Ein DLRG-Einsatz in der Lügenpresse

dlrgRettungsschwimmer der DLRG mussten am letzten Freitag in der Nähe von Bremen an einem Badeseee ausrücken, weil ein iranischer „Flüchtling“ seine Kräfte überschätzt hatte und auf dem Wege zu einer Badeinsel untergegangen war.

Radio Bremen berichtet:

Ein 23-jähriger Flüchtling aus dem Iran ist am Freitag beim Baden im Achterdieksee in Bremen-Oberneuland ertrunken. Nach Angaben der Polizei konnte der junge Mann nicht besonders gut schwimmen. Auf dem Weg zu einer Badeinsel im See ging der Mann plötzlich unter.

Rettungsschwimmer fanden ihn in fünf Metern Tiefe. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Im vergangenen Jahr sind bundesweit 27 Flüchtlinge in Badeseen umgekommen.

Radio Bremen berichtet nicht:

Zu einem traurigen Todesfall kam es gestern am Achterdieksee. Unser Beileid sprechen wir den Angehörigen aus. Erschüttert sind wir vom Verhalten der Passanten gegenüber den ehrenamtlichen DLRG-Helfern. […]

Zunächst war aufgrund der nur sehr rudimentären Deutschkenntnisse der Menschen kaum zu ergründen was genau vorgefallen ist. Aus der äußerst unklaren Lage ergab sich für unsere Rettungsschwimmer, dass ein Freund der Gruppe auf dem Weg zur Badeinsel im See unvermittelt untergetaucht und nicht wieder aufgetaucht ist. Umgehend wurde bei der Feuerwehr Verstärkung angefordert und DLRG-Rettungsschwimmer begannen mit der Suche der vermissten Person. Diese konnte trotz unkonkreter Ortsangabe nach knapp zehn Minuten auf 5-6 Metern Wassertiefe im trüben Wasser ertastet werden. Ein DLRG-Rettungsschwimmer brachte die Person an die Wasseroberfläche und mittlerweile eingetroffene Einsatztaucher der Feuerwehr brachten den leblosen Körper zur Reanimation an das Ufer. Die Person verstarb trotz bestmöglicher professioneller Hilfe noch am Einsatzort.

Neben diesem ohnehin dramatischen Vorfall, der auch die beteiligten Retter emotional belastet, meldeten sich vor Ort Passanten zu Wort, die den Rettern nicht nur „gute Tipps“ für künftige Rettungen gaben, sondern im Einzelfall unsere Kameraden auch angingen.

Dass dies weder Wertschätzung der ehrenamtlichen Arbeit der DLRG, noch Mitgefühl für die unter hohem Stress arbeitenden Rettungskräfte dokumentiert, wird wohl niemand in Abrede stellen.

Das berichten die Mitglieder der DLRG des Landesverbandes Bremen selbst auf Ihrer Facebookseite. Schön wäre es, wenn Radio Bremen auch einmal über diese Aspekte informieren und den selbstlosen Einsatzkräften der DLRG damit den Rücken stärken würde. Aber vielleicht stört es sie ja, dass dort kein Flüchtling unter den Rettern war, den man hätte feiern können. Motto: „Es gibt nichts Gutes, außer ein Flüchtling tut es.“