Schornsteinfeger dulden keine AfD-Mitglieder

So wie es in der Nazizeit schick war, Juden aus allen möglichen Teilhaben am gesellschaftlichen Leben zu entfernen, noch lange vor den „Rassegesetzen“, so wetteifern auch heute alle Vereine, die etwas auf sich halten, darum, möglichst schnell judenfrei AfD-frei zu werden. Nach einem Fanclub des BVB ist es jetzt der Verband der Schornsteinfeger, der sich von unliebsamen Mitgliedern trennen will. Recht unverblümt stellt David Villmann die AfD in eine Reihe mit Nazis. Er beginnt seine Hetze in der Märzausgabe der Fachzeitschrift „Schornsteinfeger“ mit folgender Einleitung:

schorn_rechtsLiebe Kolleginnen und Kollegen,

die schrecklichste Zeit für alle Gewerkschaften in Deutschland und natürlich auch für den Zentralverband Deutscher Schornsteinfeger e.V. – Gewerkschaftlicher Fachverband (ZDS), war die Zeit von 1933 bis 1946 [???, PI].

Damals wurden unter dem Regime von Adolf Hitler Gewerkschaften verboten und deren Funktionsträger und Anhänger verfolgt und getötet. Durch die Rationalisierung der NSDAP [???, PI] dauerte es lange, bis sich das Land und auch die Gewerkschaften wieder davon erholen konnten. Mit Bedauern muss ich deshalb feststellen, dass Teile der Bürgerinnen und Bürger nicht nur in der Bundesrepublik Deutschland, sondern auch in europäischen Nachbarländern wieder auf dem besten Weg zu einem ähnlichen Regime sind.

Heute schauen wir als Gewerkschaft besorgt auf die Ergebnisse der kürzlich stattgefundenen Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Dort erreichte die sogenannte Alternative für Deutschland (AfD) fast 25 % der Wählerstimmen […].

Mal abgesehen von zweifelhaften Geschichtskenntnissen und Ausdrücken, die er vermutlich selbst nicht versteht und falsch abgeschrieben hat („Rationalisierung der NSDAP“), bringt David Villman („Vorstand Finanzen / Verwaltung“)  hier nichts als krude Belege für seine diffuse These, Deutschland sei auf dem Weg in die Nazi-Diktatur. Er meint, das wäre so,

– weil die AfD den Klimawandel „leugne“,
– weil Atomkraftwerke betrieben werden sollen,
– weil traditionelle Geschlechterrollen bewahrt und
– Genderstudien „verboten“ werden sollen.

Im Gegensatz zu den „populären Parteien“ sei von Innovationen bei der AfD keine Rede und auch nicht von „Ideen“. Außerdem biete die AfD im Gegensatz zu den „populären Parteien“ keine sinnvollen Lösungen.

David, du als Schornsteinfeger, sag mal: Ist Merkel und ihr seit September laufendes Programm („Wir schaffen das“) denn „innovativ“, ist es „eine Idee“ oder eine „sinnvolle Lösung“? Oder alles zusammen?

Sodann wüssten wir gerne, David,

– Wie viel CO2 erzeugt ein Atomkraftwerk? Unterstützt es die von dir befürchtete Erderwärmung oder verhindert es sie?
– Wie viele Atomkraftwerke gibt es auf der Welt? Und wenn jedes Atomkraftwerk ein Indikator für Nazis ist, David, wie viele Nazistaaten gibt es dann auf der Welt?
– Woher, David, kommt der Kohlenstoff, der beim Verbrennen zum CO2 wird, wie kommt der ins Holz, das wir nicht mehr verbrennen sollen? Oder in die Kohle, David? Wo war der Kohlenstoff vorher? Denk mal nach, so als Schornsteinfeger.
– Und schließlich: Was sind „traditionelle Geschlechterrollen“? Und waren wir alle Nazis, weil wir lange Zeit in ihnen lebten, David?

Viele Fragen. Aber ob du eine einzige davon selbst beantworten kannst? Ganz allein? Ich glaube, da sehen wir schwarz.

Kontakt:

Zentralverband Deutscher Schornsteinfeger e.V.
David Villmann (Foto l.)
Konrad Zuse Straße 19
99099 Erfurt
Tel.: 0361 78951-0
info@zds-schornsteinfeger.de




Kauder: Weiter auf Kurs Richtung Untergang

kauderUnionsfraktionschef Volker Kauder, der sich auf Kosten Deutschlands die „Menschlichkeit“ von rund 15 Millionen Invasoren leisten will, stärkt seiner Chefin trotz der jüngsten Wahlschlappen unbeirrt den Rücken. Mehr als die Hälfte der Deutschen finden Merkels „Flüchtlings“politk schlecht, das interessiert aber weder sie noch ihren Kettenhund. Anstatt auf die Wähler in deren Sinn zu reagieren, erklärt er in einem dpa-Interview: „Angela Merkel und ich werden unsere Flüchtlingspolitik nicht ändern. Wir müssen den Leuten sagen, wir wollen dieses Europa stark halten, weil es uns nicht zuletzt den Frieden sichert.“

(Von L.S.Gabriel)

Welchen Frieden meint er denn? Den in unseren Straßen, wo gemessert und vergewaltigt wird wie nie zuvor? Oder den auf unseren Schulhöfen und in den Klassenzimmern, wo deutsche Schüler nun nicht nur von schon hier geborenen Migrantenkindern, sondern auch noch von einer Flut MUFLs beschimpft, geschlagen, getreten und abgezockt werden? Oder meint er die Bombenstimmung in europäischen Großstädten, wo es dank dieser unveränderlichen „Flüchtlings“politik bald zugeht wie in Bagdad?

Wenn sich an dieser „Flüchtlings“politik nichts verändert, dann wird diese gewissenlose, selbstherrliche Invasionsbeförderungs-Politik Deutschland und Europa verändern und zwar in einem Ausmaß und mit Auswirkungen, die sich selbst Ignoranten wie Kauder und narzisstische Persönlichkeiten wie Merkel nicht mehr schönreden werden können. Dass solche Leute dann nichts mehr zu sagen haben werden, wird für Land und Bürger nur ein schwacher Trost sein.




Roland Baader: Der Stolz des freien Mannes

arbeitssklaveFreiheit lebt und überlebt nur dort, wo sie in den Herzen der Menschen fest, tief und kompromißlos verankert ist. Man vergleiche diese Haltung, diesen Stolz des freien Mannes, mit der Einstellung jener erbärmlichen Kreatur, die heute an der Hundeleine des Wohlfahrtsstaates geht:

Dieses Hausschwein der sozial-sozialistischen Massentierhaltung rackert sein halbes Leben fürs Finanzamt und für die Sozialversicherungs-Maschinerie (das heißt für einen sinnlosen Verschwendungsapparat und dessen Funktionäre), dokumentiert tagein tagaus jede seiner Regungen mit Steuerbelegen, baut sein Haus nach den Konstruktionsmerkmalen eines Karnickelstalls, um nicht aus den skalischen Vergünstigungen zu fallen, zahlt ein Drittel seines Lebenseinkommens in die Kassen von (als «Versicherungen» getarnten) Manipulationsorganisationen, läßt sich seine Tages-, Wochen- und Lebensarbeitszeit samt seinem Lohnbetrag von Syndikaten vorschreiben, läßt sich seinen Arbeitsplatz von einer Monopolbehörde vermitteln und seine Kinder in Gesamtschulen mit der Strategie «Gleichschaltung des Verdummungsgrades» versauen, ja richtet gar noch die Zahl seiner Nachkommen nach Mutterschafts- und Kindergeld, nach Steuerklasse und Bausparprämien-Zuschuß ein, hetzt seine Ehefrau in irgendein stumpfsinniges Beschäftigungsverhältnis, um mit der sozialisierten Doppelrente seine eigenen Kinder auszubeuten, steht um Almosen an, wie Wohngeld- und Heizkostenzuschuß, Weihnachtsfreibetrag und Kantinenessen-Zulage, um Kilometerpauschale, Sparprämie und Umschulungshilfe, kurz: läßt sich einen Bruchteil dessen, was man ihm genommen und was er selbst erarbeitet hat, als gnädigen Bettel zuweisen – und fühlt sich dabei auch noch als freier Mann mit aufrechter demokratischer Gesinnung.

(Gefunden auf deutscherarbeitgeberverband.de)




Deutungshoheit und die verzweifelten FAZkes

faz_woerterDie FAZkes drehen wieder mal durch. Unter dem Titel „Das Wörterbuch der Neuesten Rechten“ will man den Lesern nach dem Motto „Was nicht passt, wird passend gemacht“ die Sprache von AfD und PEGIDA erklären. Plötzlich wird schon das Wort „Realität“ an sich zum Kampfbegriff, weil man jene, die sich ihr verweigern, damit zu konfrontieren versucht. Auch das Wort „Geschichte“ ist jetzt Autobahn, denn wenn PEGIDA es verwendet, dann nur, um den Nationalsozialismus zu verschleiern. Ein verzweifelter und misslungener Versuch der FAZ, sich an der Deutungshoheit festzuklammern. (lsg)




HP Raddatz über die Islamisierung Europas

Nach dem Credo der Verantwortlichen kann der Import des Islam die europäischen Gesellschaften nur bereichern, befruchten und erneuern. Wer das bezweifelt, wird sogleich als „Rassist“ und „Faschist“ ins Eck gestellt. Mit den Anschlägen von Paris und Brüssel sowie dem Zustrom von Menschen aus dem Orient wurde die politisch-soziale Landschaft Europas einmal mehr nachhaltig aufgewühlt. Angesichts des reflexhaften Mediengetöses scheint es dabei nützlich, die „Verantwortlichen“ des Geschehens, die Funktionseliten in den Institutionen und ihre Verhaltensmuster in einen etwas distanzierteren Blick zu nehmen.

(Von Dr. Hans-Peter Raddatz, im Original in der „Presse“ v. 6.4.16)

Denn längst fällt die Beschränktheit der öffentlichen Diskutanten auf, die sich einer einheitlichen Floskelsprache bedienen und aggressiv werden, sobald sich Kritik an ihrem Projekt der Islamisierung Europas regt. Dies speziell, seit die EU den Islam mit dem Mekka-Manifest der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) von 2005 zum „Miteigner Europas“ erklärte (Bat Ye’or, „Europa und das kommende Kalifat“).

Entrechtung und Enteignung

Das Papier regelt die Ausbreitung des Islam, die mit Moscheenetzen, Attentaten in Europa, Christenverfolgungen im Orient, Nutzung europäischer Führer und Aktionen gegen Israel strikt dem Koran folgt.

So fungiert der „Kulturdialog“ der Funktionseliten als Propaganda für ein Diktat des Islam, das den EU-Bürgern einen als Toleranz verkleideten Generalverzicht auf „Besitzstände“ auferlegt. Dabei geht es um den Abbau von Rechten auf gesellschaftliche Mitbestimmung und auf Mitverfügung über Gemeinwohl und Staatsvermögen, das beim Aufbau der Nachkriegsdemokratien erarbeitet wurde und das nun in Österreich und Deutschland vergleichbar konsequent zugunsten muslimischer „Miteigner“ aufgelöst wird.

Den kritischen Teil der Öffentlichkeit beschäftigt die Frage, wie in der Demokratie eine solche Entrechtung und Enteignung vertretbar ist, wobei die „Verantwortlichen“ die Forderung nach Mitsprache bei den Wahlprogrammen als „Volksverhetzung“ ausweisen. Diese Radikalisierung erzwingt ihrerseits die plakative Kennzeichnung der Gefühlsklischees und Denkverbote, die im Spiegelreflex der Volksvertreter und institutionellen Führungsebenen freilich als „demokratische“ Politik erscheinen.

Wenn der Papst Muslimen die Füße küsst und seinen „Gläubigen“ empfiehlt, den Koran „richtig zu lesen“, ist er ebenso nivellierend unterwegs wie die scheinsäkularen Propaganda-Kader der Institutionen, deren Credo den Islam zwischen „Religion des Friedens“ und „Wiege der Wissenschaft“ einebnet. Da islamische Gewalt als „Missbrauch des Glaubens“ gilt, lässt sich Europas totalitäre Tradition rehabilitieren, indem die Religionsfreiheit die koranischen Machtlizenzen schützt.

Dem folgte der deutsche Innenminister, dem zufolge „die Festnahme von islamistischen Attentätern die Terrorgefahr erhöht“ (Phoenix, 24. 3.), denn bekanntlich kommen die Taten nicht von den Terroristen, sondern von Allah, „der ihre Hand führt“ (8/17).

(Fortsetzung auf diepresse.com)




Akif Pirinçci über sein neues Buch „Umvolkung“

pirincci_umvolkungIn wenigen Tagen erscheint im Verlag Antaios das neue Buch von Akif Pirinçci: „Umvolkung. Wie die Deutschen still und leise ausgetauscht werden“ (160 S., 14 €), kann hier oder hier (Paketangebot!) bereits vorbestellt werden. Anläßlich der Publikation und eines neuerlichen Angriffs von Linksextremisten auf das Wohnhaus des Autors sprach Götz Kubitschek (Sezession) mit ihm.

SEZESSION: Die Antifa hat Ihr Wohnhaus attackiert, doch die Presse greift lieber Sie an – ist Bonn wiedermal von Sinnen?

AKIF PIRINCCI: Nicht nur Bonn ist von Sinnen, sondern das ganze Land. Ein Teil der Deutschen hat den Verstand verloren. Und die Oberbekloppten sind die von den Mainstream-Medien, welche diese gewaltige muslimische Invasion als so eine Art Arbeitsmigration darstellen wollen, wie es bei meinen Eltern der Fall war. Das Blöde: Weniger und weniger Leute kaufen ihnen das ab, da der Sachverhalt nicht mehr ein politischer Feuilleton-Diskurs wie in früheren Zeiten ist, sondern für jeden sichtbar bekopftucht und verschleiert und grapschend und vergewaltigend durch die Straße läuft. Da auch die Journalisten-Darsteller das wissen, versuchen sie Leute wie mich, die Klarheit in die Angelegenheit bringen, als den wirklich Schuldigen zu verleugnen.

SEZESSION: Mediale Hetze, direkte Angriffe der Antifa: das geht an Ihre materielle Existenz…

AKIF PIRINCCI: Es ist doch den Leuten egal, ob ich wegen dieser Farbattacke auf einem Schaden von Tausenden Euro sitze – war doch nur ein dummer Streich von Lausebengeln. Gar nicht egal ist es ihnen jedoch, wenn der Geschädigte daraufhin auf das Hauptquartier dieser Antifabübchen, einem kommunistischen Buchladen namens „Le Sabot“ in der Bonner Altstadt hinweist, von wo diese Art der Gewalt ausgeht. Und megaempörend ist auch, wenn man auf die für jeden bekannte Tatsache aufmerksam macht, daß diese SA des politischen Grün-links-Establishments direkt oder indirekt und unter dem Deckmantel von „Gegen rechts“ üppig alimentiert wird. Da kriegen alle die Schnappatmung. Das heißt: nicht alle, nur die Scheinheiligen.

SEZESSION: In den letzten zwei Jahren standen Sie permanent im Kreuzfeuer derartig scheinheiliger und linksradikaler Agitation. Sie haben mit Deutschland von Sinnen 2014 offenbar eine langanhaltende Lawine ausgelöst, auch „Die große Verschwulung“ ist noch relativ frisch auf dem Markt – weshalb nun das nächste Buch mit dem Titel Umvolkung?

AKIF PIRINCCI: Der Grund ist Ihr Stichwort Lawine. Im letzten Jahr hat sich in diesem Land lawinenmäßig viel getan. Selbstverständlich war auch davor eine Umvolkung durch vornehmlich morgenländische Neubürger im Gange, flankiert und gefördert von einer grünlinks versifften Willkommensideologie der Steuergeldschmarotzer, Geschwätzwissenschaftler, extra dafür eingerichteten Umvolkungsinstitutionen, der Migrantenindustrie und last not least der Blockpartei CDUSPDGRÜNEFDPLINKE.

(Weiter auf sezession.de)




Sonntag bundesweite Türken-Aufmärsche

graue_woelfeTürkische Nationalisten wollen am kommenden Sonntag bundesweit gegen die kurdische Befreiungsbewegung und die Arbeiterpartei Kurdistans, PKK, auf die Straße gehen. »Die türkische Community in Deutschland will die Sache nun selbst an sich reißen«, heißt es drohend in einem Aufruf zu einem sogenannten »Friedensmarsch für die Türkei und EU«. Schon diese Titulierung erscheint als Täuschung der deutschen Öffentlichkeit, ebenso wie die deutsche Bezeichnung der zeitgleich für Hamburg, Frankfurt am Main, Stuttgart, Nürnberg, München, Köln und Hannover angekündigten Aufmärsche als »Protest gegen den Terror der PKK und des IS«.

Denn der türkischsprachige Aufruf ist überschrieben mit »Alles für das Vaterland – Märtyrer sind unsterblich – Das Vaterland ist unteilbar« und richtet sich offensichtlich nicht gegen die von Ankara unterstützten Dschihadisten des »Islamischen Staates« (IS), sondern gegen die kurdische Befreiungsbewegung. Unter solchen Losungen wird derzeit auch in der Türkei zu Demonstrationen mobilisiert, mit denen die Angriffe der Armee auf kurdische Städte propagandistisch begleitet werden.

[…] Für eine angeblich neue Gruppe dürfte es kaum möglich sein, gleichzeitige Aktionen in sieben Großstädten zu starten. Vielmehr dürfte die AKP-Regierung mit Hilfe des Geheimdienstes MIT im Hintergrund die Fäden ziehen. Auch das Angebot der AYTK, arbeits- oder wohnungslosen Türken oder türkischstämmigen Strafgefangenen in Deutschland soziale und rechtliche Unterstützung zukommen zu lassen, deutet auf eine starke, mit dem türkischen Staat verbundene Struktur hin.

Zu den Aufmärschen am Sonntag mobilisieren so der Regierung in Ankara nahestehende Verbände wie die AKP-Lobbyorganisation UETD, der mit dem staatlichen Religionsamt verbundene Moscheendachverband DITIB, aber auch offen neufaschistische Gruppen wie die Grauen Wölfe.

(Auszug aus einem Artikel der Jungen Welt. Wo bleiben die Aufrufe zur Gegendemo der „breiten Bündnisse gegen rechts“, wenn in Deutschland türkisch-imperialistische Nationalisten versuchen, ihr Revier zu markieren? Sämtliche im Artikel genannten türkischen Organisationen sind extrem deutschfeindlich und sehen Deutschland als türkische Kolonie an. Erst Ende März kam es in Duisburg bei einem Aufmarsch türkischer Rassisten zu Ausschreitungen mit der Polizei, PI berichtete hier)




De Winter: Europas Moslems hassen den Westen

Die erste Reaktion auf die Brüsseler Massaker unter postmodernen europäischen Intellektuellen war vorhersehbar: Was haben wir, die Europäer, für unsere Moslems getan? Wie konnten Anhänger einer Religion, die stolz „die Religion des Friedens“ genannt wird, diese Art von Verbrechen begehen?

(Von Leon de Winter / Im Original auf politico.eu / Übersetzung: Prabel)

Leute wie Peter Vandermeersch, der belgische Chefredakteur der niederländischen Zeitung NRC-Handelsblad und der belgische Autor David Van Reybrouck kommen zur intellektuellen Argumentation, daß Belgien das Schreckliche verdient hat, weil es getan werden mußte. Ihre Argumentation: Die Wut der Terroristen im Gebiet des Westens müßte eine Reaktion auf ihre unmenschliche Behandlung sein.

Also, wir beschuldigen uns, um schuldlos zu bleiben. Es ist sicherer unsere eigenen Gesellschaften und sozio-ökonomischen Bedingungen verantwortlich zu machen, als die religiösen und kulturellen Konzepte verantwortlich zu machen, mit denen Terroristen ihre eigenen Gedanken vergiften.

Berichten zufolge beträgt die Zahl der Arbeitslosen in Brüssels berüchtigtem Viertel Molenbeek – bezeichnet heute als das Dschihad-Treibhaus Europas – 30 Prozent. Dies ist eine relativ hohe Zahl in Westeuropa, aber nicht ungewöhnlich in den südlichen Ländern Europas oder der arabischen Welt. Es gibt Armut in Molenbeek, aber die Armut ist relativ. Es gibt keinen Hunger, keine Obdachlosigkeit, keinen Mangel an medizinischer Infrastruktur, keinen Mangel an Schulen.

Im Vergleich zum durchschnittlichen Lebensstandard in Marokko oder Ägypten ist der durchschnittliche Lebensstandard in Molenbeek bequeme Mittelklasse. Wie in jedem anderen westeuropäischen Land bieten viele belgische Institutionen und Organisationen Unterstützung wenn die Familien eine Wohnung brauchen, Nahrung, Bildung und Gesundheitsversorgung. Chancen für den Erfolg und zu einem angesehenen Mitglied der Gesellschaft zu werden, sind unzählige im Vergleich zu denen, die in vielen Einwandererherkunftsländern existieren. Dennoch gibt es tiefe Verstimmung unter der jüngeren Generation der Einwanderer in marokkanischen Familien.

Einwanderung in die Niederlande aus Marokko und der Türkei ist ein teures Phänomen für den Steuerzahler: In dem modernen Sozialstaat sind Einwanderer abhängiger vom Wohlfahrtsstaat als der durchschnittliche Bürger. Wegen eines Mangels an Hochschulbildung und des Fehlens von nicht-qualifizierten Arbeitsplätzen absorbieren Einwanderer einen höheren Teil der Zahlungen für soziale Sicherheit als der durchschnittliche Bürger. Als Gruppe, erhalten sie mehr Geld, als sie an Steuern zahlen. Sie zeigen auch viel höhere Werte in der Kriminalstatistik auf, als ihre Zahl rechtfertigen würden. Es gibt viele Erfolgsgeschichten, aber es gibt auch enttäuschende Trends. Wie Radikalisierung. Und die Situation in Belgien ist noch schlimmer.

* * *

Es ist keine Frage, dass die Arbeitslosigkeit unter den muslimischen Einwanderern viel höher ist als in der breiten Öffentlichkeit. Es gibt zwei mögliche Erklärungen.

Die erste geht in etwa so: Das belgische Volk ist furchtbar fremdenfeindlich und anti-marokkanisch und leugnet, daß marokkanische Nachbarn Chancen haben, im Leben erfolgreich zu sein. Aber wenn dies der Fall wäre, kann die Theorie auf jedes westeuropäische Land angewendet werden. Die Arbeitslosenzahlen für die marokkanischen und anderen muslimischen Migranten in Europa sind deutlich höher als der Durchschnitt. Dies würde darauf hindeuten, dass die europäische Fremdenfeindlichkeit unerträgliche Ausmaße erreicht hat. Warum wählen Moslems in Gesellschaften zu bleiben, die so tiefe Respektlosigkeit für ihre Migrationsbevölkerung zeigt? Weil sie wissen, dass ein arbeitsloser Bürger in einem europäischen Wohlfahrtsstaat der Ungläubigen ein besseres Leben hat, als ein beschäftigter Bürger im frommen Marokko?

Die Vorstellung, daß marokkanische Einwohner von Belgien unter weit verbreiteter Ausgrenzung leiden, diskriminiert und unterdrückt werden ist lächerlich – und doch völlig akzeptabel unter der politisch korrekten Menge. Das Leben in Belgien ist außergewöhnlich gut und sicher für Migranten – wenn sie bereit sind, sich in ihre neue kulturelle Umgebung zu integrieren, wenn sie bereit sind, als Individuen zu handeln, zu studieren mit Leidenschaft und Offenheit, und wenn sie das säkulare System des Westens akzeptieren.

Es gibt überhaupt keinen Unterschied im sozio-ökonomischen Status zwischen Jugendlichen aus einem Arbeitermilieu mit belgischem Hintergrund und Jugendlichen aus einem moslemischen Migrationshintergrund. Beide haben zu kämpfen, um die schwachen sozio-ökonomischen Familiensituationen zu überwinden. In Spanien erreicht die Jugendarbeitslosigkeit 50 Prozent und der Wohlfahrtsstaat ist weniger entwickelt als in Belgien, aber der spanische Bürger sprengt sich nicht in der U-Bahn-Stationen in die Luft.

Die andere Erklärung für die hohen Arbeitslosenzahlen unter den Moslems in Europa hat nichts mit Ausgrenzung und Diskriminierung zu tun. Ein großer Teil der Migrationsbevölkerung tut ganz gut, aber eine beträchtliche Anzahl – manche sagen, so viel wie 50 Prozent – haben sich nicht von den geistigen und kulturellen Bedingungen ihres Heimatlands in seinem „Entwicklungsland“-Status befreit. Die Verweigerung gleicher Rechte für Frauen, die fehlende Trennung von Staat und Kirche, schlechte Erziehung, übermäßige Religiosität, patriarchalische Männervorherrschaft – diese sind alle auf dem Display in Gebieten mit einem hohen Anteil an Migranten, einschließlich Molenbeek.

Im Dezember 2013 veröffentlichte Professor Ruud Koopmans des Berliner Social Science Center eine Studie über „Fundamentalistische und Ausgrenzungs-Feindseligkeit“, in der er Feindseligkeit gegenüber den moslemischen Einwanderern mit der Feindschaft der christlichen Eingeborenen in Westeuropa verglich. Er schreibt: „Fast 60 Prozent stimmen zu, dass die Muslime zu den Wurzeln des Islam zurückkehren sollten, 75 Prozent denken, es wäre nur eine Interpretation des Korans möglich, die jeder Muslim einhalten solle und 65 Prozent sagen, dass religiöse Regeln für sie wichtiger sind als die Gesetze des Landes, in dem sie leben. In Bezug auf die christlichen Bürger kommt er zu dem Schluss: „Weniger als vier Prozent können als konsistente Fundamentalisten charakterisiert werden“.

Zu Hass auf Juden und Homosexuelle unter der europäischen moslemischen Bevölkerung findet Koopmans: „Fast 60 Prozent lehnen Homosexuelle als Freunde ab und 45 Prozent glauben, dass man Juden nicht trauen kann. Während etwa ein Fünftel der Eingeborenen als islamophob gelten, muß die Höhe der Phobie gegen den Westen unter den Muslimen in Betracht gezogen werden – für die es seltsam genug dort kein Wort gibt; man könnte sie ‚Occidentophobia‘ nennen – sie ist noch viel höher, 54 Prozent glauben, dass der Westen den Islam zerstört, während der christliche Hass gegenüber den Muslimen sich bei rund 10 Prozent einpegelt.

„Occidentophobia“ ist ein interessanter Begriff. Er drückt eine Weigerung aus, die wesentlichen Konzepte des Lebens im Westen zu übernehmen. Junge Männer, wie die Täter der Brüsseler Angriffe haben sich geweigert, die sozialen Codes des belgischen Lebens zu übernehmen. Sie haben die Idee, daß ihre religiösen Ethik über die Ethik der Ungläubigen überlegen ist. Ihr zweitklassiger sozioökonomischer Status war daher ein erniedrigender Affront, eine Entwürdigung, die vernichtet wurde.

Die Integration von Moslems in Europas Gesellschaften ist erfolgreich, wenn die Muslime bereit sind, auf die geistige Einbindung in ihre Heimatländer zu verzichten – Länder, lassen Sie uns das nicht vergessen, die sie auf der Suche nach einem besseren Leben verlassen haben. Denn solange sie sich der Anpassung an einen europäischen Geisteszustand verweigern, werden sie Ressentiments und eine Kultur der Gewalt verewigen.

Was haben „wir“ für „sie“ zu tun? Wir eröffnen unsere Städte, unsere Häuser, unsere Portemonnaies. Und in unseren säkularen Tempel des Fortschritts – unseren U-Bahn-Stationen und Flughäfen und Theatern töten ihre Söhne sich selbst, und unsere Söhne und Töchter mit ihnen. Es gibt nichts, für was wir uns entschuldigen müssen. „Occidentophobia“ entstand in der moslemischen Gemeinschaft. Wir müssen fordern, sie zu verlassen.


dewinterLeon de Winter, 62, ist ein niederländischer Schriftsteller und Filmemacher. Zu seinen Romanen gehören „Das Recht auf Rückkehr“ und „Der Himmel über Hollywood“. Nach den Anschlägen des 11. September 2001 machte er durch dezidiert islamkritische Texte und pro-israelische Standpunkte von sich reden.