Mittermeier zu Barth: „Fresse halten“

Mitt-Barth-2Der Komiker Mario Barth (rechts) veröffentlichte am Abend des Münchner Anschlags einen Post auf Facebook, in dem er seine völlig berechtigte Besorgnis über den Terror ausdrückte: „Erst Würzburg, jetzt München, vorher Nizza. Was kommt denn als nächstes??“ Zu dem Zeitpunkt war im Übrigen noch von möglichen drei Killern und einer koordinierten Islam-Terror-Attacke nach dem Muster von Paris und Brüssel die Rede. Barth stellte auch die Frage nach unserer Sicherheit und zitierte ironisch Innenminister Thomas de Maizière. Der linksdrehende Kollege Michael Mittermeier konnte das nicht so stehen lassen, gab seinen naiv-gutmenschlichen Senf dazu und erdreistete sich obendrein, Barth den Mund zu verbieten.

(Von Michael Stürzenberger)

Hier der Eintrag von Mario Barth vom vergangenen Freitag um 20:27 Uhr, kurz nach Bekanntwerden des Terrors in München:

Es wird immer schwieriger zu schreiben, wie man etwas empfindet, da man entweder dann ein „Hetzer“, ein „Angstverbreiter“, ein „Natzi“, ein „Publizist“ oder ein „Idiot“ ist. Ich versuche es trotzdem.

Ich verstehe die Welt momentan nicht!!! Unserer Innenminister, der sehr „sympathische“ Thomas de Meiziere, sagt so etwas wie“…alles soweit in Ordnung bla bla…“ oder so etwas wie „…wenn ich Ihnen alles sagen würde, würde Sie das beunruhigen bla bla“

Erst Würzburg, jetzt München, vorher Nizza. Was kommt denn als nächstes??

Ich weiß ich bin eigentlich für Comedy zuständig. Ich werde immer wieder gefragt, ob es auch andere Momente gibt. Ja, dieser!!! Ich bin sprachlos.

Nur ein realitätsblinder linker Traumtänzer, Multi-Kulti-Phantast und unkritischer Islamversteher kann daran etwas aussetzen. Mittermeier ist so einer. Für seine Antwort brauchte der bekennende Grünen-Wähler geschlagene vier Tage. Am gestrigen Dienstag gegen 16 Uhr sonderte er dann einen hanebüchenen Unsinn ab, in dem er Barth dreist beledigte. Dessen Post sei „gespickt mit Best-Of-Besorgte-Bürger-Floskeln“, die „Grenzen der Comedy“ seien damit erreicht, er betreibe „Fan-Fischen am billigen Rand“ sowie „billige Stimmungsmache“ und gehe nach dem „Seehofer-Motto“ vor „Es soll keinen Komiker rechts von mir geben.“

Innenminister de Maizière bezeichnet Mittermeier als Mann, der an „vorderster Front im Kampf gegen den Terror“ stehe und versuche, „uns Bürger zu schützen“.

Klar, an „vorderster Front“, in seiner gepanzerten Limousine und umgeben von Leibwächtern. Die wahren Kämpfer an der Front sind wir, die Bürger auf der Straße, die diesem ganzen Islamterror-Wahnsinn schutzlos ausgeliefert sind!

Barth empfahl der linke Komiker frech, es sei sinnvoller, dem eigenen Fan-T-Shirt-Motto zu folgen: „Janz wichtig! Fresse halten angesagt.“ Es gehe hier „nicht um eine Autobahnbrücke, bei der Steuergelder verschwendet wurden“, sondern um etwas richtig Staatstragendes, bei der Mario Barth wohl nicht mitreden könne: „Hier geht es um den Zusammenhalt und das Weiterbestehen unserer Gesellschaft mit Besonnenheit und Würde.“ Allen Ernstes fügt Mittermeier noch hinzu: „Die Basis eines guten Comedians ist Haltung!“

Aha. Um des „Zusammenhaltes“ willen darf man sich also laut Mittermeier keine kritischen Gedanken über die Zustände in Deutschland machen. Denn das sei „nebulöser Populismus“, und den „sollten wir lieber der Gegenseite überlassen.“ Also die typisch linkstolerante „Haltung“ bewahren und Klappe halten, wenn uns der Islam-Terror den Boden unter den Füßen wegbombt. Und wer ist „wir“? Etwa die Zunft der gleichgeschalteten linksverdrehten Komiker? Und wer ist die „Gegenseite“? Die pöhsen „Rechtspopulisten“ und „Naahzies“ von der AfD und Pegida?

Bei der shz kann man den unverschämten Mittermeier-Erguß nachlesen, auch auf seiner Facebook-Seite, die sicher auf entsprechende Kommentare wartet. Die Bild ist der Meinung, dass Barth einen „Peinlich-Post“ veröffentlicht und Mittermeier ihn „bloß gestellt“ habe. T-Online bezeichnet den Eintrag von Mario Barth als „wirren Post, der vor rechtspopulistischen Phrasen wimmelt“. Bei der Abstimmung vom Focus sind übrigens 61% der Meinung, dass Barth Recht habe, nur 32% stimmen Mittermeier zu, 7% sind unentschieden. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung bringt die Replik von Mario Barth, in der u.a. steht:

Wie geil einige „Medien“ sich über meinen letzten Post aufregen. Es geht haubtsechlich um die Rechtschreipung? weniger um die Tatsache, das die Welt sich verändert hat.
Wenn das mal keine Ablenkung von der wahren Aufgabe ist ??. Nein ist es nicht. Ne ne. (Oh wieder falsch geschrieben?)

Mittermeier ist bekannt als ganz wackerer Aktivist im „Kampf gegen Rechts“. Im Januar vergangenen Jahres trat er zusammen mit 12.000 Linken gegen den Münchner Pegida-Ableger „Bagida“ auf, der damals 1200 Bürger mobilisieren konnte. Unter dem Motto „Tanz den Pegida – ein Arbeiterfasching – wenn andere hetzen, werden wir feiern“ lieferte er auch einen kabarettistischen Auftritt ab, in dem er über vermeintliche „Ausländerfeindlichkeit“ und „Rassismus“ herzog. Der übliche nicht ernst zu nehmende linke Quark eben. Ein Kontakt zu dem „Künstler“ findet sich hier.