Brief an Maybrit Illner: „Ihre Sendung war eine Kollision von Anspruch und Wirklichkeit“

Sehr geehrte Frau Illner, sehr geehrter Herr Wilms, sehr geehrte Redakteure und Redakteurinnen des ZDF, Ihre „Spezialsendung“ war eine Kollision von Anspruch und Wirklichkeit! Ihre Anmoderation war ein Kniefall vor Ihrem Arbeitgeber, der dem Willen unserer Polit-Eliten untertänigst dient, ohne dem eigenen Anspruch auf unabhängigen Qualitätsjournalismus gerecht zu werden.

(Von Robert S.)

Der dabei von Ihnen ständig gebrauchte und missbrauchte Begriff Populist verkommt bei Ihnen zu einem einfachen Propagandabegriff. Leider muss ich Sie in diesem Zusammenhang an Ihre Vergangenheit als ehemalige Genossin der SED in der DDR erinnern. Menschen wie Sie sollten sich bei derartigen Themen äusserst zurücknehmen!

Ausserdem waren Sie schlecht vorbereitet, als Sie Herrn Kaufmann in arroganter Manier bezüglich der Thematik Mindestlohn „Nachhilfe“ anrieten. Die benötigen aber Sie, ich verweise für Sie explizit auf das Kurzprogramm der AfD auf Punkt 5.2., in welchem nicht auslegbar auf den Mindestlohn als einen Programmpunkt der zukünftigen Wirtschaftspolitik der AfD verwiesen wird.

Dass Ihr Sender einen ehemaligen 68er-Berufsrevoluzzer, der eigentlich nach Ihren eigenen Massstäben ein Populist schlimmster Couleur sein müsste und dazu ein eigenartiges Verhältnis zur Sexualität mit Minderjährigen zumindest hatte, diskreditiert Sie und diejenigen, die diesen Altrevoluzzer in „Stellung“ gegen die AfD bringen wollten. Ich denke, dass Sie während der Sendung feststellen mussten, dass diese Propagandahilfe für Sie und das ZDF voll daneben ging.

Dass dieser krude Altrevoluzzer in der Paulskirche zu Frankfurt am Main eine Rede zum Tag der Deutschen Einheit halten durfte, stellt unseren derzeitigen Polit-Eliten ein Armutszeugnis aus und konterkariert diesen Tag der Deutschen für diejenigen, die dazu beitrugen, dass diese Wiedervereinigung überhaupt zustande kam oder diese begrüsst haben.

Eine Ironie der Geschichte ist, dass gerade Menschen wie Sie, die niemals ein Interesse an einem Zerfall der DDR hatten und heute im Medien-Establishment des wiedervereinigten Deutschlands angekommen sind, diesen Tag in Wort und Bild begleiten.

Sehr geehrte Frau Illner, falls Sie diese Email lesen sollten, empfehle ich Ihnen, führen Sie in Ihren Sendungen zukünftig Diskurse um Inhalte, ansonsten werden die Öffentlichen-Rechtlichen Sender auf Grund ihres unglaublichen Opportunismus hoffentlich bald der Vergangenheit angehören.

Das schaffen wir dann!

Mit kritischen Grüßen

Robert S.


» maybrit-illner@zdf.de