Paris: Antifa setzt besetztes Polizeiauto in Brand

In Frankreich demonstrierte am Mittwoch die Polizei in mehreren Städten gegen die zunehmende Gewalt gegen Beamte im Dienst. Auch am Place de la République in Paris versammelten sich Polizisten in Zivil zum Protest. Mehrere Gegendemos waren am Platz der Veranstaltung aus Sicherheitsgründen verboten worden. Das hinderte die Linken aber nicht daran, sie dennoch abzuhalten. Wie bei uns skandierten sie Parolen wie „Die ganze Welt hasst die Polizei“ und „Cops, Schweine, Mörder“ und stilisierten sich zu permanenten Opfern der Polizei. Die Beamten, die die Demo schützten, drängten die gewalttätigen Horden zwar unter Einsatz von Tränengas ab, dennoch eskalierte die Situation, als Vermummte ein Polizeiauto angriffen und einen Brandsatz in den besetzen PKW warfen.

(Von L.S.Gabriel)

Die Beamten konnten sich zwar in Sicherheit bringen, aber die Szene zeigt sehr deutlich die Hilflosigkeit der zur Deeskalation gezwungenen Pariser Polizei, die seit den Islamanschlägen unter enormem Druck steht. Seit Wochen finden auch teils gewalttätige Demonstrationen gegen eine Arbeitsrechtsreform der Regierung statt.

Ein Ersthelfer berichtet dem französischen Blatt Le Monde, dass er, als er einem verletzten Polizisten helfen wollte, angegriffen worden war. Die Aggressoren hätten verlangt, er solle den Beamten sterben lassen.

Die Staatsanwaltschaft kündigte eine Untersuchung wegen versuchten Mordes an. Marine Le Pen forderte noch am selben Tag via Twitter den Rücktritt von Innenminister Bernard Cazeneuve, dem sie Inkompetenz und Unfähigkeit vorwirft.

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