AfD: Antisemitismus oder Meuthen-Putsch?

meuthen_spaltungBeim Wort „Antisemitismus“ setzt bei vielen gleich eine Schnappatmung ein, aber in der AfD Baden-Württemberg ist nicht der Antisemitismus das Problem, wie natürlich die linkspopulistischen Mainstream-Medien wohlfeil daherlügen, sondern Professor Meuthen, der einen unnötigen Machtkampf angezettelt hat, aus dem er als Verlierer hervorgehen wird. Wer will einen solchen kopflosen Parteivorsitzenden wie Meuthen? Seine Karriere ist beendet! Er weiß es nur noch nicht. Wie jeder sieht, macht er aus einem glänzenden Wahlsieg der AfD innerhalb weniger Wochen eine gespaltene Partei. Wie kann man politisch so dumm sein? Zur Wiederholung:

Kaum waren die 23 neuen AfD-Abgeordneten in den Stuttgarter Landtag eingezogen, kam aus einer antifantischen Ecke der Vorwurf des Antisemitismus gegen den Fraktionskollegen Wolfgang Gedeon, der natürlich von den AfD-Hassern in der Presse genüsslich wiederholt wurde. Danach sagte Meuthen der Presse sofort, ohne seine Fraktion zu fragen oder zu informieren, Gedeon werde ausgeschlossen, sonst trete er zurück. Was ist das für ein Stil? Man diskutiert doch nicht mit der Presse, sondern erst mal mit seinen Parteikollegen und der Fraktion! Das ist doch der mindeste Anstand.

Danach kam die Mehrheits-Entscheidung, erst einmal bis September Gutachten über Gedeons Schmöker einzuholen, aber auch da konnte Meuthen nicht warten, sondern bestellte nebenher eigene „Experten“, und kaum hatten die wie gewünscht Antisemitismus gerochen, konnte Meuthen nicht mehr an sich halten. Noch am selben Tag preschte er eilig los, berief wieder die Abgeordneten ein, telefonierte in der Bundespartei rum, informierte seine Kollegin Frauke Petry und ein paar andere aber nicht und drängte mit offenem Hemd vor die Mikrofone, um seinen Austritt aus der Fraktion anzukünden, wobei er die Mehrheit der Stuttgarter Abgeordneten mitnahm.

So etwas nennt man gemeinhin einen Machtkampf, einen Coup, einen Putsch! Einen ziemlich kopflosen übrigens! Warum die Eile! Aus persönlicher Eitelkeit, oder um die Partei zu vernichten? Wir haben die EM, viele sind bereits im Urlaub, der die Schlagzeilen beherrschende Brexit brachte der AfD neuen Zulauf und hätte ihr glänzende Ergebnisse in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern beschert. Kein Mensch interessierte sich für Gedeon, man hätte ihn Mitte September in aller Ruhe aus der Fraktion entfernen können, falls nötig, aber nein, Meuthen musste gleich vor die Presse! Sofort! Und wie!

Jeder, der das Meuthen-Video noch nicht gesehen hat, sollte mal reinschauen! Aufgeregt, geradezu aus dem Häuschen, zappelt Meuthen vor dem Mikrofon und der versammelten linkspopulistischen Journaille herum, dass es einem beim Zusehen schlecht wird.

Keine Bedächtigkeit, keine Ruhe, keine Autorität, nur ein Gehampel und ein billiges Betteln um Beifall. Wer kann einen solchen Parteichef wollen? Der Schaden für die AfD ist nicht abzusehen! Offenbar will Meuthen als Totengräber der AfD in die Geschichte eingehen.

Wer steckt dahinter? Meuthen ist nicht allein. Auffällig war, dass ausgerechnet die Junge Freiheit auch von einem Riesenproblem der AfD daherfaselte, zu einem Zeitpunkt, als die Mainstreampresse Gedeon wieder völlig vergessen hatte. Die Junge Freiheit war es auch gewesen, die auf dem Lucke-Flügel stand und Höcke ausschließen wollte. Und wäre man der gefolgt, hätten wir jetzt die Alfa mit zwei Prozent.

Wie kann man politisch so dumm sein, und jetzt die einzige Alternative gegen die ewig regierende Einheitspartei CDUCSUSPDFDPGRÜNKOMMUNISTEN kaputtmachen? Man ist total perplex. Einziger Trost: Meuthens Karriere ist beendet, er wird in der AfD nichts mehr, die Mehrheit wird seine Alleingänge nicht vergessen. Es bleibt die Hoffnung, dass die AfD überlebt. (Meine Meinung!)