Landtagswahlen 2016: Feuer frei auf die AFD

Am 13. März 2016 finden in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt Landtagswahlen statt. Die heiße Wahlkampf-Phase hat begonnen. Die Aktivitäten der Altparteien CDU, SPD, Linke, Grüne und FDP konzentrieren sich im Wesentlichen auf eine nie da gewesene Schlammschlacht gegen den neuen Wettbewerber Alternative für Deutschland (AfD). Unterstützt werden sie dabei von der Mehrheit der Medien und den sogenannten „gesellschaftlich relevanten Organisationen“.

(Von Smiley)

Beispiele: FOCUS: „Ist die AfD für Sie (noch) wählbar?“. ARD: „Anne Will: Wie weit sind wir noch weg von Schüssen auf Flüchtlinge?“. DER SPIEGEL: „Die Hassprediger – Frauke Petry und die AfD. Bericht aus dem Inneren einer gefährlichen Partei“. Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken: „Die AfD hat sich nach den Äußerungen der letzten Tage aus dem demokratischen Grundkonsens verabschiedet“.

Wie geht es bis zu den Landtagswahlen am 13.03.2016 weiter?

Unsere Redaktion hat die bekannte französische Wahrsagerin Mon Cherie aufgesucht und befragt. Madame Mon Cherie hat aufgrund ihrer treffenden Voraussagen nicht nur weltweite Berühmtheit erlangt, vertraulichen Informationen zufolge sollen sich bei ihr sogar Staatsoberhäupter zahlreicher Länder die Klinke in die Hand geben. Madame Mon Cherie hat mit ihren wunderschönen blauen Augen tief in ihre Kristallkugel geschaut. Hier sind ihre Voraussagen:

Montag: Stegner fordert Internierung der AfD-Mitglieder

Ralf Stegner, stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD, fordert die Bundesregierung auf, alle AfD-Mitglieder und –Sympathisanten in Schutzhaft zu nehmen und auf der Nordsee-Insel Helgoland zu internieren. Stegner: „Ein breites gesellschaftliches Bündnis mit Millionen von anständigen Menschen stemmt sich gegen den braunen Bodensatz der AfD, die nur Hass sät und die Gesellschaft spaltet. Wir sollten die Anti-Demokraten der AfD daher aus dem Verkehr ziehen und vorübergehend auf der Nordsee-Insel Helgoland internieren. Sobald die Amerikaner das Lager Guantanamo geräumt haben, können wir über eine Verlegung nach Kuba reden.“

Dienstag: Wahlumfrage-Sensation – FORSA sieht AFD bei –4,5 %

Das Meinungsforschungsinstitut FORSA (Leitung: SPD-Mitglied Güllner) veröffentlicht eine sensationell anmutende Wahlumfrage. Danach liegt die AfD nach einem beispiellosen Absturz in den Umfragen in der sogenannten Sonntagsfrage nunmehr bei –4,5 %. Wahl-Arithmetiker und Mathematik-Professoren zerbrechen sich derweil den Kopf über dieses in der Geschichte der Wahlumfragen einzigartige Umfrageergebnis.

Mittwoch: Spitzenpolitiker der GRÜNEN warnen vor „ungebildeten AfD-Dumpfbacken-Politikern“

Die GRÜNEN-Spitzenpolitiker Joschka Fischer, Claudia Roth und Katrin Göring-Eckardt warnen auf einer Wahlkundgebung in Baden-Württemberg vor einer Gefährdung der Demokratie durch einen „Marsch in Richtung Dumm-Deutschland“. Deutschland, dem Land der Dichter und Denker, drohe ein beispielloser intellektueller Absturz infolge der Unterwanderung der Politik durch dumme, ungebildete und einfältige AfD-Protagonisten. Fischer (ausgebildeter Taxifahrer), Roth (angefangenes Studium der Theaterwissenschaften) und Göring-Eckardt (angefangenes Studium der Theologie) sehen die Gefahr, dass Bürger aus Protest die AFD wählen, damit aber ungewollt die „Dümmsten der Dummen“ in Ämter und Mandate bringen. Fischer wörtlich: „Wie sollen glatzköpfige Neo-Nazis mit Springerstiefeln, die das kleine Ein-Mal-Eins nicht beherrschen und die zu dumm sind, ein Loch in den Schnee zu pinkeln, Verantwortung für dieses Land übernehmen?“ Die AFD-Vorstandsmitglieder in Baden-Württemberg, Prof. Dr. Meuthen, Prof. Dr. Maier, Dr. Grimmer, Frau Dr. Baum und Dr. Jongen weisen die Vorwürfe entschieden zurück.

Donnerstag – DER SPIEGEL: „Mordverdacht gegen AfD-Politiker Jörg Meuthen?“ (Journalisten: Klaus Lug und Sabine Trug)

Wir sind in einem kleinen, beschaulichen Vorort von Karlsruhe. Schmucke Einfamilienhäuser, gepflegte Vorgärten, saubere Bürgersteige. Dazwischen das ungepflegt und heruntergekommen wirkende Haus von Jörg Meuthen. Hier lebt der ehrenwerte Herr Professor mit Frau und fünf Kindern in der Maske des Biedermannes, scheinbar ruhig und beschaulich. Doch mit der Ruhe dürfte es bald vorbei sein. Meuthen, Sprecher der AfD-Bundespartei und Vorsitzender des AfD-Landesverbandes Baden-Württemberg, soll bislang unbestätigten Meldungen zufolge unter dem dringenden Tatverdacht des Mordes aus niederen Motiven stehen. Wie es heißt, hat der AFD-Politiker, der nach außen den liebevollen Familienvater spielt, seine langjährige Geliebte brutal mit ihrer Strumpfhose erdrosselt und in seinem Garten verbuddelt. Ein Nachbar von Meuthen, ein älterer, seriöser Herr mit einem kleinen Dackel, erklärte uns auf Anfrage: „Herr Meuthen ist sehr oft in seinem Garten tätig. Einmal habe ich ihn sogar mit einer großen Schaufel gesehen“. In der kleinen Polizeiwache im Ort erklärte uns der diensthabende Beamte, dass er über den „Mordfall Meuthen“ keinerlei Informationen zur Verfügung habe. DER SPIEGEL wird an dem Fall dranbleiben. Zum jetzigen Zeitpunkt kann nicht ausgeschlossen werden, dass Meuthen auch für weitere ungeklärte Strumpfhosen-Morde in Baden-Württemberg oder gar bundesweit verantwortlich ist. Spekulationen insoweit verbieten sich allerdings angesichts der gebotenen journalistischen Sorgfaltspflicht, der sich DER SPIEGEL in besonderem Maße verpflichtet fühlt.

Freitag – BILD-Zeitung: „Schrecklich und widerlich – Frauke Petry (AfD) soll ihre Kinder jahrelang schwer misshandelt haben“ (Reporter: Kalle Pinoccio)

Eine vertrauenswürdige ehemalige Nachbarin von Frauke Petry, die aus Furcht vor Repressalien durch die Schlägertrupps der rechtsextremen AFD nicht genannt werden will, berichtet von jahrelangen schweren körperlichen Misshandlungen der Petry-Kinder durch die eigene Mutter, meist mit dem Nudelholz. Der Deutsche Kinderschutzbund reagiert mit Entsetzen und Abscheu und verlangt eine rückhaltlose Aufklärung. Der SPD-Politiker Sebastian Edathy erklärt in den ARD-Tagesthemen: „Einfach unfassbar diese Brutalität der AfD–Rattenfänger gegen die Schwächsten der Gesellschaft. Die eigenen Kinder misshandeln sie und die Flüchtlingskinder wollen sie erschießen.“

Samstag: Nils Staeck, Sohn des Karikaturisten Klaus Staeck, veröffentlich das Plakat: „Deutsche Altparteien, die AfD will euch Eure Mandate wegnehmen. Ist das nicht rechtsextrem?“

Die im Bundestag vertretenen Parteien und zahlreiche „gesellschaftlich relevante Organisationen“ reagieren „mit Abscheu und Entsetzen“ auf diese „Absurdität und Entgleisung“. Klaus Staeck, der zur Bundestagswahl 1972 das satirische Plakat „Deutsche Arbeiter! Die SPD will euch eure Villen im Tessin wegnehmen“ veröffentlichte, distanziert sich ebenfalls mit Nachdruck von seinem Sohn.

Sonntag: Hofreiter (GRÜNE) fordert Ausweisung von AfD-Mitgliedern aus Deutschland

Der Fraktionschef der GRÜNEN im Deutschen Bundestag, Hofreiter, fordert die Ausweisung von AfD-Mitgliedern aus Deutschland. Hofreiter erklärt im Deutschlandfunk: „Wenn es der rechtsextremen Neonazi-Partei AfD gelingen sollte, in nennenswertem Umfang Mandate in der Parlamenten zu erringen, so droht die akute Gefahr, dass Millionen von Flüchtlingen Deutschland verlassen und in andere Länder, die sicher sind, abwandern. Die Auswirkungen einer solchen Massenauswanderung wären katastrophal sowohl für die Wirtschaft (Fachkräftemangel) als auch für jeden einzelnen Bürger (Rentensicherung durch Flüchtlinge)“.

An dieser Stelle zerbarst die Kristallkugel von Madame Mon Cherie in tausende von Einzelteilen. Es bleibt dem geneigten Leser überlassen, weitere Voraussagen selbst zu treffen …