Gottschlich und der totalitäre IQ

Maximilian GottschlichSo wie Sigmund Freud einst „Unbehagen in der Kultur“ empfand, breitet sich heute in ganz Europa Unbehagen an der Interkultur aus. Ein wachsender Widerstand des Bürgertums, das in seiner fortschreitenden Islamisierung zu erkennen beginnt, dass „Toleranz“ ein anderes Wort für die globalsozialistische Enteignung ist, die mit den Diktaten der einschlägig plakatierten „EUdSSR“ lediglich die Tradition der europäischen Gewaltsysteme fortsetzt.

(Von Dr. Hans-Peter Raddatz)

Der daraus wachsende Neototalitarismus beweist sich in endlos variierten Formeln gegen Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Islamophobie, sämtlich harte Psychologismen, die das Denken radikal vereinnahmen, weil sie, wie von den Protagonisten oft betont, „keine Alternative“ kennen. Auch wenn z.B. Deutschland zwei Drittel aller EU-Immigranten und zuletzt in einem einzigen Jahr 1,5 Millionen von ihnen aufnimmt, sehen die politmedialen Agitprop-Kommissare in von Überfremdung sprechenden Bürgern nichts anderes als „islamophobe Brandstifter“, die „antisemitische Konflikte schüren“, friedensfeindliches „Öl ins Feuer gießen“ und unter Demokratie einen „neofaschistischen Staat“ verstehen.

Wer dazu keine Alternative hat, offenbart totale Wissensabwesenheit und braucht dringend Feindbilder und Diffamierung, die das Denken ersparen, aber auch die Psychoprojektion der eigenen Defizite auf den Systemgegner erzwingen. Dabei trifft sich günstig, dass die rotbraunen Vorläufer und der Islam mit der jüdisch-christlichen Altkultur ein identisches Feindbild anvisieren. So kehren sich in der aktuellen Moderne auch alle „Werte“ um, sei es die Demokratie, die Moral oder auch das, was früher der „gesunde Menschenverstand“ war.

Mithin kehrt sich auch die Bemessung der Intelligenz und Denkfähigkeit insgesamt um, die sich einst nach dem altkulturellen Intelligenz-Quotienten (IQ) richtete. Hier bewahrt uns die Rückkehr der interkulturellen Aktivisten ins primitive „Denken“ der Vormoderne vor der Gefahr des Vorurteils, indem für ihre Beurteilung nun das IQ-Spiegelbild völlig ausreicht. Mit anderen Worten: Je radikaler ein Toleranz-Apostel für die Überfremdung eintritt, desto höher sein Islamo-IQ, desto niedriger natürlich auch sein IQ nach Standards des Alt-Europa.

Zur schnellen Information über die Umkehrung der Intelligenz liefert neben anderen der „Publizismus-Experte“ Maximilian Gottschlich ergiebige Traktate, u.a. pompös betitelte „Unerlöste Schatten“ (2012). Deren historische und logische Defizite lassen keine Zweifel am Kultur-IQ des Autors, aber die Frage offen, was den Lektor des Schöningh-Verlages dazu brachte, dieses Machwerk durchgehen zu lassen. Entsprechenden Unwillen erregte ein Konzentrat desselben, das der umstrittene Mainstream-Autor in einem Artikel für die Wiener Presse („Gehen die Juden den Rechten auf den Leim?“ – 15.6.16) zum Besten gab.

Auf den Punkt gebracht, bieten die Gottschlich-Produkte eine repräsentative Synopsis der wesentlichen Kampf-Klischees und Demut-Diktate im „Kulturdialog“. Hier sorgt der Autor allerdings mit bombastischen Binsenweisheiten als Ersatz für Bildungsarmut eher für sichere Lacherfolge auf der Seite des Alt-IQ. So soll „das Christentum“ über zwei Jahrtausende hinweg nichts anderes als die Verfolgung der Juden betrieben und der moderne Nachfolger in Gestalt des kritischen – natürlich „populistischen“ – Bürgertums nun nur noch die Verfolgung der Muslime im Sinn haben, die angeblich neuen Antisemitismus nach zieht.

Kraft seines begrenzten Kultur-IQ kann Gottschlich als vom Mainstream abhängig nicht wissen, dass ihm Gott, vorliegend Allah, sinnigerweise auf die Schliche kommt und seine Endlosschleifen über das bedrohte Israel als Chimäre entwertet, ein Verfahren indes, das auch von jüdisch geführten Stiftungen und Banken gefördert bzw. finanziert wird. Während der Machtklerus oft genug gegen das Wahrheitsgebot des christlichen Gottes verstieß und heute die „richtige Lektüre des Koran“ fordert, beansprucht Allah dort offiziell, der beste Täuscher und schnellste Rechner aller Zeiten zu sein (3/19, 199). Kein Wunder also, dass seine Herrschaftsform seit der Aufklärung zur Realutopie und in der Ära der elektronischen Kommunikation zum effizientesten Mittel des westlichen Extremismus werden konnte.

Denn diese Lizenz des Islamvehikels dient mit strikter Moscheevernetzung als komfortables Täuschungsinstrument zwischen Toleranz und Kritik, das die Bevölkerung und die bekämpfte Kultur immer erfolgreicher, aber auch auffälliger manipuliert. Gottschlich beklagt den neuen Exodus von Juden aus Ländern Europas, ohne als konformes Rad im Getriebe erwähnen zu können, dass sich dies dem Zug der EU zur Subvention palästinensischer Gewaltgruppen und der Kollaboration mit der OIC verdankt. Hier ist vollends zu schweigen von der Geschichte, die das Judenpogrom als Erfindung der Muslime bestätigt (Granada 1066).

Indem sich diese Mechanik – offiziell die „Deregulierung“ – an der sich inzwischen unzählige Institutionen, speziell auch Universitäten und NGO‘s nähren, ohne Grenzen (der Altvernunft) fortsetzt, das konstruktive Denken unterdrückt und die Toleranz totalitär überlastet, provoziert sie ihrem Zwang gemäß wachsenden Widerstand (s.o). Der muss den Aktivisten logischerweise als „Volksverhetzung“ und „Rassismus“ erscheinen, weil er ein simples Existenzrecht in Demokratie und Rechtsstaat verlangt, das ihm allerdings die Eliten des globalen „Strukturwandels“ verweigern müssen, um ebenso logisch ihre Macht zu erhalten.

Der Garant dafür ist die postmoderne bzw. spätklerikale Umkehrung des IQ, die Ignoranz mit Arroganz paart, den Pöbel in die politmedialen und kirchlichen Führungsetagen spült und islamische Gewalt als natürliche „Bereicherung“ bzw. „Rückkehr Gottes“ erscheinen lässt. Während die Tradition europäischer Sozialethik jahrelang als „faschistische Repressivität“ und kritische Demokraten als „Verschwörungsdenker“ galten, erlangt die (Alt-)IQ-widrige Gottschlich-Klischeesammlung ungewollten Wert, weil sie sich eignet, den Denkfähigen im „Wunderland“ Europa die monströse Hass-Dimension des „Kulturdialogs“ offenzulegen.


Weiteres zum Thema Intellekt und viele groteske Schlaglichter bei Hans-Peter Raddatz in der Realsatire „Allah im Wunderland“ – Geld, Sex und Machteliten im modernen Hamsterrad – Sonderpreis € 12,- (inkl. Versandkosten Inland); Bestellungen an: info@western-orient.ch