Schluss mit Gutsein – endlich Mann sein!

In Görlitz rät ein Bürgermeister den deutschen Frauen angesichts der dezentral untergebrachten Asylanten, nächtiche Spaziergänge zu unterlassen – es sei denn, man ist in männlicher Begleitung; in Kassel haben Schülerinnen sexuelle Belästigungen durch Rapefugees aus politisch-korrekten Gründen über Wochen verschwiegen – wo waren die Schüler, die ihre Klassenkameradinnen hätten verteidigen können? In Arnsdorf bei Dresden hingegen haben sich Männer wie Männer benommen und einen gewalttätigen Asylanten gefesselt der Polizei überlassen – sie müssen sich nun dafür verantworten.

Was ist mit den deutschen Männern los, was mit einer Gesellschaft, die Männer dafür bestrafen will, wenn sie sich wie Männer benehmen? Mut zur Männlichkeit: Genau zum richtigen Zeitpunkt erscheint in deutscher Erstübersetzung von Martin Lichtmesz eine Grundlagenschrift zum Thema: „Der Weg der Männer“ aus der Feder des skandalträchtigen US-Autors Jack Donovan.

Donovans Ansatz ist radikal neu: Er fasst die geschundene Männlichkeit an ihrem evolutionspsychologischen Schopf. Die gesamte Menschheitsgeschichte bis hin zu Hochkulturen und der heutigen technischen Zivilisation gründe demnach auf den archaischen Ur-Horden: Zusammenrottungen freier Männer auf Vertrauensbasis zum Zweck des Schutzes von Familie und Besitz.

Ohne akademischen Dünkel, aber stets faktenbasiert, stellt der US-Publizist die feministischen und „gender“wissenschaftlichen Weichlinge der westlichen Gesellschaften ins Habacht. Seine Schreibe ist ein gelungener Mittelweg zwischen sachlicher Argumentation und scharfem Angriff auf die wehleidige Dekadenz der Moderne:

»Was hat der Durchschnittstyp davon, sich zu verändern?« Sobald man Feministinnen und Männerrechtler mit dieser Frage konfrontiert, kommen sie einem immer mit finanzieller und physischer Sicherheit und der »Freiheit, Schwäche und Angst zu zeigen«. Mehr scheint ihnen nicht einzufallen. Es sind jedoch niemals in der Geschichte Massen von Männern für die Freiheit, Schwäche und Angst zu zeigen, auf die Straße gegangen, und sie haben auch nicht Gewehrfeuer oder Streitäxten getrotzt, um sich öffentlich ausheulen zu dürfen. Zahllose Männer sind hingegen für die Idee der Freiheit und Selbstbestimmung gestorben, für das Überleben und die Ehre ihres eigenen Stammes.

Donovan geht es nicht nur um das Bild der Männlichkeit. Aus seiner Betrachtung der menschlichen Gesellschaft leitet sich eine sehr besondere Auffassung von Zusammenleben und zwischenmenschlichen Beziehungen ab. Re-Polarisierung lautet das Stichwort: ein Mann ist ein Mann, eine Frau ist eine Frau, im Zweifelsfall (Silvester, Köln, Türsteher!) sortiert sich das ganz rasch. Gibt es in unseren Zeiten, die schärfer und schärfer werden, noch etwas anderes von Belang?

Bestellinformation:

» Jack Donovan: Der Weg der Männer, übersetzt von Martin Lichtmesz, Schnellroda 2016. 232 Seiten, 16,- Euro – hier zur Bestellung!