Leipzigs Polizeipräsident ein Polit-Aktivist

MerbitzAm Freitag Abend lief um 22 Uhr im SWR die Talksendung NACHTCAFé zum Thema „Rücksichtlos und verroht – Zivilgesellschaft unter Druck?“. Als Gast saß der Leipziger Polizeipräsident Bernd Merbitz (Foto) in der rein gutmenschlich besetzten Talkrunde. In Uniform (!) erzählte er stolz, wie er sich beispielsweise gegen Legida einsetzt. So warne er Bürger immer wieder davor, dort hinzugehen. Sogar Polizistenkollegen, die sich die Reden dort in zivil anhören wollten, habe er von der Kundgebung weggeschickt. Das frühere SED-Mitglied beklagt eine regelrechte „Pogromstimmung“ gegen Asylbewerber, es gebe einen „gefährlichen Rechtsruck“ in der Gesellschaft und es sei schon „fünf nach Zwölf“, um darauf zu reagieren. Die AfD sei eine „Verarsche der Leute“. Starken Tobak lieferten aber auch andere Teilnehmer dieser öffentlich-rechtlichen Volksdressursendung.

(Von Michael Stürzenberger)

EhningerSo behauptete der Mediziner Prof. Gerhard Ehninger (l.), der in Dresden eine Anti-Pegida-Demo mit Grönemeyer organisierte, dass die AfD-Führung „Frauen und Kinder erschießen lassen“ wolle, wenn sie die Grenze überschreiten. Außerdem sagte er wörtlich, dass Lutz Bachmann „ein Kleinkrimineller, Drogendealer, Unterhaltszahlvermeider und Hetzer dazu ist“. Dass Bachmann dies alles keineswegs mehr „ist“, sondern möglicherweise das eine oder andere davon einmal „war“, unterscheidet der Herr Professor ganz offensichtlich nicht.

Speidel

Die reine Verkörperung total verstrahltem und realitätsbefreitem Gutmenschentums ist die in die Jahre gekommene Schauspielerin Jutta Speidel (Foto oben). Sie meinte allen Ernstes, dass wir „alle Flüchtlinge aufnehmen“ könnten, sie „eine riesengroße Bereicherung“ darstellen, „wenn wir alle offen sind“ und sie „wunderbare Traditionen aus ihrem Land“ hätten. In Berlin höre sie zwar kaum mehr deutsch, aber das sei „egal“.

Grill

Journalist Markus Grill (Foto oben), Chefredakteur des Recherchezentrums „Correctiv“, das den AfD-Programmentwurf veröffentlicht hat, verortet in der AfD „radikalisierte Rentner“, „Nazis“ und „in der Unterschicht deklassierte Leute“. Hier eine 15-minütige Zusammenfassung der übelsten Passagen dieser von doppelbödiger Bessermenschenmoral und Heuchelei nur so triefenden Erziehungssendung:

Festzuhalten ist: Ein Polizeipräsident unterliegt genauso dem Neutralitätsgebot wie ein Bürgermeister. Dass sich Bernd Merbitz in Uniform in eine solche Sendung setzt und den „Kämpfer gegen Rechts“ abgibt, einseitig Partei gegen AfD, Pegida und Legida ergreift sowie Einfluss auf Bürger ausübt, die sich Kundgebungen dieser Gruppierungen unvoreingenommen ansehen möchten, verstößt entschieden dagegen. Der frühere Volkspolizist erwähnt auch mit keinem Wort die guerillamäßigen Angriffe von Linksfaschisten auf die Leipziger Polizei, sondern schwadroniert ausschließlich über die vermeintliche „rechte Gefahr“. In einem Antifa-Trupp wäre der Typ wohl besser aufgehoben.

Merbitz-2

Die ganz Harten können sich in der SWR-Mediathek die gesamte 90-minütige Sendung antun.

Kontakt zum Polizeipräsidium Leipzig:

» poststelle.pd-leipzig@polizei.sachsen.de