Video: Erzbischof Woelki pro Islam, kontra AfD

Der Kölner Erzbischof Rainer Woelki hat sich am Sonntag in einem Video-Statement auf domradio.de gegen die faktisch belegten Argumente der AfD zum Islam ausgesprochen und sich solidarisch mit der seiner Meinung nach „friedlichen Weltreligion“ Islam erklärt, die keineswegs grundgesetzfeindlich sei – die AfD in seiner verschrobenen Sichtweise hingegen schon. Dieser Kirchenfunktionär sollte sich aus Dingen heraushalten, von denen er nichts versteht und sich besser für den Schutz von Millionen Christen einsetzen, die in islamischen Ländern massiv bedroht werden, als in die wichtige politische Arbeit zur Bändigung des Islams von einer ganz offensichtlich völlig unqualifizierten Seite aus hineinzugrätschen.

(Von Michael Stürzenberger)

katholisch.de berichtet auch über die politische Einmischung des Erzbischofs, der meint, dass man solche Alternativen wie die AfD „nicht brauche“:

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat die Aussage führender AfD-Politiker, wonach der Islam nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sei, scharf kritisiert. „Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Eine ganze Religion, ja, eine der großen Weltreligionen wird hier in gehässiger Absicht an den Pranger gestellt“, sagte er am Sonntag auf domradio.de.

Ein Blick ins Grundgesetz hätte gereicht, um festzustellen, dass in Deutschland Religionsfreiheit gelte, sagte Woelki. So dürfe niemand, weder Christen noch Muslime, aufgrund seines Glaubens diskriminiert oder verfolgt werden. „Wer Muslime, so wie die AfD-Parteispitze, verunglimpft, der sollte sich klar machen, dass Gebetshäuser und Moscheen hier genauso durch das Grundgesetz geschützt sind wie unsere Kirchen und Kapellen“, unterstrich Woelki. Der Islam sei genauso mit dem Grundgesetz vereinbar wie Judentum oder Christentum. „Hier lassen gläubige Muslime, Juden und Christen sich nicht auseinanderdividieren“, so der Kardinal.

Wer aber die grundgesetzlich garantierte Glaubens- und Religionsfreiheit infrage stelle, müsse sich selbst fragen, ob er mit seinen „angstschürenden Forderungen den Boden des Grundgesetzes nicht längst verlassen“ habe, erklärte der Kölner Erzbischof. Gerade die leidvolle deutsche Geschichte verpflichte hier ganz besonders. „Nie wieder dürfen bei uns Menschen aufgrund ihrer Rasse, Herkunft oder Religion ausgegrenzt und verfolgt werden“, forderte der Kardinal. „Nein, solche Alternativen für Deutschland brauchen wir nicht!“

Der Kardinal ist offensichtlich nicht in der Lage, das Grundgesetz richtig zu verstehen. Jeder Artikel dort unterliegt einem allgemeinen Gesetzesvorbehalt. Der Artikel 4, gerne als „Religionsfreiheit“ dargestellt, gewährt lediglich die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses. Jeder Bürger darf sich also zu jedweder Religion bekennen, wie er mag. Das umschließt allerdings nicht die komplette Religions-Ausübung. Religiöse Bestimmungen und Verhaltensweisen, die gegen Gesetze verstoßen, die das Leben, die Gesundheit, das Eigentum und die Freiheit der Bürger schützen, sind selbstverständlich verboten.

Der Islam verstößt mit seinem Regelwerk, seiner Weltanschauung, seinem Menschenbild und seinem Rechtssystem Scharia reihenweise gegen solche Gesetze. Diese religiös ummantelte Polit-Ideologie ist mit fast allen ihrer Bestimmungen rundheraus inkompatibel mit unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung.

Im Grundgesetzartikel 3 steht zusätzlich, dass niemand wegen seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden darf. Genau deswegen dürften Moslems beispielsweise auch nicht für sich beanspruchen, ihre Töchter vom Schwimm- und Sportunterricht sowie von Klassenfahrten befreien zu lassen. Oder jegliche andere Ausnahmen und Sonderregeln für sich zu verlangen. Und ein Moslem, der sich durch seine Zugehörigkeit zum Islam automatisch den verfassungsfeindlichen Bestimmungen dieser „Religion“ unterwirft, darf auch nicht gegenüber Angehörigen anderer Religionen bevorzugt werden, deren Inhalte sich an die Gesetze und Wertvorstellungen unseres Landes halten.

Daher wird jetzt durch den wichtigen politischen Vorstoß der AfD auch die Rolle von Minaretten, Moscheen, Kopftüchern und Burkas in die öffentliche Diskussion gerückt. Es wäre ja vollkommen idiotisch, wenn wir eine „Religion“ hier ausbreiten lassen, die letztlich unsere Abschaffung zum Ziel hat.

Aber Woelki ignoriert all dies und sieht sich als Anwalt des Islams. Wie in dunklen früheren Zeiten biedern sich sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche wieder dem Mainstream an. Damals war es der National-Sozialismus, heute der Multikulturalismus. Beides sozialistische Ideologien, die in die Katastrophe führen.

Wie der Vertreter einer Religion, die vom Islam verflucht und deren Bekämpfung, Unterwerfung sowie Tötung gefordert wird, sich in einer Art fortgeschrittenem Stockholm-Syndrom für den Täter einsetzt, wird ein Treppenwitz der Geschichte bleiben. Woelki ist vermutlich nur ein gnadenloser Opportunist, der das Lied jener mitpfeift, von denen er lebt. Dass so einer aufgrund seiner Position mit seinem religiös ummantelten Geschwätz aber möglicherweise hunderttausende Christen beeinflusst, ist völlig verantwortungslos und hochgradig gefährlich. Es vernebelt den Kirchenmitgliedern, die ihm vertrauen, den klaren Blick auf die Realität, lähmt deren Widerstandskraft, führt zur Selbstaufgabe und damit in die Katastrophe. Woelki macht sich der Kollaboration mit einer in hohem Umfang verfassungsfeindlichen und faschistischen Ideologie schuldig.

Dieser Kardinal ist auf Facebook zu erreichen. Email-Kontakt zum Erzbistum Köln:

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