Junge Union: Mit NSDAP-Plagiat gegen AfD

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Angesichts der zu erwartenden historisch schlechten Ergebnisse bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg am kommenden Sonntag, scheinen bei der zum Merkel-Klatschverein reduzierten CDU die Nerven endgültig blank zu liegen. Während Julia Klöckner in Rheinland-Pfalz versucht, mit wirren Tweets die seit Jahren, auch durch ihre Partei, als rechtsradikal verschmähten, von der Union zur AfD abgewanderten Wähler, in letzter Sekunde zurückzugewinnen, hat die Junge Union noch eine „bessere“ Idee gehabt.

(Von Buntlandinsasse)

Nach den großen Erfolgen der AfD bei den Kommunalwahlen in Hessen, die stark zu Lasten der Union gingen, postete die Jugendorganisation der CDU, die sich rhetorisch seit Jahren zunehmend Jusos und Grüner Jugend annähert, das oben links zu sehende Bild auf ihrer Facebook-Seite. Offenbar hat man sich dabei einer historischen Vorlage bedient. Dass diese Vorlage ausgerechnet ein Plakat der NSDAP aus dem Jahre 1940 ist (Bild rechts), wirft durchaus Fragen über Motivation und Gesinnung des Erstellers auf. Natürlich könnte es sich um einen Zufall handeln. Allerdings ist die Ähnlichkeit so frappierend (Gleicher Ausschnitt des Unterarms, gleicher Winkel, fast identisch geballte Faust), dass es eher unwahrscheinlich erscheint, dass dem Ersteller der JU-Grafik das NSDAP-Plakat nicht bekannt war. Verstärkt wird diese Annahme dadurch, dass die Junge Union via Facebook und Twitter seit Tagen mehrfach durch Nutzer auf diesen „fauxpas“ aufmerksam gemacht wurde. Weder wurde das Bild entfernt, noch gab es eine Entschuldigung oder auch nur irgendeine Form der Reaktion. Man muß also davon ausgehen, dass der JU dieser Sachverhalt durchaus bekannt ist, aber sie nicht zu stören scheint.

Auch Politiker der CDU wurden in sozialen Netzwerken aufgefordert, doch mal genauer hinzuschauen, welcher Mittel sich ihre Jugendorganisation bedient. Auch hier gab es nicht eine Reaktion. Das ist schon bemerkenswert angesichts der Tatsache, dass auch die Union sich gerne daran beteiligt, von den Medien losgetretene (Nazi-)Säue durchs Dorf zu treiben, wenn es die AfD betrifft. Man erinnere sich hier an die Hysterie nach der Benutzung des Wortes „entartet“ durch den ehemaligen AfD-Vorsitzenden Bernd Lucke, dem man das noch zwei Jahre später in jeder Talkshow unter die Nase rieb. Nicht auszudenken, die Junge Alternative hätte so ein Plakat angefertigt. Die Schlagzeilen der nächsten drei Wochen plus Sondersendungen im Staatsfunk wären garantiert.

Vielleicht könnte eine höhere Anzahl an Nachfragen die Junge Union zu einem Statement veranlassen. Oder man fragt direkt bei der Mutterpartei mal an, ob sie solche Methoden gut heißt.

Kontakt:

» ju@junge-union.de
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