Asylkritische Mottowagen erzürnen MDR

balkanexpressAuch wenn Deutschland dieser Tage wenig zu lachen hat – es ist Karneval. Die Narren sind los und man glaubt es kaum, obwohl es mehr als genug gäbe worüber sogar Lücken- und Lügenmedien nicht umhinkämen sich zu echauffieren, wie die täglich uns bereichernde Rapefugeefolklore oder den Sicherheitsnotstand, gibt es Wichtigeres: Politisch nicht korrekte Aussagen bei Karnevalsumzügen. Der MDR hat dafür hauseigene Karnevalswächter ausgesandt. Fündig wurde das Team in Wasungen, einer kleinen Stadt im Landkreis Schmalkalden-Meiningen in Thüringen. Dort werden „Flüchtlinge“ und Politiker „diffamiert“, meint der MDR, sieht die Grenzen der Narrenfreiheit überschritten und spricht von „Volksverhetzung“.

(Von L.S.Gabriel)

In Wasungen ist man stolz darauf, seit 481 Jahren jedes Jahr aufs Neue einen, für die nicht sehr große Gemeinde, doch ansehnlichen, bunten und kreativen Faschingsumzug auf die Beine stellen zu können. Besonders wichtig ist es für Martin Krieg, Präsident des Wasunger Carneval Club e.V., dass es beim Wasunger Volkskarneval keine Zensur gäbe. Die im ganzen Land übliche „Umzugskommission“ (mittlerweile ein anderes Wort für Zensurabteilung) nimmt es im Wasunger Verein, was die Statements der einzelnen Gruppen betrifft, nicht so genau und die Wasunger wollen das auch gar nicht anders haben.

Das aber stört die Meinungswächter des MDR dafür umso mehr. Manches regt Alexander Reißland vom MDR ganz besonders auf, zum Beispiel ein Wagen, voll beladen mit Abbildern von Exkrementen, darauf ist zu lesen:

DIE IHREM VOLK NUR SCH..ßE SERVIEREN WERDEN IHRE MACHT VERLIEREN
und:

wasung1

Dafür muss der Präsident des Wasunger Carneval-Clubs dem Reporter sofort Rede und Antwort stehen. Der sieht das aber ganz gelassen und besteht darauf, dass genau das den Wasunger Karneval ausmache.

Das erzürnt den MDR-Beauftragten noch mehr; zu wenig „subtil“ seien solche Aussagen. Und dass die Wagenbauer für ihre Aussagen selbst verantwortlich seien sehe man am Ergebnis. Auf einem der Wagen steht, in Anspielung auf die Invasion: „Balkan Express“ und „Die Plage kommt“. Dahinter laufen kreischgrün gewandete Wasunger Heuschrecken her.

wasungen_heuschrecken - Kopie

Das bedarf seitens des MDR natürlich sofortigen Eingreifens und einer der Heuschrecken fühlte sich auf eine Suggestivfrage des MDR-Meinungsdikators Journalisten dann auch gleich genötigt den gewünschten Standardsatz hervorzustoßen. Zumal auf die Frage, ob man denn „Flüchtlinge“ als Plage sähe, ja im Rahmen der neuen deutschen Sprach- und Ausdrucksdiktatur sowieso nur eine einzige Antwort zulässig ist. Die der Wasunger Heuschreck auch sogleich artig gibt: „Nein, nein, nein, um Gottes Willen!“, ruft er.  Ein anderer beließ es bei dem Hinweis: „Das ist Ihre Interpretation.“ Der Wasunger habe immer schon seinen Spaß daran, seine Meinung Kund zu tun und das seit 481 Jahren, erklärt er dem MDR-Berichtversager.

Dabei konnte das staatliche Propagandamedium es dann aber nicht belassen und so wurde sofort beim Präsidenten des Landesverbandes der Thüringer Karnevalvereine e.V., Michael Danz gepetzt und nachgehakt. „Narrenfreiheit oder freie Meinungsäußerung am Rande der Volksverhetzung“, hyperventiliert der Sprecher, ehe ihn Michael Danz dann endlich erlöst und die „richtige“ Antwort gibt nämlich, dass für ihn die Grenze hier überschritten sei. Er möchte aber nicht emotional werden, sagt er mit rotem Kopf. Man wolle sich anhören, wie die für diesen Wagen verantwortlichen Wasunger es meinten, dann wolle man sehen, wie man mit „dem Thema“ umgehe, so Danz.

Andreas Reißland, der selbsternannte Karnevals- und Meinungswächter des MDR gesteht den Karnevalsumzügen im Land zwar gnädiger Weise eine gewisse „Überspitzung“ zu, fordert aber strafend, dass es auch im Karneval gelte „das Augemaß zu bewahren“.

Was es zu wahren gilt ist das Bewusstsein um die Grenze der eigenen Kompetenzen und darüber wer einen eigentlich bezahlt. Das sind in diesem Fall nämlich u.a. auch die Wasunger Bürger und weder der MDR an sich, noch Alexander Reißland im Besonderen haben ihnen etwas vorzuschreiben.

Hier ein Videomitschnitt der Sendung:

Der ganze Beitrag ist in der MDR-Mediathek abrufbar.

Kontakt:

» E-Mail: publikumsservice@mdr.de

Weitere Impressionen politisch inkorrekter Umzüge:

mottowagen

Nun schauen wir mit Spannung auf die Rosenmontagsumzüge der karnevalistischen Hochburgen. Lassen die Narren dort ihren kritischen Phantasien freien Lauf, oder springen sie in den traurigen Kerker des politkorrekten Altparteienkartells?

(Dank an MPig)