Al-Bakr: Ist Sachsen schuld oder Merkel?

zelleSchuld am Suizid des syrischen Terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr (22) sollen wieder einmal die Sachsen sein, da der „Bombenbauer von Chemnitz“ in der JVA Leipzig nicht rund um die Uhr bewacht wurde. Sowohl Wolfgang Bosbach (CDU), Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) als auch Politiker der Grünen äußerten sich empört. Was ist da los im Freistaat Sachsen?

(Ein Kommentar von Felix Menzel)

Zugegeben: Die ganze Story um al-Bakr ist schon mysteriös und seltsam. Da kann ein anerkannter Flüchtling aus Deutschland einfach so den Sommer über in die Türkei und vermutlich auch Syrien reisen. Dort läßt er sich vom „Islamischen Staat“ ausbilden. Dann kommt er zurück – ohne kontrolliert zu werden –, fängt an, seine Bombe zu basteln und wird dabei von den Behörden kurz vor Fertigstellung ertappt.

Syrische Superhelden, die das Bundesverdienstkreuz bekommen sollen

Die Polizei stellt sich bei der Observation, die sogar Nachbarn beobachten können, jedoch so dilettantisch an, daß al-Bakr sich den Wecker am Tag seiner Festnahme etwas früher stellt und den Einsatzkräften des Sondereinsatzkommandos davonlaufen kann. Er muß also ein wahrer Überlebenskünstler sein: Schließlich gelangt er dann trotz Überwachung der Bahnhöfe auch noch nach Eilenburg zu seiner alten Wohnung, wo die Polizei wiederum zu lange braucht, und nach Leipzig, wo ihn dann zwei heldenhafte Landsleute in ihrer Wohnung fesseln und der Polizei übergeben.

Klingt ziemlich verrückt und ist es auch – genauso wie die Stimmung im Land: Die Rechten weisen auf den syrischen Terroristen hin und die Linken feiern die syrischen Superhelden, die Deutschland vor dem ersten größeren IS-Anschlag gerettet hätten. Komisch nur: Auf die einzige Aussage von al-Bakr, seine syrischen Landsleute seien Mitwisser gewesen, hört niemand. Statt dessen fordern Politiker für sie das Bundesverdienstkreuz.

Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen

Al-Bakr kommt nun in die JVA Leipzig, wo er in den Hungerstreik tritt und sich kurz darauf mit seinem T-Shirt erhängt. Er wurde angeblich in Intervallen von etwas unter einer Stunde überwacht. Auch hier soll der mutmaßliche Terrorist also wieder sehr fix gewesen sein und bringt nun den gesamten Freistaat Sachsen in Erklärungsnöte.

Das paßt der Politik übrigens perfekt in den Kram: Seit Monaten findet ein völlig unverhältnismäßiges Sachsen-Bashing statt. Zwischen Vogtland und Lausitz sollen fast nur Nazis wohnen, die Polizei schütze einzig die Rechten und versage bei allen anderen Aufgaben. Das ist die Geschichte, die wir ständig neu erzählt bekommen. Egal, wo die Handlung stattfindet. Bautzen, Dresden, Heidenau, Freital und Chemnitz sind dabei nur die Kulisse.

Nun muß man an den Fall Dschaber al-Bakr aber mal ganz anders herangehen: Was soll denn bitteschön die Aufgabe der Behörden sein, um Terroranschläge zu verhindern und dem Netzwerk des „Islamischen Staates“ auf die Schliche zu kommen? Die etablierte Politik von CSU bis Linkspartei stellt sich das so vor: Zuerst lassen wir alle Syrer und sonstigen Asylbewerber unkontrolliert einwandern. Dann bekommen die „Guten“ einen Sozialarbeiter zur Integration an die Hand. Die „Bösen“ lassen wir dagegen vom Verfassungsschutz überwachen.

Was kostet eigentlich die Überwachung von Terroristen und ausländischen Extremisten?

Sie werden aber nicht festgenommen und abgeschoben. Selbst dann nicht, wie bei al-Bakr, wenn sie durch Schlägereien auffallen. Das würde nämlich bedeuten, daß alle kriminellen Ausländer inhaftiert und abgeschoben werden müßten – auch diejenigen, bei denen die deutsche Politik auf eine Wunderheilung vom Kleinkriminellen und Grabscher zur Fachkraft hofft. Aus diesem Grund müssen die Terrorverdächtigen umso intensiver bewacht werden und wehe es geht was schief. Erwischt man dann einen dieser „Gefährder“ und steckt ihn hinter Gitter, weil sonst die Bombe geplatzt wäre, soll er nun wieder rund um die Uhr einen Aufpasser zur Seite bekommen.

Wißt ihr eigentlich, was das kostet? Nach diesem Masterplan der Regierung bräuchten wir bestimmt zusätzlich eine Million Sozialarbeiter sowie mehr als 100.000 Neueinstellungen bei Polizei, Verfassungsschutz und Justiz, die sich nur um unsere neuen Mitbürger mit illegalem Einwanderungshintergrund kümmern. Das ist der Wahnsinn! Das ist absurd! Bereits vor Ausbruch der Asylkrise lebten fast 75.000 ausländische Extremisten in Deutschland. Inzwischen dürften wir auf die 100.000 zugehen. Und die sollen alle im Zweifelsfall mit Stasi-Methoden bespitzelt werden?
Wir wählen die Freiheit!

Überwachung ist der einzige Weg, um eine instabile Gesellschaft zusammenzuhalten. Das haben Merkel, de Maizière und Maas richtig erkannt. Wir wollen aber keine instabile Gesellschaft, die den Bürgerkrieg ständig weiter vertagt. Wir wollen in einer freiheitlichen Gesellschaft leben! Die ist aber nur möglich bei einem Mindestmaß an ethnischer Homogenität, die wir leider verloren haben. Wir haben deshalb nur die Wahl zwischen einem multikulturellen Überwachungsstaat und einer freiheitlichen, deutschen Gesellschaft. Würde man dies dem Volk so offen und ehrlich sagen, würden sich alle für Freiheit und nationale Einheit entscheiden.

Es bleibt zu hoffen, daß dies bis zur Bundestagswahl noch viele Bürger erkennen werden, denn eins ist ganz sicher: Der Traum vom friedlichen Nebeneinander und der Vermischung der Völker ist ausgeträumt. Das mußten jetzt sogar die Linksradikalen aus dem Leipziger Conne Island zugeben, nachdem sie sich die multikulturelle Realität ins eigene Haus geholt hatten.


(Im Original erschienen auf einwanderungskritik.de)