ZDF: Wir backen uns einen Täter

zdf heuteSeit Köln und den sich anschließenden – erfolglosen – Bemühungen, die Hintergründe der Täter zu verschleiern, bricht hier und da und immer öfter das Kartell des Verschweigens und Vertuschens auf. Nach anfänglichem Zieren gab man in Köln zu, dass die Täter nicht nur „Männer“ waren, sondern überwiegend aus nordafrikanischen Staaten kamen und sich zum Zeitpunkt ihrer widerlichen Exzesse weniger als ein Jahr in Deutschland befanden. Dass es sich mithin um viele „Flüchtlinge“ handelte. Die Lügenpresse als Wurmfortsatz der dreieinigen Merkel-Regierung weiß mittlerweile, dass die wahre vierte Gewalt ihren Propagandasendungen auf die Finger schaut.

(Von Sarah Goldmann)

Das macht vorsichtig. Früher hätte das ZDF die Täter des islamistischen Terrors in Frankreich sicher so präsentiert wie in diesem verkürzten Ausschnitt aus den heute-Nachrichten vom 15. Juli:

[..] und doch konnten sie [Anm.: die Polizisten] Gewalt und Terror in ihrem Land nicht verhindern, wohl auch, weil der Feind fast nie von außen kommt.

Beispiel Charlie Hebdo: 17 Opfer, getötet von drei Tätern, alle geboren in Frankreich.

Oder die Novemberanschläge: 130 Opfer, getötet von wahrscheinlich 10 Tätern, vor allem Franzosen und Belgier.

Der Polizistenmord in diesem Juni in Magnanville:2 Tote, der Täter geboren in Paris.

Und jetzt Nizza: Ein Zuwanderer, der aber schon Jahre in Frankreich lebt.

Wie gesagt, nur ein Ausschnitt. Man ist ehrlicher geworden, oder eben vorsichtiger. Die „Migrationshintergründe“ der Täter werden heutzutage genannt, aber erst im Anschluss an die ideologisch vorgegebene Direktive, dass es bitte Einheimische sein müssen, die morden. Hier nun die komplette Beschreibung des ZDF („heute“ von 19.00 Uhr, ab 10:55):

[..] und doch konnten sie [die Polizisten, Anm. PI] Gewalt und Terror in ihrem Land nicht verhindern, wohl auch, weil der Feind fast nie von außen kommt.

Beispiel Charlie Hebdo: 17 Opfer, getötet von drei Tätern, alle geboren in Frankreich, alle mit nordafrikanischen Wurzeln.

Oder die Novemberanschläge: 130 Opfer, getötet von wahrscheinlich 10 Tätern, vor allem Franzosen und Belgier. Auch sie Kinder von nordafrikanischen Einwanderern.

Oder der Polizistenmord in diesem Juni in Magnanville. 2 Tote, der Täter geboren in Paris, die Eltern aus dem Maghreb.

Und jetzt Nizza. Ein Zuwanderer, der aber schon Jahre in Frankreich lebt. Kleinkriminell, abgehängt von der Gesellschaft. Es mag hässlich klingen, aber: Frankreich ist für Frankreich derzeit offenbar die größte Gefahr.

Wie ist die Schlussfolgerung aus der Tatsache, dass alle Täter von Eltern aus Nordafrika abstammen? Die Schlussfolgerung heißt für das ZDF: Frankreich hat ein Problem mit Franzosen, nicht: Frankreich hat ein Problem mit den Kindern von ausländischen Einwanderern. Der Einzige, der etwas aus der Reihe fällt, weil er ja „Migrant“ ist, wird dementsprechend auch aufbereitet um die These von der Gefahr aus Frankreichs Mitte zu halten.

Er sei „abgehängt“ worden „von der Gesellschaft“, ist also gewissermaßen Opfer, nicht (nur) Täter. Wie er abgehängt wurde, sagt das ZDF nicht. Hat ihm jemand den Schulbesuch untersagt in Frankreich? Wurde ihm verboten zu studieren oder wenigstens eine Drecksarbeit aufzunehmen? Wer oder was hat ihn dazu erzogen, Menschen zu töten, anstatt sich um seine Frau und seine drei Kinder zu kümmern?

Und noch eine Frage: Wieso fielen die Nordafrikaner in Köln gleichermaßen Ekel erregend auf? Hat die auch jemand „abgehängt“ oder welche Entschuldigung muss dort dafür herhalten, um kleinzureden, dass jene Menschen aus Nordafrika offensichtlich ein erhebliches Problem mit zivilisierter europäischer Kultur hatten?

Man kann auch anders fragen: Wer hat sie so sozialisiert, und warum wurden sie so sozialisiert? War es die Schule? Hier ein nettes Beispiel, welches den Einfluss der Schule in Frankreich zeigt auf die unschuldig Gesprochenen vom ZDF. Ein Lehrer wollte seine Schüler („muslimischen Glaubens“) in einem Collège nicht „abhängen“, sondern ihnen gegenüber die Werte Frankreichs vertreten. Es geschah nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo, als er ihnen die Karikaturen des Magazins zeigte um zu fragen, ob man dafür morden dürfe. Was passierte wohl?

Einen Tag nach Angriff auf die Redaktion des Pariser Satiremagazins Charlie Hebdo zeigte ein Kunstlehrer in seiner Collège-Klasse mit 13- bis 14-jährigen Schülerinnen und Schülern Mohammed-Karikaturen, die von Charlie Hebdo veröffentlicht worden waren. Er wollte den religiösen Tabubruch gegen die Werte der Republik – Meinungs- und Pressefreiheit – diskutieren. Tatsächlich löste er das genaue Gegenteil aus. […]

20 Schülerinnen und Schüler muslimischen Glaubens beschwerten sich bei der Schulleitung. Die Sache ging bis zur Schulbehörde in Straßburg, die ihrerseits schriftliche Erklärungen einholte. Jean-Pierre Gougeon, der Leiter der Schulbehörde, sah sich zu einer drastischen Maßnahme veranlasst: Er suspendierte den Kunstlehrer für die Dauer von vier Monaten. Mit seiner Entscheidung habe er die Lage befrieden und Zeit schaffen wollen, um die Lage zu klären, begründete Gougeon seinen Schritt.

Die Schüler „muslimischen Glaubens“ wurden vermutlich alle und ausnahmslos in Frankreich geboren, die Eltern stammten – woher? Wer hat sie sozialisiert, wer hat sie mit welchen Ideen abgehängt von westlichen Wertvorstellungen? Die Schule war es nicht, wie man sieht. Eure Antwort, ZDF? Was schließt ihr aus alledem? Ihre Antwort, Dunja Hayali?