Jakob Augstein weint Volker Beck hinterher

beck1Jakob Augstein (Foto, li.), linker Spiegel-Chefideologe und selbsternannter Richter über gute und schlechte Deutsche, findet es „erbärmlich“ wenn ein Politiker wegen strafbaren Drogenbesitzes seiner politischen Ämter beraubt werde. Besonders mit Volker Beck (re.), der vor zwei Tagen mit der Droge Crystal Meth erwischt wurde, verliere die Öffentlichkeit einen wichtigen und wirksamen Politiker, trauert Augstein. Er gesteht der Justiz zwar noch zu einen Rechtsbruch zu ahnden, dieser dürfe aber nicht den Verlust der politischen Existenz bedeuten, findet Augstein.

Wenn der Besitz einer minderen Menge einer illegalen Substanz solche Folgen habe, laufe etwas schief, denn unsere Drogenpolitik sei widersinnig, unwirksam und kontraproduktiv, so Augstein in einer Stellungnahme.

Auch wenn es wohl eher viel wahrscheinlicher ist, dass Beck nicht selber konsumiert hat, sondern die Drogen braucht, um kleine Jungs sexuell gefügig zu machen oder auch als Bezahlung für schon etwas größere, was nicht minder strafbar oder gar widerwärtiger wäre, so wird dennoch andersrum ein Schuh draus: Wenn Straftaten nicht dazu führen, dass Politiker ihre Ämter verlieren, dann wird aus einer demokratischen Republik ein Bananenstaat. Wir haben schon multikriminelle rechtsfreie Räume in unseren Straßen, wir brauchen den legitimierten Rechtsbruch nicht auch noch offiziell in den Regierungsbänken. Aber der Salonantisemit Augstein kann sich ja vielleicht mit Beck einmal ganz privat zu einer ReichsCrystalnacht treffen, um ihn zu trösten. (lsg)

rockstar_beck

(Karikatur: Wiedenroth)