Die Befreiung Jerusalems

yomAls die jordanische arabische Legion 1948 die Hälfte Jerusalems eroberte, dessen jüdische Bevölkerung vernichtete oder vertrieb, und dann die Stadt annektierte — war das einzige Gebilde, das diese Annektierung anerkannte, das Vereinigte Königreich, das die Offiziere und die Ausbildung geliefert hatte, um diese Eroberung zu ermöglichen. Offiziere wie Colonel Bill Newman, Major Geoffrey Lockett und Major Bob Slade, unter Glubb Pasha, besser bekannt als General John Bagot Glubb, dessen Sohn später zum Islam konvertierte, marschierten in Jerusalem ein und verwendeten die muslimischen Streitkräfte unter ihrem Kommando, um die Teilung und die ethnische Säuberung Jerusalem zu ermöglichen.

(Von Daniel Greenfield, im Original auf sultanknish.blogspot.de)

Seit damals ist die Annektierung und ethnische Säuberung zu einem internationalen Auftrag geworden. Die internationale Gemeinschaft würde es als unvorstellbar betrachten, eine Gruppe, die ethnische Säuberung erfahren und versuchten Genozid (Anm. die arabischen Angriffskriege) überlebt hat, zu verurteilen, weil sie in ihre eigene Stadt zurückkehrt. Jedoch, für das amerikanische Außenministerium und das britische Ministerium für Auswärtiges gehört es zu deren üblich gewordener Politik, die Juden anzuklagen, die in den Teilen Jerusalems leben, die von den Muslimen ethnisch gesäubert wurden. Sie werden als „Siedler“ angeklagt, die in „Siedlungen“ leben, und sie werden als ein „Hindernis für den Frieden“ beschrieben. Friede gilt hier als der Zustand, der einsetzt, wenn eine ethnische Säuberung nicht infrage gestellt wird.

Jüdische Häuser in Jerusalem als Siedlungen zu beschreiben, einer der ältesten Städte der Welt, einer Stadt, die alle drei Religionen der Region mit Juden und mit der jüdischen Geschichte verbinden, ist ein Triumph der Verfälschung der Sprache, vor der Orwell den Hut ziehen müsste. Wie kann man von „Siedlungen“ sprechen, in einer Stadt, die älter ist als London oder Washington D.C.? Um das zu verstehen, müsste man London und Washington D.C. fragen, wo die Diplomaten darauf bestehen, dass eine weitere Runde israelischer Kompromisse den Frieden bringen wird.

Sie sagen, dass es drei Religionen in Jerusalem gibt, aber dort gibt es tatsächlich vier. Die vierte Religion ist die wahre Religion des Friedens, diejenige, die darauf besteht, dass es Frieden geben wird, wenn die Juden aus Judäa und Samaria vertrieben worden sind, wenn sie aus ihren Häusern in Jerusalem hinausgejagt worden sind, und wenn sie wieder zu Wanderern und Bettlern gemacht werden. Seltsam genug, der Name dieser Religion lautet nicht einmal Islam — er lautet Diplomatie.

Die Diplomatie sagt, dass die von den arabischen Ländern bei ihrer kriegerischen Invasion Israels 1948 festgelegten Grenzen, die endgültigen Grenzen sein sollen. Und die Diplomatie sagt, als Israel im Jahr 1967 die getrennte Stadt wiedervereinte, sei dies ein Akt der Aggression gewesen, während die Invasion der sieben arabischen Armeen gegen Israel im Jahr 1948 ein legitimer Weg war, zur Festlegung permanenter Grenzen. Als Jordanien den Ostteil Jerusalems ethnisch säuberte, habe es somit einen Maßstab vorgegeben, dem die Israelis bis zu diesem Tag zu folgen verpflichtet seien, indem sie sich von Jerusalem fern halten. Aber wenn sie gegen diese ethnische Säuberung vorgehen, dann würden sie den Frieden in Gefahr bringen.

US-Vizepräsident Biden war so verärgert, als die Jerusalemer Stadtverwaltung den Bau einiger Gebäude in der Stadt in einer ersten Phase billigte, während er Jerusalem besuchte, dass er seinen legendären Wutanfall bekam. Und Hillary Clinton besuchte MSNBC, um Andrea Mitchell zu sagen, dass, „das beleidigend war. Und eine Beleidigung nicht nur für den Vizepräsidenten, der das nicht verdient hat.“ David Axelrod durchsuchte das Wörterbuch für Synonyme, und als er in den Morgensendungen auftauchte, nannte er es einen „Affront“ und eine „Beleidigung“. Zwei zum Preis von einem.

Leitartikel in den Zeitungen beschuldigten die israelische Regierung einer schweren Beleidigung gegen die Obama-Administration. „Israels Provokation“, kreischte die Chicago Tribune mit fetten Buchstaben, nannte es eine „diplomatische Bombe“, die Biden ins Angesicht explodiert sei. Eine Schar weiterer Kolumnisten sprang auf den Zug auf, um die Israelis so darzustellen, als hätten sie den armen Vizepräsidenten getreten und geschlagen, während sie seinen Kopf in die Kloschüssel hielten.

Ob Joe Biden das Opfer der Juden war, oder die Juden die Opfer von Joe Biden, das ist eine Frage der Perspektive. Die Hitler-Regierung war ziemlich verärgert, als sie herausfand, dass jüdische Athleten bei den olympischen Spielen 1936 in Deutschland teilnehmen würden. Wenn man ein Volk ethnisch säubert, dann soll dieses gefälligst ethnisch gesäubert bleiben. Da wäre es schlechter Geschmack, wenn sie auftauchen und bei Olympia Goldmedaillen gewinnen, oder wenn sie (Anm. in Jerusalem) ihre zerstörten Synagogen wieder aufbauen. So etwas ist für die Vollstrecker der ethnischen Säuberung und deren Komplizen beleidigend.

Das klingt wie eine harsche Anklage, aber das ist voll und unleugbar die Wahrheit.

Wenn Muslime in eine jüdische Stadt ziehen, dann läuft der arme Joe Biden nicht weinend herum und beschwert sich, weil er mit einer diplomatischen Beleidigung bombardiert und mit einer Menorah geohrfeigt wurde. Wenn muslimische Länder im Land Israel muslimische Häuser finanzieren, dann erfolgen keine zornigen Statements von Clinton, und keine Beschimpfungen mit Hilfe des Synonymwörterbuchs durch David Axelrod. Muslimisches Bauen in Jerusalem oder anderswo in Israel ist für diese Leute kein Problem. Das gilt nur für jüdisches Bauen. Nur die Juden werden als Problem betrachtet.

Genau betrachtet ist der gesamte Friedensprozess in Wirklichkeit die Verlängerung der letzten Phase der Lösung des jüdischen Problems. Das Problem ist, folgt man den Aussagen vieler Diplomaten, dass es Juden gibt, die an Orten leben, die Muslime für sich haben möchten. Vor 1948 gab es Juden, die in Gaza gelebt haben, aber sie wurden vertrieben, sie kehrten zurück, und sie wurden erneut von ihrer eigenen Regierung in Befolgung der internationalen Forderungen vertrieben. Nun lebt nur noch die Hamas in Gaza, und dort ist es so friedlich und so angenehm ohne Juden, wie einst in Nazi Deutschland.

Aber da sind noch die Juden in Judäa und Samaria, und die wollen sie auch loswerden. Sobald genügend Juden vertrieben worden sind, dann wird es Frieden geben. Das ist kein Paragraph aus dem Buch Mein Kampf, das ist nicht irgendeine verrückte Predigt im Fernsehen der Palästinensischen Autonomie — sondern das ist die übereinstimmende Meinung der Internationalen Gemeinschaft. Entsprechend dieser allgemeinen Meinung ist der einzige Grund, warum noch immer kein Friede herrscht, weil noch nicht genügend Juden aus ihren Häusern vertrieben worden sind.

1966 war Jerusalem eine geteilte Stadt, geteilt durch Stacheldraht und durch die Kugeln der muslimischen Scharfschützen. Diplomatie hat diese Stadt nicht vereint. Denn Israel hat die Diplomatie fast bis zum bitteren Ende verfolgt, solange bis Israel verstanden hat, dass sie überhaupt keine andere Wahl haben, als zu kämpfen. Israel hat sich 1967 nicht in den Kampf gestürzt. Israels Anführer taten ihr bestes, um den Konflikt zu vermeiden, sie baten die internationale Gemeinschaft zu intervenieren, und Ägypten daran zu hindern, in den Krieg zu ziehen.

Als Israel in den Krieg zog, wollten seine Anführer Jerusalem ursprünglich gar nicht befreien, sie wollten, dass Jordanien sich aus dem Krieg heraus hält. Selbst dann, als Jordanien in den Krieg eintrat, wollten sie die Stadt nicht befreien. Göttliche Fügung und muslimische Feindschaft zwangen sie, Jerusalem zu befreien und zwangen sie, die Stadt zu behalten. Nun möchte einige von ihnen, sie zurückgeben, als ein weiteres Opfer an die blutrünstige Gottheit der Diplomatie, deren Altar von Blut und verbrannten Opfern bereits überfließt.

Während wir des Yom Yerushalayim, des Jerusalem-Tages, gedenken, ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass die Stadt vereint und frei ist, weil die Diplomatie versagt hat. Der größte Triumph des modernen Staates geschah nur deshalb, weil die Diplomatie sich als hoffnungslos und nutzlos erwiesen hat, den rassenmörderischen Ehrgeiz der Muslime abzuschrecken.

Hätte Israel damals dem internationalen Druck nachgegeben, und wäre Nasser so schlau wie Sadat gewesen, dann hätte der Sechs-Tage-Krieg ausgesehen wie der Yom Kippur-Krieg, aber ausgefochten mit den Grenzen von 1948 — und dann würde Israel heute höchstwahrscheinlich nicht mehr existieren.

Sogar während sich Juden des großen Triumphes des Jerusalem-Tages erinnern, suchen die ethnischen Säuberer und ihre Komplizen geschäftig nach Wegen, um Juden aus Jerusalem zu vertreiben, und aus Ortschaften, Dörfern und Städten. Dabei geht es nicht um die arabischen Einwohner von Jerusalem, die wiederholt betätigt haben, dass sie ein Teil Israels bleiben möchten. Es geht nicht um Frieden, der durch keine Runde irgendwelcher vorheriger Zugeständnisse bewirkt wurde, und der durch solche auch nicht erreicht werden wird. Es geht ihnen (Anm. den diplomatischen ethnischen Säuberern) darum, das zu lösen, was sie als jüdisches Problem betrachten.

So lange, wie Juden zulassen, dass sie selbst als das Problem definiert werden, werden viele dieser Lösungsvorschläge angeboten werden. Und die Lösungen beinhalten unweigerlich, dass wegen der Juden etwas getan wird. Es ist nur vernünftig, dass, wenn Juden (Anm. angeblich) das Problem sind, dann die Lösung darin besteht, dass sie umziehen müssen oder dass man sie los wird.

Der Jerusalem-Tag ist eine Erinnerung daran, was das wirkliche Problem ist, und daran, was die wirkliche Lösung ist. Die muslimische Besetzung Israels ist das Problem. Die Islamisierung Jerusalems ist das Problem. Die muslimische Gewalt zur Unterstützung der muslimischen Besetzung Israels und andernorts ist das Problem.

Israel ist die Lösung.

Erst dann, wenn wir uns selbst von den Lügen befreien, wenn wir aufhören zu glauben, dass wir das Problem sind, und wenn wir begreifen, dass wir die Lösung sind, erst dann wird die Befreiung, die 1967 begonnen hat, vollständig sein.