Schluss mit der tödlichen Sicherheit!

buchcoverDer streitbare Historiker Jörg Baberowski hat die Kampfunfähigkeit deutscher Männer ausgerufen. Seiner Meinung nach ist das sogar gut, weil die Männer ihre „primitiven“ Neigungen unter Kontrolle gebracht hätten und jetzt voll und ganz dem Staat vertrauen würden, anstatt selbst handfest ihre Interessen durchzusetzen. Das liest sich erstmal ganz toll – Law and Order –, es ist nur leider völliger Schwachsinn. Darauf deuteten auch viele Stimmen zur erschreckenden Tatenlosigkeit deutscher Männer bei den Exzessen der Neujahrsnacht in vielen Innenstädten hin. 

Besonders hervorzuheben ist hier die wütende Anklage des Schriftstellers Thor Kunkel sowie die Antwort darauf: „Wehrlosigkeit – Dekadenz oder Konsequenz?“ Die Haltung jedoch bzw. ihr Mangel, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Erschlaffung eigentlich typisch männlicher Verhaltensweisen steht, bleibt als Grundproblem unangetastet.

Die sachlich feststellbare Entmännlichung ist eine Zivilisationskrankheit. Der europäische, hier der deutsche Mann ist daran gewöhnt worden, dass Papa Staat ihm alle Verantwortung in zwischenmenschlichen Konflikten abnimmt – und wenn er selbst handelt, steht er schneller vor Gericht, als er gucken kann. Der hereingeschwemmte „Flüchtling“ kennt diese Hemmungen und Selbstkontrolle nicht. Der nimmt sich, was er will, und die natürlichen Reaktionen bleiben in der Regel aus, weil man hierzulande kaum noch in solch „archaischen“ Bahnen denken kann.

Der amerikanische Autor Jack Donovan hat sich in mittlerweile fünf Büchern intensiv mit der Frage der Männlichkeit in unserer Zeit beschäftigt. Von ihm liegt nun brandneu „Der Weg der Männer“ in deutscher Sprache vor. Donovans Herangehensweise nimmt das Grundübel in den Blick, nämlich die Entfernung der Männer vom „wirklichen“ Leben! Seine naturwissenschaftlich und soziologisch unterfütterte Empfehlung lautet, Männlichkeit neu zu denken – und zwar exakt gegenteilig zum heutigen „Gender“-Geschwafel. Dazu reicht es nicht, ein bisschen Kampfsport zu machen und große Töne zu spucken. Man muss sich auch geistig vom goldenen Käfig virtueller Ablenkungen und bequemer Verantwortungslosigkeit verabschieden! Die alten Wege sind ausgelatscht und führen ins Nichts – es ist Zeit, sich in die Büsche zu schlagen.

Während sich Koalitionen aus Frauen, stimmenheischenden Politikern und Angsthasen zusammentun, um unsere Welt kindersicher zu machen, Waffen zu verbieten und brutale Sportarten zu reglementieren, verschanzen sich Männer hinter virtuellen Formen der Männlichkeit wie Videospielen, weil das die einzigen Ventile sind, die ihnen noch bleiben. […] Wenn das alles ist, wenn sich dein Leben nur um „Spaßhaben“ dreht, genügt dir das? Ist dieses zivilisatorische Niveau – all dieser Friede, all dieser Überfluss – seinen Preis wert?

Wie lange werden die Männer diesen Zustand relativer Unehrenhaftigkeit ertragen, wissend, dass ihre Vorfahren stärkere Männer, härtere Männer, mutigere Männer waren? Im Wissen, dass dieses Erbe der Kraft auch in ihnen fortlebt, dass aber ihr eigenes Potential an männlicher Tugend vergeudet und verschleudert wird?

Bestellinformationen:

» Jack Donovan: Der Weg der Männer, Schnellroda 2016. 232 Seiten (16,- Euro) zu bestellen beim Verlag Antaios