20. Sächsische Israelkonferenz mit HP Raddatz

Nicht nur für die Christen unter den PI-Lesern könnte der kommende Samstag der 20. Sächsischen Israel-Konferenz vom 20.-22. Mai in Glauchau (Landkreis Zwickau) interessant sein, die den Politik-Psalm 2 der Bibel „Warum toben die Heiden, und die Völker reden so vergeblich?“ und damit den sichtbaren Werteverfall in Europa zum Motto ihrer Veranstaltung hat. Die Konferenz nimmt neben den aktuellen Werte-Fragen auch zu gesellschaftspolitischen Themen Stellung. So spricht am Samstag um 14 Uhr der bekannte Orientalist und erfolgreiche Buchautor Dr. Hans-Peter Raddatz, den viele PI-Leser als Islamkritiker der ersten Stunde kennen, zum Thema „Judenhass durch islamische Zuwanderung“.

Es lohnt sich, dem fast 75-Jährigen (am 18. August) zuzuhören, der bereits als einer der Vordenker der Islamkritik vor Jahrzehnten formulierte, was inhaltlich heute z.B. die AfD ins Parteiprogramm aufgenommen hat. So forderte er Muslime in der islamischen und der westlichen Welt auf, das Recht des Individuums anzuerkennen, aus der religiösen Gemeinschaft auszutreten (negative Religionsfreiheit). Sein Thema ist auch die Einschränkung der Religionsfreiheit in Deutschland: Jene „schariatischen Teile“ des Islam, die dem Grundgesetz widersprächen, dürften nicht unter den Schutz des Artikels 4 GG (Religionsfreiheit) fallen. Er fordert eine grundsätzliche Überprüfung dieses Artikels, da bei dessen Formulierung nicht an Religionen gedacht worden sei, die auf einer eigenen Staatsordnung beruhten, die Religionsfreiheit ablehnten und darauf abzielten, die Rechtsordnung zu beseitigen, der sie ihre freie Ausübung verdankten. Ein Beispielvortrag hier:

Neben Raddatz wird auch der Chef von israelnetz.com, Johannes Gerloff, am Samstag Morgen einige israelspezifische und biblische Themen aufgreifen. Im Einladungstext heißt es in Bezug auf die Situation des Westens in einem biblischen Kontext:

Die Menschen Europas haben sich daran gewöhnt, alle gesellschaftlichen Veränderungen mit relativem Gleichmut abzusegnen. Gesellschaftliche Harmonie und Friede scheinen offensichtlich wichtiger zu sein als die Frage nach den Geboten Gottes. Für Europa, das einst „Christliche Abendland“, scheinen längst andere „Werte“ zu gelten. Wie schon Bertold Brecht in der Dreigroschenoper dichtete: „Erst kommt das Fressen und dann die Moral!“ Aber nicht nur in unserem Land tut man sich schwer mit biblischen Maßstäben, mit Gottes guten Ordnungen. Nein, in der ganzen Welt „toben die Heiden“, wenn der Gott Israels ihre Pläne durchkreuzt und Menschen – egal ob in politischen Ämtern oder ganz persönlich – mit seinen Plänen konfrontiert. Es wartet also ein spannendes Thema auf uns, das ganz wichtig für unser Leben ist – und erst recht in Sachen Israel.

Als weitere Gäste sind dabei: diplomatische Vertreter des Staates Israel, Horst Marquardt (Mitbegründer der Nachrichtenagentur IDEA, ERF und dem Christlichen Medienverbund KEP), jüdische Freunde aus Israel und wie gewohnt viel Humor und Musik (Gospelkonzert am Freitag).

Video mit Organisator Wilfried Gotter:

» Weitere Information und eine Programmübersicht hier.