Null Gefängnis statt Null-Toleranz für Raser

raserIn Köln ging letzte Woche der Prozess gegen die türkischen Totraser Erkan F. und Firat M. mit einem skandalösen Urteil zu Ende: Obwohl die beiden bei ihrem wahnwitzigen Autorennen mitten durch die Stadt die 19jährige Studentin Miriam S. auf ihrem Rad überfahren und getötet haben, müssen sie für keinen einzigen Tag ins Gefängnis. Ein Leben wurde sinn- und rücksichtslos ausgelöscht – und die beiden Täter verlassen ohne ein glaubhaftes Zeichen von Reue den Gerichtssaal als freie Männer.

Schon direkt nach dem Unfall hatte sich gezeigt, wessen Geistes Kind die Täter sind: Firat M. hatte sich gegenüber der Polizei mehr um seine Felgen besorgt gezeigt, als um Miriam S., die zu diesem Zeitpunkt noch schwerstverletzt in einem Graben lag, bevor sie nach drei Tagen im Koma verstorben ist.

In Köln und anderswo sind solche rücksichtslosen Autorennen leider schon lange keine Einzelfälle mehr. Schon vor einigen Jahren wurde ausgerechnet der Sohn des Kölner Alt-Ob „Türkenfritz“ Schramma ebenfalls von einem türkischen Raser bei einem illegalen Wettrennen totgefahren. Immer wieder stellen sich bei solchen Delikten besonders junge „Südländer“ als Täter heraus, während es bei den Opfern unterschiedslos jeden treffen kann. Die Strafen sind dagegen nicht nur in Köln meistens lächerlich gering und wenig abschreckend.

Die Kampagne von Polizei und Stadt Köln (Foto), für angeblich „Null Toleranz für Raser“ in der Stadt, könnte zumindest nicht schlimmer konterkariert werden als mit solchen Urteilen. Was übrigens auch in der Bevölkerung von vielen so gesehen wird. In Köln brodelte es hörbar in den Tagen nach dem Urteil, selbst die Leserbriefseiten des ansonsten so Multikulti- und Täter-verständnisvollen DuMont-Flaggschiffes „Kölner Stadt-Anzeiger“ quollen über mit empörten Kommentaren.