnt deutlich auf die Situation Europas und speziell Deutschlands, ein.

Europäische Eliten führen Krieg gegen die eigene Bevölkerung

Er sprach von einem Krieg, den die europäischen Eliten und Medien gegen die Mehrheit der europäischen Bevölkerung führten. Es gehe um: „die Zukunft Europas, den Erhalt der europäischen Kultur, der europäischen Zivilisation, des europäischen Lebensstils und der Religion“, so Klaus.

„Die heutige Migrationswelle ist kein Zufall und keine gewöhnliche Migration, die wir aus der Geschichte kennen (…).Der heutige Marsch auf Europa ist nicht individuell, nicht graduell, nicht langsam, nicht aus der Nähe, nicht spontan und besonders nicht ein Ausdruck großer Verzweiflung!“(…) „Die heutige Migrationswelle ist die Folge des europäischen selbstmörderischen Benehmnens!“, sagte er.

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Ideologie der politischen Korrektheit – Europäismus

Klaus warf vor allem Deutschland (Merkel) vor, die Migrationswelle absichtlich ins Leben gerufen zu haben. Die Ideologie der politischen Korrektheit „setze die Minderheiten vor den Einzelnen und vor das Ganze!“. Als Europäismus bezeichnete Klaus das Durcheinander der Ideen der europäischen Eliten, die noch auf ihren Karl Marx warte.

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Die Repräsentanten der europäischen Eliten „wollen ein neues Europa und dazu brauchen sie neue Europäer als Bausteine. [..] Sie brauchen die Leute, die keine tiefen Wurzeln in den alten europäischen Ländern haben. Sie brauchen Leute, die genügend formbar sind, um die utopische Zukunft der Europäisten zu verwirklichen. [..]Die Europäisten wollen die Menschen ändern. Ich habe Angst, sie könnten darin erfolgreich sein“, so der Staatspräsident a. D.

Er verglich den Grad der Indoktrination der europäischen Völker mit der Zeit in der kommunistischen Ära.

„Die Meinungsfreiheit ist heute wieder begrenzt, gewisse Fragen und Antworten sind nicht mehr erlaubt“. Er sprach von der Zensur der freien Gedanken und einer Spirale des Schweigens.

Souveränität zuück holen

Dem Aufzwingen von mehr EU setzte Klaus ein mehr an Souveränit der Völker Europas entgegen und verlangte Souveränität zurück zu holen. Außerdem forderte er: „Wir müssen die schleichende Einmischung Brüssels in nationale Angelegenheiten der einzelnen EU-Mitgliedstaaten so bald wie möblich stoppen!“.

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Er wehrte sich gegen ein Europa, das Eigentum von Merkel und ihrer Brüsseler Administrative ist. Er sieht das Überleben der Nationalstaaten in Gefahr, wenn weiter mit dem Mittel der Migration die Souveränität der Staaten untergraben werde. Er betonte in Zusammenhang mit der Migrationskrise ausdrücklich auf der „Priorittät der nationalen Lösung kompromisslos zu bestehen“ und darauf „uns keine Migranten von jemandem aufzwingen zu lassen“.

Fragerunde

Die Fragerunde wurde bestimmt von Zustimmungsbekundungen und kleinen Statemants der Zuschauer. Einige kritische Anmerkungen machte ein Student der Politik- und Sozialwissenschaften aus Stuttgart. Zunächst einmal warnte er die Anwesenden davor ihn in seiner Meinungsfreiheit evtl. beschneiden zu wollen wenn er jetzt gleich etwas gegen die Mehrheitsmeinung im Saal formulieren würde. Um es vorweg zu nehmen, er durfte Ausreden, kam sogar noch ein zweites Mal dran und wurde auch nicht aus dem Saal geworfen oder zusammengeschrien, wie es auf linken Veranstaltungen üblich ist, wenn andere Überzeugungen offen vorgetragen werden. Vielleicht schloss hier der Fragende auch von seinem bisherigen Verhalten auf andere oder wollte einfach nur provozieren. Er sprach in seiner Frage, die eher ein Statement war, von den Flüchtlingen des Zweiten Weltkriegs und setze sie faktisch mit dem Heer der Wirtschaftsmigranten gleich, ohne dabei die Unterschiede in Religion, Sprache, Nation und Kultur sehen zu wollen. Im zweiten Teil seiner Einlassung sprach er die soziale Ungleichheit in Deutschland an und sah darin die Ursache aller Probleme. Ohne speziell auf die Details einzugehen bezeichnete Klaus den Studenten als: „Opfer der politischen Korrektheit!“

Starke Polizeikräfte und das fragwürdige Verhalten etlicher Medienvertreter

Nicht unerwähnt soll die Situation vor Ort bleiben. Starke Polizeikräfte schützten die Veranstaltung vor möglichen Feinden der Meinungsfreiheit. Dass überhaupt keine „Antifa“ zu sehen war, zeigte wiederum eindrücklich, dass die Aufmärsche dieser linken Terrorgruppen geplant und gesteuert und keinesfalls auf persönliche Entscheidungen Einzelner beruhen, irgendwo demonstrieren zu wollen oder nicht.

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Dass es vielen Journalisten auch nicht darum ging den Inhalt des Referates wiederzugeben, zeigte sich schon dadurch, dass die Mehrheit vor Ende der Veranstaltung, mitten im Vortrag, den Saal verließ. Sie hatten nach einer bestimmten Zeit wahrscheinlich das gehört, was sie oder ihre Redaktion hören wollten. Ein Fazit der Rede, das Sprecher gewöhnlich gegen Ende ihres Vortrages ziehen, schien entsprechende Medienvertreter nicht zu interessieren, was den Vorwurf der „Lückenpresse“, wenn nicht sogar der „Lügenpresse“ nährt.

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Berichte über den Vortrag von Václav Klaus in diversen Medien:

» Junge Freiheit
» Stuttgarter Zeitung
» Focus