Netanjahu: Es wird in Judäa und Samaria keine ethnischen Säuberungen geben

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat die Behauptung zurückgewiesen, dass die Gegenwart von Juden in Judäa und Samaria ein Hindernis für Frieden ist. Die Forderung der palästinensischen Führer, dass in einem palästinensischen Staat kein einziger Jude leben darf, ist nichts anders als ethnische Säuberung, stellte Netanjahu am Freitag fest. Er bezeichnete die Idee einer „ethnischen Säuberung für Frieden“ als absurd. Netanjahus Kommentar ist in obigem Video zu sehen, das er in Hebräisch und Englisch veröffentlicht hat, und das auch in einer Version mit arabischen Untertiteln zu sehen ist.

Hier die deutsche Übersetzung:

„Sicherlich haben viele von euch die Behauptung gehört, dass jüdische Gemeinschaften in Judäa, Samaria, der West Bank, ein Hindernis für den Frieden sind.

Diese Ansicht hat mich immer verwundert. Denn niemand würde ernsthaft behaupten, dass die nahezu zwei Millionen Araber, die innerhalb Israels leben — dass sie ein Hindernis für Frieden sind. Das ist so, weil sie es nicht sind. Im Gegenteil. Israels Vielfalt zeigt unsere Aufgeschlossenheit und Bereitschaft für Frieden.

Doch die palästinensische Führerschaft fordert tatsächlich einen palästinensischen Staat mit der Vorbedingung: Keine Juden. Dafür gibt es einen Ausdruck: Das wird ethnische Säuberung genannt.

Und diese Forderung ist unfassbar. Sogar noch unfassbarer ist, dass die Welt das nicht unfassbar findet. Einige ansonsten aufgeklärte Länder fördern diesen Frevel sogar noch.Fragen Sie sich selbst: Würden Sie in ihrem Staat ethnische Säuberung akzeptieren? Ein Territorium ohne Juden, ohne Spanier, ohne Schwarze?

Seit wann ist Fanatismus ein Fundament für Frieden? In diesem Moment spielen jüdische Schulkinder in Judäa, Samaria in Sandkästen mit ihren Freunden.Macht deren Anwesenheit den Frieden unmöglich?

Ich denke, das ist nicht so.Ich denke, was Frieden unmöglich macht, ist die Intoleranz gegen andere. Gesellschaften, die alle Menschen achten, sind diejenigen, die nach Frieden streben. Gesellschaften, die ethnische Säuberung fordern, suchen keinen Frieden.

Ich habe die Vision eines Nahen Ostens, wo junge Araber und junge Juden gemeinsam lernen, gemeinsam arbeiten, gemeinsam Seite an Seite in Frieden leben.

Unsere Region braucht mehr Toleranz, nicht weniger. Wenn Sie also das nächste Mal hören, dass jemand sagt, dass Juden irgendwo nicht leben dürfen, oder gar, dass sie nicht in ihrer angestammten Heimat leben dürfen, dann halten Sie einen Moment inne, um an den gesamten Zusammenhang zu denken.

Ethnische Säuberung für Frieden ist eine Absurdität. Es ist höchste Zeit, dass jemand das ausspricht. Ich habe das hiermit getan.“

Anmerkung:

Die Sprecherin des US-Außenministeriums, Elizabeth Trudeau, die bei der Pressekonferenz am Freitag gefragt wurde, was sie auf die Aussagen von Netanjahu erwidert, sagte:

„Wir stimmen offensichtlich nicht mit der Beschreibung überein, dass diejenigen, die gegen Siedlungsaktivitäten sind oder diese als Hindernis für Frieden betrachten, irgendwie nach einer ethnischen Säuberung von Juden aus der West Bank aufrufen. Wir glauben, dass die Verwendung dieser Art Terminologie unangemessen und nicht hilfreich ist.

Wir sind der Meinung, wie jede vergangene US Regierung auch, und wie es die starke übereinstimmende Meinung der internationalen Gemeinschaft ist, dass die fortdauernde Siedlungsaktivität ein Hindernis für den Frieden ist…“

Sie kritisierte anschließend das, was sie als Israels „illegale Außenposten und nicht autorisierte Siedlungseinheiten“ bezeichnete.

Die Antwort der Sprecherin war ausweichend, denn Netanjahus Statement war korrekt. Ethnische Säuberung wird definiert als die systematisch erzwungene Entfernung einer ethnischen oder religiösen Gruppe aus einen bestimmten Gebiet, in der Absicht dieses Gebiet ethnisch homogen umzugestalten. Trotz der Einwände des Weißen Hauses scheint dies eine akkurate Beschreibung dessen zu sein, was in Gush Katif im Jahr 2005 geschehen ist, als über 10.000 Juden zwangsweise aus ihren Häusern im Gazastreifen vertrieben wurden, um ein ausschließlich palästinensisches Gaza zu schaffen.

Die Zwei-Staaten-Lösung ist im Wesentlichen ein Vorschlag, der darin besteht, die Juden aus Judäa und Samaria zu vertreiben, um einen judenfreien Staat nur für palästinensische Araber zu schaffen.

(Übersetzung von Renate)