Wien: Lebenslang für Mörder aus Gambia

laurenEnde Januar wurde in Wien Lauren (kl. Foto), eine 24-jährige Studentin aus den USA in ihrer Wohnung ermordet. Beim Geschworenenprozess im Wiener Landesgericht wurde am Mittwoch der 24-jährige Asylforderer Abdou Isatou (Foto) aus Gambia wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Täter hatte die Tat zwar bis zuletzt bestritten, sogar behauptet zum Tatzeitpunkt nicht in Wien gewesen zu sein, es genügte aber die lückenlose Indizienkette – es gab einen Zeugen, der den Mörder kurz vor dem Tod der jungen Frau in deren Wohnung angetroffen hatte, sein Mobiltelefon wurde dort geortet und nicht zuletzt erbrachte die Spurenauswertung einen eindeutigen DNA-Beweis.

(Von L.S.Gabriel)

Die Ermordete half der Tötungsfachkraft bei Behördenwegen, denn der afrikanische Bauernsohn ist Analphabet. Sie hatte wohl auch eine sexuelle Beziehung zu ihm. Laut Staatsanwaltschaft hätte er sie mit einem anderen Mann erwischt. Vermutlich war das auch der Auslöser für die Tat – Eifersucht. Die Studentin wurde gnadenlos in ihrem eigenen Bett erstickt. Laut Gerichtsmedizin sei der Kopf der Frau „kraftvoll über einen längeren Zeitraum“ ins Bettzeug hineingedrückt worden.

Als man ihm jede seiner Lügen widerlegte, jammerte der Afrikaner, dass sie doch ein „guter Freund“ gewesen sei und er es nicht getan habe. Als ihm das nicht half versuchte er das Opfer zu diskreditieren: er hätte ihr Drogen besorgen müssen, dafür habe es Sex gegeben.

Das brachte dann auch den Richter in Rage: „Es gibt keine Hinweise auf Drogen, und Sie stellen das Mädchen als Junkie dar“, herrschte er den Gambier an, der antwortete: „Sie ist eine gute Frau.“ „Gewesen“, klärte Richter Ulrich Nachtlberger ihn auf und zeigte ihm ein Foto der Toten. Er erkannte sie darauf aber nicht: „Sie ist natürlich nimmer so schön jetzt“, so der Richter. „Sie ist schon bissl verfault, ich kann sie Ihnen noch auf dem Obduktionstisch zeigen.“ Darauf Isatou kalt: „Ich bin nicht verheiratet mit ihr.“

Die Geschworenen sprachen den 24-Jährigen einstimmig schuldig. Das Gericht verhängte eine lebenslange Haftstrafe. Nach der Urteilsverkündung brach der Mörder aber zusammen und jaulte: „Mein Leben ist vorbei.“ Offenbar gebärdete er sich derart, dass ein Besuch einer Psychologin angeordnet wurde, die danach empfahl ihn in die Psychiatrie und nicht ins Gefängnis zu verbringen. Die Anwältin des Täters, die sogar eine auf die Kultur in Afrika spezialisierte Anthropologin bemüht hatte, um ihn frei zu bekommen, will in Berufung gehen.

Abgeschoben wird der Mann nicht. Lebenslang bedeutet in Österreich in der Regel etwa 21 Jahre. Das wird den Steuerzahler rund 950.000 Euro kosten. Derzeit ist der Afrikaner aber noch kostspieliger untergebracht. Er befindet sich wegen seiner schlechten psychischen Verfassung (er dachte wohl er kommt frei) in einer geschlossenen psychiatrischen Abteilung eines öffentlichen Krankenhauses.