Rathaus Köpenick: Kunstzensur wegen Moslems

rathaus_koepenickMeinungs-, Presse- und Kunstfreiheit sind Errungenschaften, die hart erkämpft wurden. Jetzt stehen sie beinahe täglich zur Disposition. Sei es, weil sich fremde Despoten Staatsoberhäupter oder kulturfremde „Neubürger“ beleidigt fühlen, weil Meinungsdiktatoren sich berufen fühlen zu entscheiden, was gesagt oder geschrieben werden darf oder auch nur aus vorauseilender Unterwerfung zugunsten fremder Wertvorstellungen oder pseudoreligiösen Irrsinns. Universitäten schließen Ausstellungen, Volkshochschulen hängen Bilder ab und in Rathäusern werden wegen moslemischer Wahnvorstellungen Skulpturen verdeckt. Der jüngste Akt dieses traurigen Theaters um Islambefindlichkeiten spielt sich derzeit im Rathaus Köpenick ab. Um die „religiösen Gefühle“ von Moslems nicht zu verletzen, wurden jetzt Aktfotos (kl. Foto) einer Ausstellung abgehängt.

(Von L.S.Gabriel)

Seit Anfang März befindet sich im Rathaus Köpenick eine Ausstellung von 300 Bildern von 191 Fotografen aus Berliner und Brandenburger Fotoklubs. Nun wurde bekannt, dass Kulturamtsleiterin Annette Indetzki vom Fachbereich Weiterbildung, Schule, Kultur und Sport, Aktfotos zweier Künstler abgehängt hat, weil es Beschwerden gegeben habe. „Grund ist, dass es sich beim Rathaus um ein öffentliches Dienstgebäude handelt, das von den Bürgern in erster Linie wegen der Erledigung von Amtsgeschäften und selten gezielt zum Besuch einer Ausstellung aufgesucht wird“, wird Indetzki zitiert. Darüber hinaus kämen viele Menschen mit Migrationshintergrund ins Rathaus, deren religiöse Gefühle durch Aktfotos nicht verletzt werden sollten, so die unterwürfige Kulturamtsleiterin.

Vielleicht sollte Annette Indetzki jemand darüber in Kenntnis setzen, dass wir uns nicht in Riad oder Kabul befinden, Deutschland (noch) kein islamischer Staat ist und viel weniger als Bilder nackter Frauen, religiöse Gefühle in öffentlichen Dienstgebäuden etwas verloren haben. Schon gar nicht solche, die im Grunde nichts mit Religion, dafür aber umso mehr mit einer steinzeitlichen Gesetzgebung zu tun haben.

index

Kontakt:

Annette Indetzki
Leiterin des Amtes für
Weiterbildung und Kultur
Berlin-Köpenick
Hans-Schmidt-Str. 6/8
12489 Berlin
Tel.: (030) 90297-4952,
Fax: (030) 90297-4945,
E-Mail: annette.indetzki@ba-tk.berlin.de