dylanVor gut einer Woche gab Schwedens Akademie den Literaturnobelpreisträger 2016 bekannt: Bob Dylan. Schon seit Jahren im Gespräch, sollte damit die Qualität seiner Songtexte geehrt werden. Deutsche Feuilletongreise fielen in einen Freudentaumel: Das Idol ihrer frühen Aussteigerzeit sollte nun von jenem Establishment geehrt werden, das inzwischen auch ihre Ärsche gepolstert hatte. Mit dem sie längst faulen Frieden geschlossen hatten. Aber das Idol streckt nur schweigend den Mittelfinger… (Lustige Fortsetzung von Harald Harzheim in Compact!)

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149 KOMMENTARE

  1. Tja, er ist vermutlich Multimillionär und hat die paar Kröten vom Nobelpreiskommitee nicht nötig!

  2. #2 Werdecker (23. Okt 2016 12:19)

    Der Friedens-Nobelpreis und der Literatur-Nobelpreis sind verachtenswert und werden politisch korrekt vergeben – reiner Restmüll.
    ——————
    Genau!

    Das sah man schon bei Jelinek und Dario Fo.
    Und nun ist eine Heulboje dran!

  3. Ich finde es gar nicht mal so schlecht, wenn einer den offiziellen Zirkus, den ganzen Pseudo-Kulturbetrieb und das System-Feier- und Eventgetue einfach nicht mitmacht.

    Das System ist unser Gegner. Diese Leute gehören nicht zu uns, sie dürfen keine Normen für uns setzen.

    Nehmt die einfach nicht wahr und pfeift auf deren Matrix.

  4. Es gibt letztlich zwei Möglichkeiten:

    1. Er ist gaga geworden (ist ja nicht mehr der Jüngste), oder
    2. Er will einfach nicht.

    Letzteres spräche deutlich für ihn.

    Seine letzten ernstzunehmenden Veröffentlichungen und Auftritte waren in den 70ern. Der Kommunistische Bund Westdeutschland (KBW) hatte gerade seine beste Zeit.

    „Verdamp lang her!“, würde man in Köln jetzt sagen.

  5. Tja, das haben sie im heutigen Schweden davon … wären sie mal im klassischen Literaturbetrieb auf die Suche gegangen!!
    Nobelpreis ist auch nicht mehr das, was er mal war. Demnächst wird der Mathe-Preis für jemanden vergeben, der noch 1 + 1 im Kopf rechnen kann.

  6. Vom Clinton Wahlkampfteam gesteuert um der Welt vor zu gauckeln es hätte im weißen Amerika jemals so etwas wie eine Protestbewegung gegen deren imperialistische Großmacht Politik gegeben.

    Dass Gabriels Lieblingsmusiker der nur noch ein abgefracktes, arrogantes Arschloch ist, nicht zur Preisverleihung erscheint war doch abzusehen.

  7. Der Musiker schweigt bis heute. Selbst bei einem Konzert verlor er kein Wort über die Preis-Keule. Sowas hatte es noch nie gegeben. Okay, Jean-Paul Sartre hatte den Literaturnobelpreis 1964 abgelehnt. Aber so gar nicht antworten… Zunächst machte die schwedische Akademie auf cool, aber jetzt gab es den ersten Ausraster. Ein Mitglied, der Schriftsteller Per Wästberg, jaulte am Freitag im TV: „Das ist unhöflich und arrogant. Das muss man einfach mal so sagen“. Und was sagen die Hofberichterstatter des Establishments? „Bob Dylan macht sich unbeliebt“, warnt die F.A.Z. Die Süddeutsche ruft: „Bob Dylan, bitte melde dich!“ Nur die „Berliner Zeitung“ erklärt Bob Dylan des Preises unwürdig, weil seinem depressiven Sound das neoliberale Wellness-Feeling fehle.

    Göttlich, das Idol k*ckt auf seine, um Aufmerksamkeit buhlenden, Kinder.

    Eines der Gören, das bei der BZ, zeigt schon Anzeichen eines Traumas ob der Nichtbeachtung und droht mit dem Abrutschen in die Intensivtäterschaft.

  8. Ein dankbares Thema, an dem sich der Kewil nach Herzenslust abarbeiten kann. Es ist so wichtig, wie das Wetter vor einem Jahr.

  9. Vielleicht empfindet er den Nobel – Preis als das, was er spätestens seit der Verleihung an Obama ist: LÄCHERLICH!

  10. Mit Bob Dylans Texten kenne ich mich nicht aus, aber Eines muss man ihm lassen: Er kann weder singen, noch sonderlich gut Gitarre spielen (Kann ein talentierter Anfänger im ersten Jahr besser) und hat damit Erfolg. Respekt!

    Seine Bewegründe für das Ignorieren kennen wir nicht, aber er scheint Charakter zu haben.

  11. #16 Newsflash   (23. Okt 2016 12:38)  
    Dazu:
    Literaturnobelpreis-Träger Bob Dylan: Mit Israel verbunden
    http://haolam.de/de/Israel-Nahost/artikel_26767.html

    Dylan heisst mit bürgerlichem Namen Robert Zimmermann und wurde als Sohn jüdischer Einwanderer geboren – 1978 konvertierte er zum Christentum und liess sich taufen – seit dem ist er auch bekennender Christ.

    Und nein, auch wenn sich dieses Klischee hartnäckig hält, Dylan hatte noch nie etwas mit der ganzen Friedens-, Freiheits- und Betroffenheitsszene zu tun, auch wenn er in den Neunzehnhundertsechzigern aus kommerziellen Gründen auf dieser Welle schwamm, wirklich zu tun wollte er mit dieser Szene haben – weswegen er in dieser Szene immer noch u.a. als „Judas“ beschimpft wird – diesen Leuten widmete er auch einen seiner größten Songs – „Positively 4th Street“.

  12. Bob Dylan wird seine Entscheidung davon abhängig machen, ob der Nobelpreis neben seinem Nachttopf gut aussieht.

  13. #2 Werdecker   (23. Okt 2016 12:19)  
    Der Friedens-Nobelpreis und der Literatur-Nobelpreis sind verachtenswert und werden politisch korrekt vergeben – reiner Restmüll.

    Stimmt.
    Ich unterstelle einfach, dass Dylan mit vielen von den Leuten, die diesen Preis bekamen, nicht verglichen werden will.

  14. Bob Dylan, Bob Dylan…so gut ist er und seine Songtexte nun auch wieder nicht dass er dafür den Nobelpreis verdient…

    benimmt sich wie eine kleines verzogenes Kind, aber der war schon immer ein Berufsquerulant!

  15. Die Reaktionen auf das bisherige Schweigen zeigt, wie diese Leute tatsächlich ticken. Infantil, narzisstisch, sich selbst überhöhend und sehr wichtig nehmend, abgehoben usw. Antwortet man ihnen nicht mit Applaus und Dankbarkeit (und ein paar Zeitgeistplattitüden dazu), drehen sie endgültig durch.

    Freut mich!

  16. #6 Johannisbeersorbet (23. Okt 2016 12:25):
    Ich finde es gar nicht mal so schlecht, wenn einer den offiziellen Zirkus, den ganzen Pseudo-Kulturbetrieb und das System-Feier- und Eventgetue einfach nicht mitmacht.
    […]

    Das tat er bereits schon mehrfach.
    U.a. als man ihn als Galionsfigur vor den Karren es ganzen Breis aus Woodstock-, Friedensbewegungs- und Betroffenheitskitsches spannen wollte, tauchte er einfach unter.

  17. Doepfnerzeitung zieht nach:

    Dem Magazin „Stern“ sagte er zu den Ausschreitungen in Bautzen: „Da brach etwas aus, das zwei Jahre geschwelt hatte</b“. Die Vorfälle überraschten ihn zwar, aber nicht wegen der Schlägereien. Rausch: „Sondern wegen der Naivität, mit der ein Teil der ,Gutmenschen‘ für Leute eintritt, die ganz offensichtlich Probleme machen.“

    http://www.bild.de/regional/dresden/rechtsextremismus/bautzner-asylheimleiter-kritisiert-naive-gutmenschen-47954160.bild.html

  18. Ich habe alle Scheiben von ihm bis 1970. Zahlreiche spätere auch. Seine Texte sprechen für eine unmittelbar ungetrübte Sicht auf Mensch und Gesellschaft.

    Orden dienen vor allen Dingen dazu, den Verleiher dieses Orden mit dem Ruhm des Kandidaten zu zieren. Herr Zimmerman schweigt, und die selbstgerechten hohen Herren gehen vor Wut an die Decke…

    Noch Fragen?
    Entlarvend gell!

  19. Doepfnerzeitung zieht nach:

    Dem Magazin „Stern“ sagte er zu den Ausschreitungen in Bautzen: „Da brach etwas aus, das zwei Jahre geschwelt hatte“. Die Vorfälle überraschten ihn zwar, aber nicht wegen der Schlägereien. Rausch: „Sondern wegen der Naivität, mit der ein Teil der ,Gutmenschen‘ für Leute eintritt, die ganz offensichtlich Probleme machen.“

    http://www.bild.de/regional/dresden/rechtsextremismus/bautzner-asylheimleiter-kritisiert-naive-gutmenschen-47954160.bild.html

  20. Manche Leute sind eben nicht käuflich! Und lassen sich schon gar nicht nach Lust und Laune benutzen!

    Die Frage bleibt warum verleihen sie ihm überhaupt JETZT diesen Preis? 50 Jahre lang hatten sie Zeit. Was wollen sie wirklich von ihm? Wobei soll er ihnen Hilfestellung leisten?

  21. Bob Dylan hat seine Seele dem Teufel verkauft, fuer was sollte er diesen komischen Preis noch annehmen!

  22. Schweigen ist immer feige. Auch wenn einem der Preis am Arsch vorbei geht, sollte man so viel sein, dies auch öffentlich so zu sagen, und den Preis zurück geben, ablehnen, oder sonst was, nur nicht feige schweigen…

  23. Aus gut unterrichteten Quellen steht die syrische UnruhestiferIn IsLamya Kaddor als ErsatzpreisträgerIn bereit.

  24. #39 Die Wehr (23. Okt 2016 13:14)

    Schweigen ist immer feige. Auch wenn einem der Preis am Arsch vorbei geht, sollte man so viel sein, dies auch öffentlich so zu sagen, und den Preis zurück geben, ablehnen, oder sonst was, nur nicht feige schweigen…

    Vollkommen richtig, soll er offen sagen das er den NP beschi$$en findet und nicht annimmt…

    aber jetzt klingelt für ihn wieder richtig die Kasse, weil er die Publicity hat.

  25. Brandursache unklar

    15 Bundeswehrlastwagen brennen auf Firmengelände in Bremen

    Bremen. Auf einem Firmengelände in Bremen-Hemelingen ist es in der Nacht zum Sonntag zu einem Großbrand gekommen. Aus noch unbekannter Ursache brannten 15 Bundeswehr-Lastwagen auf dem Parkplatz des Unternehmens.

    Das sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Sonntag. Das Feuer drohte auch auf eine angrenzende Lagerhalle überzugreifen. Mit 120 Einsatzkräften konnte ein Übergreifen der Flammen jedoch verhindert werden. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden beläuft sich nach Schätzungen der Feuerwehr auf mehrere Millionen Euro. Ob Brandstiftung die Ursache war, konnte die Polizei zunächst nicht sagen.

    Nach Angaben von Nonstopnews handelt es sich bei den ausgebrannten Fahrzeugen um Militärfahrzeuge. Das zivile Bremer Unternehmen rüste die Fahrzeuge der Bundeswehr unter anderem mit Kommunikationstechnik aus. Dazu standen diverse Großfahrzeuge wie Lastwagen und Unimogs auf dem Freigelände des Unternehmens.

    http://www.noz.de/deutschland-welt/bremen/artikel/794081/15-lastwagen-brennen-auf-firmengelaende-in-bremen#gallery&0&0&794081

    „Brandursache unklar“………. Dabei kann man doch mit größter Wahrscheinlichkeit annehmen, dass es Linksextreme waren.

  26. @#39 Die Wehr (23. Okt 2016 13:14):

    Schweigen ist immer feige.

    Es gibt aber auch das Sprichwort „Reden ist Silber – Schweigen ist Gold“.

    Schweigen ist vor allem extrem schwierig. Es ist das Verhalten eines Kindes, zu allem seine Meinung zu sagen und das eines Kleinkindes, alle seine Befindlichkeiten hinauszuplärren: Popo ist schmutzig, brennt ein bisschen —> Wähwähwähwääääh

    Das System kann mit Worten umgehen. Mit Schweigen nicht. Schweigen ist eine Disziplin der Reife und des Alters.

  27. Auslöser des folgenden Gedichts ist ein Artikel auf WELT ONLINE vom 15. August 2009: „Bei Spaziergang im Regen – Bob Dylan wird bei Polizeikontrolle nicht erkannt“.

    https://www.welt.de/vermischtes/article4326656/Bob-Dylan-wird-bei-Polizeikontrolle-nicht-erkannt.html

    Die letzten Zeilen beziehen sich auf Dylans im Oktober 2009 herausgebrachtes Album „Christmas In The Heart“.

    Bob Dylans Abenteuer

    Ein kalter, harter Regen fiel
    auf diesen Teil der Stadt,
    wo, wer dort lebt, kein leichtes Spiel
    und kaum noch Hoffnung hat.
    Ich lenkte dorthin meinen Gang,
    um Häuser anzusehn,
    die links und rechts am Weg entlang
    wie schwarze Schatten stehn.

    Als ich grad in ein Fenster sah,
    wie’s drinnen ausschaun tät,
    da war’n auch schon die Bullen da
    mit schwerem Schießgerät.
    Ne Bullerina fragte mich,
    wer ich sei, wie ich heiß –
    dies fand fürwahr zum Lachen ich:
    ob sie das denn nicht weiß?

    Sie sagte: „Nein!“ Ich: „Ich heiß‘ Bob,
    mein Nachname ist DYLAN!
    Ich mache Folk und Rock und Pop!“
    Sie schrie: „Um Gottes Willen!
    Schon wieder einer ausgebüxt
    aus uns’rer Heilanstalt!
    Hat er die Wärter ausgetrickst,
    geschah’s gar mit Gewalt???“

    Durch Hebelwirkung ihres Arms
    saß plötzlich ich im Wagen.
    Am Ausdruck ihres edlen Charmes
    fand ich durchaus Behagen.
    „Ich kenne da ein nettes Spiel!
    Filz mich von vorn bis hinten!
    Schnee, der aus allen Wolken fiel,
    ist mancherorts zu finden…“

    Beim Stichwort „Schnee“, da wurd‘ sie bleich,
    fing leise an zu fluchen,
    alsdann ging sie ans Werk, sogleich
    mich gründlich zu durchsuchen.
    Vom Haarschopf bis zum Lederschuh,
    überm und unterm Hemd,
    an, auf, bei, neben, ab und zu
    hat sie mich durchgekämmt.

    Die Suche blieb ergebnislos:
    Kristall trat nicht ans Licht.
    Ein böser Reinfall, riesengroß!
    „Ich fass es einfach nicht!“
    sprach sie. „Solang ich leb‘,
    kam mir sowas nicht vor!
    Damit du’s weißt: it ain’t you, babe,
    the one I’m lookin‘ for!“

    Draufhin schmiss sie mich unbeirrt
    hinaus aus dem Gefährt.
    Ich war geschockt, zutiefst verwirrt
    und fühlte mich entehrt.
    Doch als ich wieder zu mir kam,
    ging ich in schnellem Lauf
    ins nächste Studio und nahm
    ein Weihnachtsalbum auf…

  28. Bob hat eine Generation geprägt – ob man ihn mochte oder nicht. Seine Texte sind in ihrer Prägnanz und der Kargheit des Vortrages fast biblisch zu nennen. Hört euch nur mal: Masters of War an: https://www.youtube.com/watch?v=zJEjYY4TTjM

    Auch durch seine – frühen – Songs haben sich Gruppierungen wie die Grünen gebildet, die die Welt in genau zwei Teile teilen: Die Guten, das sind sie selbst und die Bösen, das sind die anderen.
    Bob – das muss man ihm lassen – hat das früh erkannt. In „Dirge“ singt er über die Friedenslieder von Joan Baez: „So sing your praise of progress and of the Dome Mashine. The naked truth is still taboo whenever it can be seen.“ Sing dein Lob von Fortschritt und der Kriegsmaschinerie. Die nackte Wahrheit bleibt tabu, sobald sie sichtbar wird.

  29. Bob Dylan bleibt sich eben nur sebst treu – zeigt eben wieder einmal Charakter! Das ehrt ihn! Wer sein Leben lang echt auf Anti-Establishment machte, wird nicht plötzlich die Seiten wechsen!

    Sein Gesangstil mag nicht jedermanns Geschmack sein, aber seine schwermütigen Lieder erreichen immer noch viele nachdenkliche Menschen! Man muss nicht Linker sein um das zu empfinden.

  30. Nobelpreis für Dylan – Dylan holt ihn nicht ab – das Eine wie das Andere ist völlig uninteressant.

    Dylans Rolle beim Umbau der amerikanischen Kultur ist allerdings schon relevant und nicht unbedingt positiv in ihrem Ergebnis.

    Wer sich für die Wurzeln und Wirkungen der US Musikindustrie der wilden Woodstockzeit interessiert, kann den Namen Dr. Hans Utter in eine beliebige Suchmaschine eingeben.Sehr interessant die Einführung in das Thema Musik und Psychobiologie. Leider spricht er eine ziemlich wuseliges Amerikanisch.

    Musik als Mittel der Massenkontrolle und Bewusstseinsänderung ist eine wesentlicher Bestandteil des Schlamassels in dem wir stecken.Polarisieren, spalten und lenken. Austausch der Werte durch Austausch der musikalischen Leitkultur.Kontrolle und emotionale Steuerung durch permanente Berieselung.

    Nebenbei kann ich mich noch an die echte und tiefe Enttäuschung eines Dylan Fans erinnern, als der davon erfuhr, dass sein politisches Idol durch Rüstungsaktien Gewinne einstrich.
    Er hatte irgendwie eine anti-Kriegshaltung in Dylan hinein projiziert und ihn zu seinem moralischen Helden gemacht.Ob das begründet war – keine Ahnung.

  31. Ein näselnder Kiffer u. Hofnarr heute noch als Idol?

    Werden die Linksvernebelten denn nie erwachsen?

  32. Ach komm, Mad Max, selbst nicht mehr der Jüngste: Bob Dylan ist Teil einer raffinierten Marketingstrategie: Womit erregt man die höchstmögliche Aufmerksamkeit? Indem man schweigt und alle Welt, auch PI, diskutiert über Bob Dylan und sein Schweigen.

    Oder ist es nur schlechtes Benehmen? Egal, wer wie Dylan einen lukrativen (verlogenen) Werbespot für Chrysler aufnimmt, der ist längst Teil des Systems, hier: „Lass die Deutschen dein Bier brauen, lass die Schweizer deine Uhr machen, lass dein Telefon in Asien bauen. Wir bauen dein Auto“, sagt Dylan in dem Spot, soll wohl heißen: Aber hör auf, deutsche Autos zu kaufen, denn wir sind die besten Autobauer der Welt, Buy American!

    https://www.youtube.com/watch?v=nY_T-JIDJ-c

    Das schwedische Literatur-Komitee trifft seit Jahren nur noch politkorrekte Entscheidungen, jetzt war wohl nach Tony Morrison 1993 endlich mal wieder ein Amerikaner an der Reihe, Tony Morrison, „der mit der höchsten literarischen Ehrung…“, schrieb SPON, Morrison ist eine Frau.

  33. Das ist mir sowas von Wurst, ob dieser Protestbarde diesen bescheuerten Nobelpreis bekommt und ihn dann in Stockholm abholt oder nicht.

    Wenn solche Figuren, wie dieser ehemalige Waffen-SS Soldat Grass den Preis bekommen, weiß ich was davon zu halten ist. Der Grass hat ewig in sein eigenes Nest geschissen und dafür am Ende diesen Nobelpreis empfangen. Aber für sein Werk wurde er ziemlich gut entlohnt und hat gut gelebt. Tolle Leistung.

    Genauso wie mit Dylan verhält es sich mit seinem Alter Ego in Deutschand, genauer Köln. Dieser Niedecken reißt sein Maul auch nur gegen das eigene Land auf, lebt aber ganz gut im Establishment. Solche bigotten Figuren kotzen mich einfach nur an.

  34. @ #53 ridgleylisp (23. Okt 2016 13:34)

    Ach, Dylan gehört gar nicht zum Establishment?
    Ist er etwa bettelarm, völlig unbekannt, ein abgearbeiteter kranker Arbeiter u. Rentner in bescheidenen Verhältnissen, wo die Rente nur bis zum 20. des Monats reicht u. der zur Armenspeisung wackeln muß?

    Dylan, der Hofnarr des Establishments: Er beschimpft es u. zehrt, ist Teil davon! So sieht´s aus!

  35. #55 Apusapus (23. Okt 2016 13:39)
    Nobelpreis für Dylan – Dylan holt ihn nicht ab – das Eine wie das Andere ist völlig uninteressant.
    […]

    Nebenbei kann ich mich noch an die echte und tiefe Enttäuschung eines Dylan Fans erinnern, als der davon erfuhr, dass sein politisches Idol durch Rüstungsaktien Gewinne einstrich.
    Er hatte irgendwie eine anti-Kriegshaltung in Dylan hinein projiziert und ihn zu seinem moralischen Helden gemacht.Ob das begründet war – keine Ahnung.

    Lol.
    Da waren damals wohl noch mehr von ihm schwer enttäuscht, als er nicht in Woodstock auftreten wollte und wenig schmeichelhaftes über die ganze Friedensszene zum Besten gab.
    Dylan ließ sich nie vor irgendwelche Karren spannen.

  36. Wiki

    „Hurricane“ is a protest song by Bob Dylan co-written with Jacques Levy, about the imprisonment of Rubin „Hurricane“ Carter. It compiles alleged acts of racism and profiling against Carter,[1] which Dylan describes as leading to a false trial and conviction.

    „Hurricane“ ist ein Protestlied von Bob Dylan und Jaques Levy als Koautor über die Inhaftierung von Rubin „Hurricane“ Cartr. Es fasst vermutete rassistische Handlungen und (racial) Profiling geggen Carter zusammen, die Dylan als ursächlich für eine falsches Gerichtsverfahren und die Verurteilung darstellt.

    Tja, früher hätte ich so was fraglos geglaubt. Heute, durch das Internet über die unzähligen falschen Rassismusvorwürfe denen sich das weiße Amerika ausgesetzt sieht, bin ich leicht skeptisch.

    Zu der Zeit haben es aber massenweise Weiße geglaubt, das Lied gehört, mitgesungen und nachgeklimpert.Eine nachhaltige psychologische Wirkung wurde mit Sicherheit erzeugt. Das (!) ist einen Nobelpreis wert.

  37. Der Nordvietnamese Politiker Le Duc Tho bekam mit Kissinger zusammen den Friedensnobel-Preis. Im Gegensatz zu Kissinger holte er nie den Nobelpreis ab. Er verzichtete auch auf die Kohle.

    https://www.welt.de/politik/ausland/article147389789/Die-grossen-Fehlentscheidungen-beim-Friedensnobelpreis.html

    Die großen Fehlentscheidungen beim Friedensnobelpreis.

    Henry Kissinger
    Jassir Arafat
    Al Gore
    Wangari Maathai
    Barack Obama
    ….. und vielleich noch das Merkel-Ferkel ….

    Ich kann gut verstehen dass Bob Dylan mit den anderen sog. Friedens-Spacken wie Arafat nicht in einen Topf geworfen werden wollte – Hut ab.

  38. #48 Eulenspieglein (23. Okt 2016 13:25)
    #50 Nuada (23. Okt 2016 13:30)

    So gehen aufrechte Prominente damit um, wenn sie eine Nominierung nicht wollen:

    Leute Schlagersänger
    Empörter Heino gibt Bambi wegen Bushido zurück

    Der Bambi für Rapper Bushido spaltet: Volkssänger Heino will seine Auszeichnung jetzt zurückgeben. Er nannte Bushido einen „gewalttätigen Kriminellen“.

    https://www.welt.de/vermischtes/prominente/article13713003/Empoerter-Heino-gibt-Bambi-wegen-Bushido-zurueck.html

    Genauso hätte Dylan die Gelegenheit nutzen müssen, zu sagen, was er von diesem Nobelpreis hält, warum er ihn nicht annimmt, etc… Aber im Gegensatz zu Heino z. B. hat Dylan scheinbar nicht den Mumm dazu, seinem Missbehagen Ausdruck zu verleihen, wenn dieser schon so groß ist, dass er sich wie ein Kleinkind versteckt.

  39. @ Werdecker (13.58 Uhr) und möglicherweise noch einige andere hier:

    Bob Dylan hat nicht den Friedens-, sondern den Literatur-Nobelpreis zugesprochen bekommen!

  40. #67 Die Wehr (23. Okt 2016 14:01)

    #48 Eulenspieglein (23. Okt 2016 13:25)
    #50 Nuada (23. Okt 2016 13:30)

    So gehen aufrechte Prominente damit um, wenn sie eine Nominierung nicht wollen:
    ———————————————–

    https://www.youtube.com/watch?v=KWuinyJgKew
    Video MRC verweiert Fernsehreis.

    Dieser Auftritt ist bemerkenswert, weil er einen Mann zeigt, der offenbar eine gewisse Medienabstinenz geübt hat und dann überrascht ist ob der krassen Veränderungen.

    Ich hatte als Student nur ein Radio, wollte auch keinen Fernseher. Aber damals verlief der Abstieg nicht so rapide.

    In den Jahren seit Merkel hätte womöglich eine Pause von einem Jahr genügt, um die Medienwelt nicht wiederzuerkennen.

  41. #67 Die Wehr (23. Okt 2016 14:01)

    Marie-Bernhardine hat das geschrieben was mir vorhin zu B.D. durch den Kopf gegangen ist.

    Dem geht es doch nur um die Publicity und das er seinem Ruf als Revoluzzer gerecht wird…
    in Wahrheit ist er abgehoben, überheblich und arrogant.

    Und diese Gehabe (bei der Preisverleihung) ist einfach nur dumm und frech, nur schade das sich dort niemand gefunden hat und ihm die Leviten gelesen hat.

    https://www.youtube.com/watch?v=c_5uknsonOM

  42. …Dylan to write some of the most influential protest songs of a generation.
    Bob’s girlfriend at this time, Suze Rotolo, was involved in C.O.R.E

    Dylan ( wurde von der Bürgerrechtsbewegung inspiriert) einige der einflussreichsten Protestlieder einer Generation zu schreiben. Bobs damalige Freundin,Suze Rotolo, war zu der Zeit bei C.O.R.E. beteiligt.

    (Congress of Racial Equality), an organization heavily involved in the civil
    rights movement.

    C.O.R.E. Der Kongress für rassische Gleichheit (war als) Organisationstark in der Bürgerrechtsbewegung involviert.

    She asked him to write some songs for the organization.

    Sie bat ihn für die Organisation einige Lieder zu schreiben .

    His first was called, “The Death of Emmett Till.” This song raised a lot of
    heads. It was about the murder of a black boy in 1955, 15 yr. old Emmett
    Till, who was killed because he whistled at a white girl.

    Sein erstes hieß „The death of Emmett Till“ Diese Lied brachte Viele in Bewegung. Es handelt von dem Mord an einem schwarzen Jungen, der getötet wurde, weil er einem weißen Mädchen hinterher pfiff.

    Quelle:Bob Dylan:An Impact on American Society in the 1960’s

    Mit dem Wissen von heute können wir das nun so glauben oder nicht.Das Lied verfolgte erfolgreich einen Zweck, ob die Geschichte nun stimmt oder nicht. Über die vielen Vergewaltigungen weißer Frauen durch Afroamerikaner sind die Massen in den USA wie auch in Europa jedenfalls heute total uninformiert.

    Die weiße Sympathie für die Black Lives Matter Bewegung und die absolut aufgeladene Stimmung zwischen Schwarzen und Weißen in den USA kommen jedenfalls nicht aus dem Nichts. Die Wahrnehmung wurde über Generationen hinweg geformt.

    Heute ist der Rap eines der wichtigsten Werkzeuge die Konfrontation zu erzeugen.

  43. #25 Religionsfeind (23. Okt 2016 12:53)
    Was hat denn dieser Schnulzensaenger bei PI zu suchen???

    Schnulzensänger, dann hast du Dylan noch nie zugehört, der alles möglich, aber bestimmt kein Schnuzensänger.

  44. #66 Eugen vom Michelsberg ,

    fürwahr eine sehr hässliche Szene. Aber wie üblich wird eine hässliche weiße Reaktion gezeigt, ohne deren Vorlauf in der permanenten Provokation, den unsäglichen Verbrechen durch die Fremden darzustellen.

    Alles nach Drehbuch.

  45. Die Weigerung ….s , den ….preis für sein Lebenswerk entgegen zu nehmen, „könnte die dringend notwendige Diskussion auslösen“, meinte der Deutsche Kulturrat.

    https://www.welt.de/fernsehen/article2564162/Reich-Ranicki-schimpft-auf-deutsches-Fernsehen.html

    Was ist in der Zwischenzeit geschehen? Denn mittlerweile macht der Deutsche Kulturrat dies:

    https://www.kulturrat.de/thema/integration/

    Die Jahre vor der Flut müßten die Historiker besonders beschäftigen. Wie konnte die Gleichschaltung gelingen? Das muß doch jeder in seinem Bereich auf irgendeine Weise mitbekommen haben. Ich habe es sehr schmerzhaft kennengelernt. Soll keiner sagen, er hätte nichts gemerkt. Noch mal zurückdenken bitte.

  46. Erstens ist der Friedensnobelpreis in diesen Zeiten (evtl schon immer) eine Auszeichnung für Verbrecher (Obama, EU…). Warum sollte es mit dem Literaturnobelpreis anders sein?

    Zweitens:
    Bob Dylan hat mal in einem TV Interview wortwörtlich gesagt, dass er einen Deal (Pakt) mit dem Teufel gemacht hat. Er klang nicht glücklich darüber…
    Schätze einfach, die weltlichen Anerkennungen sind ihm schnurz. Vllt weiß er einfach zu gut, welcher Menschenschlag über den Nobelpreis bestimmt und sieht das nicht als eine Ehre an.
    Hier das Interview mit Bob Dylan: https://www.youtube.com/watch?v=2WENXCJqpDk

  47. Nächstes Jahr werden der Friedens- sowie der Literaturnobelpreis posthum und ex post an eine einzige Person vergeben: An Mohammed, das trübe flackernde und schwarz kokelnde Licht der Finsternis, für seinen Friedens-Koran!
    Sein verkommener und bluttriefender „palästinensischer“ Ministrant Jassir Arafat hat ihn ja schon 1994 (nach mohammedanischem Kalender 1415, wenn mich der Mond nicht trügt…) erhalten. Seinem Höllenfürsten Allah sicherlich zum Wohlgefallen.
    Seit die hinzugekommenen „Friedensfürsten“ Obama (beinahe hätte ich „Osama“ geschrieben!), Kissinger und Arafat den Friedensnobelpreis erhalten haben und der billige und so großmäulig wie moraltriefende SPD-Herold Günter Grass anno 1999 den für Literatur, obgleich er in seinem bis dahin aufgelaufenen Leben nur ein einziges erwähnenswertes Buch geschrieben hatte, sind beide Preise für mich Stigmata, die mich mit tiefer Abscheu und Hohnlachen erfüllen. Die meisten anderen Literatur- und Friedensnobelpreisträger werden sich schreiend in ihren Gräbern wälzen.
    Dass der Preis dieses Mal an Bob Dylan geht, ist für mich OK. Zeigt es doch nachdrücklich, dass niemand in Norwegen die gegenwärtigen Schreiberlinge dieses Planeten des Preises als würdig erachtet. Ich schließe nicht aus, dass der Preis im übernächsten Jahr konsquenterweise an WhatsApp geht.

    Don Andres

  48. @#67 Die Wehr (23. Okt 2016 14:01):

    Ich verstehe sehr gut, was Du meinst.

    Aber es geht mir nicht darum, ob Heino ein sympthischer Mensch oder Bob Dylan ein Unsympath ist, es geht nur um den Effekt.

    Wir haben keine Ahnung, warum er das macht, und das Nobelpreiskommittee auch nicht. Vielleicht will er irgendwas Wichtiges damit aussagen, vielleicht ist er auch nur dauerbesoffen oder et hat bis jetzt noch keine Lust gehabt, sich zu melden…

    Ist mir egal. Ich muss nicht wissen, ob der nett oder böse oder mutig oder feige ist. Ich muss nicht entscheiden, ob ich den heirate, ihm meine Katze und meine Zimmerpflanzen anvertraue oder ihm einen gebrauchten Toaster abkaufe. Ich habe ihm auch keinen Nobelpreis verliehen. Und Du auch nicht.

    Es geht nur um das Verhalten gegenüber dem *System*, das freilich u.a. auch durch das Nobelpreiskommittee vertreten wird – aber nicht nur. Auch für die Medien ist das doof.

    Es ist egal, was seine Gründe dafür sind. Das System wird brüskiert und ist irritiert, wenn man es ignoriert. Und das gefällt mir. Bob Dylan als Mensch gefiele mir vermutlich nicht, wenn ich mir die Mühe machen würde, mich mit ihm zu befassen.

  49. #25 Religionsfeind
    „… dieser Schnulzensaenger …“

    Wer null Ahnung hat, sollte auch null von sich geben; würde die Lesbarkeit des Blogs erheblich verbessern.

  50. Kommentar-Recycling, hieraus:
    http://www.pi-news.net/2015/09/deutschland-um-6-mio-moslems-aufgestockt/

    #123 B. (07. Sep 2015 20:11)

    Bob Dylans Gefistele und Gekrächze war solo oder mit nur spärlicher Instrumentalbegleitung oft nur schwer zu ertragen (wie alles Derartige: natürlich Geschmackssache). Er war ja auch weniger als Sänger denn vielmehr als Songschreiber ein Großer. Er war ein Poet, und zwar ein großer. Und seine Melodien kamen bei ihm selbst oft ziemlich monoton und wenig interessant rüber.

    Erst Interpretationen und popmusikalische Aufmotzungen anderer Musiker machten dann richtige Klassestücke daraus. Dafür gibt es zahllose Beispiele. Man denke etwa an das großartige Intro-Riff der Byrds bei „Mr. Tambourine Man“. Wenn Bob Dylan das Stück selbst singt, ist es, wenn man die Byrds im Ohr hat, kaum wiederzuerkennen.

    Zwei weitere Beispiele:

    The Byrds: All I Really Want To Do
    http://de.musicplayon.com/play?v=214419

    (Sonny and Cher haben auch eine sehr schöne Coverversion davon gemacht. )

    Manfred Mann: The Mighty Quinn
    ******************************

  51. Das Idol ihrer frühen Aussteigerzeit

    dieser Kerl kann weder Singen noch Gitarrespielen. Absolute overrated. Galt in den 60ern als ‚links‘, weil er gegen die US hetzte, also ein Bessermensch.

  52. #80 WolfS (23. Okt 2016 14:54)

    #25 Religionsfeind
    „… dieser Schnulzensaenger …““

    Ja ist es denn kein Kitsch?

    Ich nehme es ja den noch älteren Leuten nicht übel, an diesen Sachen irgendwie zu hängen, die ihre Jugendzeit beeinflusst haben dass geht vielen Leuten so aber aus heutiger Sicht ist es doch Kitsch – „Revolutions“- oder Gutmenschenkitsch.

    Ich habe mir manchen kulturellen Kram, den ich als bei mir emotional/psychologisch wirksam erkannt habe noch mal vorgenommen und es ist auffallend wie oft ich da auf Dinge stoße (Dylan nicht), die ich als direkte Vorläufer unserer heutigen Verwirrung und moralischen Verunsicherung erkenne.

    Manchmal ekelt es mich richtig. Vorwürfe muss man sich aber nicht machen, denn man erkennt halt nur, was man erkennen kann.Es ist auch nicht schön festzustellen, dass an selbst manipulierbar ist. Aber ist eine Entwicklung, die notwendig und fortlaufend ist.

  53. Das schwedische Literatur-Komitee trifft seit Jahren nur noch politkorrekte Entscheidungen …
    #60 Heta (23. Okt 2016 13:42)

    Und traf 2004 eine besonders bizarre Entscheidung mit dem Preis für die hochneurotische, durchgeknallte Elfriede Jelinek:

    Taucht man aus der Lektüre dieser Artikel wieder auf, reibt man sich verwundert die Augen. Wofür erhält Jelinek den Nobelpreis? Dafür, dass sie kritisch ist? Die zentrale Botschaft der Kommentare lautet: Jelineks Texte üben eine – teilweise überzogene, typisch österreichische – Gesellschaftskritik, insgesamt betrachtet irgendwie schon lobenswert; manchmal klingt dazu durch: aber irgendwie angestaubt, etwas totgelaufen, die Masche.

    Man vermittelt deutlich, dass das Provokationspotenzial ihrer Texte, das man früher stets lustvoll angeprangerte oder lobte, mittlerweile konsensfähig sei. Kein Grund zur Panik! lautet das neue Motto der Kommentare. Der Preis selbst wird als Zeichen dafür gelesen, dass Jelinek längst im Establishment angekommen ist.

    http://literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=7608

  54. #83 Biloxi

    An die Byrds musste ich als Dylan-Interpreten auch denken und da an das Lied You ain’t going nowhere. Manche sagen ja im vollen Wissen, dass es Bob Dylan geschrieben hat, es sei ein Byrds-Song. Hier also dieser von Dylan geschriebene Byrds-Song in seiner besten Version von der Nitty Gritty Dirt Band.

    https://www.youtube.com/watch?v=q4W8UJ-KMog

  55. Dylan ist /war ein großartiger Songschreiber, der (auch unpolitische)Texte für die Ewigkeit geschrieben hat. die sehr vielen Menschen bis heute sehr viel bedeuten. Darüberhinaus hat er mehrmals musikalische Maßstäbe gesetzt, aber das ist letztlich Geschmackssache und auch nicht Gegenstand des Preises.
    Und nach meiner unmaßgeblichen Meinung hat er diesen Preis voll verdient. Es stand ja zu befürchten, daß wieder ein „Dichter“ mit afrikanischen Wurzeln ausgezeichnet wird, dessen „Verdienst“ darin besteht irgendeinen Schmarren in Bananenblätter zu ritzen und das Nobelkommittee darin eine Offenbarung sieht. Da ist es mit Dylan doch anders, zum Glück.

  56. War dieser Bob Zimmermann nicht auch lange Jahre im Kölner Karneval aktiv,bei diesem Duo, mit dem kleinen Typ mit Schnäuzer?

  57. Wenn es beim Literatur-Nobelpreis um Literatur ginge, hätten Literaten wie Frisch und Dürrenmatt eine Chance.

    Aber es geht um Politik und linke Denke.

    Der Sieger Churchill hat den Preis auch bekommen.

    Und wenn schon ein Amerikaner geehrt werden soll, dann Tom Wolfe….

  58. #43 Eurabier (23. Okt 2016 13:15)

    Aus gut unterrichteten Quellen steht die syrische UnruhestiferIn IsLamya Kaddor als ErsatzpreisträgerIn bereit.

    Herrlich! 🙂

  59. Dylan mag keine Interviews und Ehrungen. Nächstens sollten die Schweden jemand wie Peter Maffay auswählen, da könnten sie sicher sein, daß er den Preis mit Kußhand annehmen würde. Dylan ist eine zickige Diva, der beim Singen äußerst nervig permanent hochfrequent mit den Augen zwinkert. Vielleicht weiß er nicht oder will es nicht wissen, daß er keine 16 mehr ist.

  60. #72 Apusapus (23. Okt 2016 14:22)

    Dylan ist nur aus der Zeit der 60er heraus zu verstehen.Er ist Teil der Protestbewegung, die auch nur aus dieser Zeit heraus zu verstehen ist.
    Schiller war wohl auch ein Protestler seiner Zeit.
    Man muss Künstler aus dem Kontext Ihrer Zeit heraus verstehen.Alles andere ist Geschmackssache.

  61. #34 Das_Sanfte_Lamm (23. Okt 2016 13:08)

    #6 Johannisbeersorbet (23. Okt 2016 12:25):
    Ich finde es gar nicht mal so schlecht, wenn einer den offiziellen Zirkus, den ganzen Pseudo-Kulturbetrieb und das System-Feier- und Eventgetue einfach nicht mitmacht.
    […]

    Das tat er bereits schon mehrfach.
    U.a. als man ihn als Galionsfigur vor den Karren es ganzen Breis aus Woodstock-, Friedensbewegungs- und Betroffenheitskitsches spannen wollte, tauchte er einfach unter.

    Diese Selbständigkeit im Denken spricht dafür, daß er eigentlich doch kein „lupenreiner“ Linker ist.

  62. #21 Nuada (23. Okt 2016 12:50)

    #6 Johannisbeersorbet (23. Okt 2016 12:25):

    Ich finde es gar nicht mal so schlecht, wenn einer den offiziellen Zirkus, den ganzen Pseudo-Kulturbetrieb und das System-Feier- und Eventgetue einfach nicht mitmacht.

    Das System ist unser Gegner. Diese Leute gehören nicht zu uns, sie dürfen keine Normen für uns setzen.

    Nehmt die einfach nicht wahr und pfeift auf deren Matrix.

    Volle Zustimmung.

    Das *System* lebt nur von unserem Interesse daran. Es kreischt vor Schmerz auf, wenn es nicht beachtet wird.

    Es ist aber außerordentlich schwer, sich von ihm zu lösen, und vollständig vermutlich gar nicht möglich, solange es nicht alle tun. Derzeit gehört man noch zur exklusiven Avantgarde, wenn man es nur versucht.

    Toll, wenn Bob Dylan das durchhält. Ich hoffe es. Aber auch Leute, bei denen ein Literaturnobelpreis eher unwahrscheinlich ist (wir) können uns in kleinen Schritten zurückziehen und vor allem keine Kraft mehr reinstecken – „Beobachten statt Reinsteigern“ ist der Schlüssel.

    @#7 Stefan Cel Mare (23. Okt 2016 12:26):

    Es gibt letztlich zwei Möglichkeiten:

    1. Er ist gaga geworden (ist ja nicht mehr der Jüngste), oder
    2. Er will einfach nicht.

    Ja. Aber für den Effekt ist das irrelevant. Und davon abgesehen: Wer sich wirklich auf den Weg zur Abkehr vom *System* macht, gilt grundsätzlich als gaga – vermutlich auch noch der Mehrheit hier.

    Stimmt, das System will uns abhängig und unmündig halten und nutzt dazu auch noch die dreckigsten Tricks, bis hin zu Zwang und drohender Existenzvernichtung.

    Wenn gar nichts mehr hilft greift man zum Mittel der Zwangspsychiatrisierung. In den Augen der willigen Schafe gilt man ohnehin schnell als „verrückt“, wenn man sich den Verrückten, die uns beherrschen und betrügen widersetzen will.

  63. #98 Johannisbeersorbet   (23. Okt 2016 16:37)  

    #34 Das_Sanfte_Lamm (23. Okt 2016 13:08)
    ____________
    #6 Johannisbeersorbet (23. Okt 2016 12:25):
    Ich finde es gar nicht mal so schlecht, wenn einer den offiziellen Zirkus, den ganzen Pseudo-Kulturbetrieb und das System-Feier- und Eventgetue einfach nicht mitmacht.
    […]
    Das tat er bereits schon mehrfach.
    U.a. als man ihn als Galionsfigur vor den Karren es ganzen Breis aus Woodstock-, Friedensbewegungs- und Betroffenheitskitsches spannen wollte, tauchte er einfach unter.

    Diese Selbständigkeit im Denken spricht dafür, daß er eigentlich doch kein „lupenreiner“ Linker ist.

    Er ist nie einer gewesen.
    Umso erstaunlicher ist es, wie sich dieser Mythos so lange und hartnäckig halten konnte.

  64. Von diesen Volksverrätern möchte ich auch keine Auszeichnung bekommen.
    Außerdem ist es so, wenn Dylan ein Fan von Trump wäre, würde er bestimmt nicht nominiert werden.

  65. #123 B. (07. Sep 2015 20:11)

    Bob Dylans Gefistele und Gekrächze war solo oder mit nur spärlicher Instrumentalbegleitung oft nur schwer zu ertragen (wie alles Derartige: natürlich Geschmackssache). Er war ja auch weniger als Sänger denn vielmehr als Songschreiber ein Großer. Er war ein Poet, und zwar ein großer.“

    Mit heutigen Worten nennt man so eine öffentliche Person wie Dylan einen „Change Agent“.

    Sie sehen ihn als Künstler und Poeten an und da spielt es dann vermutlich keine Rolle, ob die Narrative, die er in Umlauf brachte in irgendeiner Form Wahrheit oder Lügen kolportierten. Die Kunst ist ja frei – also natürlich auch nicht jede – aber die, die den gewünschten Zeitgeist unterstützt.

  66. Unsere kleine Reise durch die Popmusik am Sonntagnachmittag (34)

    #89 talkingkraut

    Danke für das Video von der Nitty Gritty Dirt Band, das geht auch sehr schön da weiter mit Videos. – Der Name der Band bringt mich auf diesen entlegenen Diamanten:

    Bobby Freeman:
    Four piece funky, nitty gritty junky band
    https://www.youtube.com/watch?v=e9uPiizryTg

    Bobby Freeman hat auch den Klassiker „Do You Wanna Dance“ geschrieben, den auch die Beach Boys eingespielt haben. Womit wir in einem höchst eleganten Bogen zurück zu Bob Dylan kommen:

    Für Fans der Rockmusik war der 16. Mai 1966 wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. Mit „Blonde on Blonde“ von Bob Dylan und „Pet Sounds“ von den Beach Boys erschienen vor genau 50 Jahren am selben Tag zwei Alben, die bis heute zu den wichtigsten der Rockgeschichte zählen. Die deutsche Ausgabe des Rolling Stone wählte „Blonde on Blonde“ auf den ersten Platz in der Liste der 500 besten Alben aller Zeiten. In der amerikanischen Ausgabe schaffte es „Pet Sounds“ auf Rang zwei.

    http://www.nw.de/kultur_und_freizeit/musik/musik/20793648_Wie-Bob-Dylan-und-die-Beach-Boys-vor-50-Jahren-die-Rockmusik-veraenderten.html

  67. Besser Dylan als die linke Luftnummer Niedecken, dessen Denke 68er-primitiv ist, der sich aber für einen großen Poeten hält. Dylan hat da schon mehr Substanz, oder etwa auch ein Leonard Cohen, dessen sentimentale, leicht depressive Tiefe ich immer gemocht habe. Wenn Dylan weise geworden ist und keinen Bock mehr auf die ganze Scheiße hat, vermutlich kann er drei Luxusvillen vom Keller bis zum Dachboden mit Preisen und Urkunden tapezieren, kann ich es ihm nicht wirklich verdenken.

  68. Zweifellos läßt er sich nicht herab,sich von seinem Musik-Olymp in die Niederungen des Polittheaters zu begeben. Ein Ausnahmemusiker und Songpoet, ein Mensch, der nicht in die üblichen, erwarteten Denk-und Benehmschablonen passt, Bob Dylan eben, der die wahren Früchte vom reichlich vorhandenen faulen Obst zu trennen vermag, das ist sein edles Vermächtnis, das so unverwechselbar daherkommt, ein Querulant ohne ideologische Richtschnur, ein Vollblutmusiker und Dichter in Reinform!

  69. #101 Das_Sanfte_Lamm ,

    Naja, die Betroffenheitsklischees hat er ja wohl mit begründet, wenn man seine Zuarbeit zum Kongress für Rassengleichheit bedenkt.

    Das sind doch genau die Jammerbilder, die wir alle in den Kopf gesetzt bekamen und die uns so berührten. Also ich habe das alles vollständig geglaubt und dachte, die Weißen in Amerika wären böse Rassisten, die Schwarzen alle liebe gute Menschen und nur die weißen die protestierten gute Leute deren Vorbild zu folgen auch gut sei.

    Es war aber bestenfalls einseitig und eigentlich waren es Lügen.Die Rassenintegration in den Schulen hat inzwischen viele junge Weiße zu Opfern schwarzer Gewalt gemacht – so wie die Zuwanderung unsere Kinder sogar in den Schulen in Gefahr bringt. Wo soll der Unterschied sein?

    Auf unserer Seite stand Dylan jedenfalls nicht und entschuldigt hat er sich für die poetische Propaganda, die viele weiße Leute ins Lala Land der Rassengleichheit führte wohl auch nicht.

    Er hat nur in einem Interview gesagt, dass er sich Satan verschrieben hat.Lässt sich nicht von der Hand weisen, wenn wir nun merken, wohin die Reise mit der Gleichheit geht.Es soll ja unser Ende werden. Schon ganz schön böse.

  70. #108 Apusapus   (23. Okt 2016 17:22)  
    #101 Das_Sanfte_Lamm ,
    Naja, die Betroffenheitsklischees hat er ja wohl mit begründet, wenn man seine Zuarbeit zum Kongress für Rassengleichheit bedenkt.
    […]

    Das passierte schon lange, bevor Dylan oder Martin Luther King auf der Bildfläche erschienen und zwar durch niemand geringerem als Dwight D. Eisenhower und Lyndon B. Johnson – übrigens beide weisse Texaner (!), die die Rassentrennung per Gesetz aufhoben und gemeinsamen Unterricht unter dem Schutz der Nationalgarde durchsetzen – und zwar in Texas – lange bevor man an der als sonst so liberal geltenden Ostküste überhaupt auf solche Ideen kam.

  71. 106 Wuehlmaus ,

    Leuten gegenüber die sich drei Anwesen mit Preisen und Auszeichnungen vollstopfen können, bin ich eher misstrauisch.Spielt keine Rolle ob das Leute in Amerika sind oder hier bei uns.

    Merkel bekommt ja auch viele Auszeichnungen und Ehrungen. Was sagt das denn aus?

    Ich mag mich mit dem Mann eigentlich nicht befassen. Klar ist aber, dass seine Fans nur das über ihn zu wissen, was die Medien über ihn schrieben und was ist das denn für eine Grundlage zur Einschätzung einer Person, die in den USA heute als eine der politisch einflussreichsten Figuren im Kampf für die heutigen Verhältnisse gilt.

    Dass es heute in den USA als Rassismus gilt zu sagen „All Lives Matter“, dafür musste der Boden bereitet werden und Dylan ist einer der die Fundamente legte. Er ist einer der Barden des schwarzen Opferkultes und wir wissen doch nicht einmal, was er wirklich von Schwarzen hielt oder hält.Uns allerdings sah er als Rassisten und sorgte dafür, dass sich Weiße gegen ihre eigenen Leute stellten und was er heute denkt ?

    #106 Wuehlmaus (23. Okt 2016 17:16)

    Dylan hat da schon mehr Substanz, oder etwa auch ein Leonard Cohen, dessen sentimentale, leicht depressive Tiefe ich immer gemocht habe. “

    Ja, die gute alte Depression, das waren noch schöne Zeiten.Ich dachte auch,, dass ich den mag. Aber Cohen zählt zu den Dingen, die ich als ich sie aus der Erinnerungskiste zog mit Ekel und Erschrecken wieder zurück geschmissen habe.Erschrecken darüber, wie ein wildfremder Kerl durch seine einschmeichelnde Gefühligkeit das Lebensgefühl Tausender kleiner Mädchen so manipulieren kann.Wir klebten richtig an dem Sing Sang fest, wie kleine dumme Fliegen.

    Lou Reed ist auch so ne Nummer.Brrrr.

  72. Das hier ist noch eins seiner besseren Werke. Kreativer Promofilm, heute würde man wohl Musikvideo dazu sagen:

    https://www.youtube.com/watch?v=MGxjIBEZvx0

    Die deutsche Gruppe „Wir sind Helden“, die sich wohl auch irgendwie pseudolinks einordnet, ließ sich davon vor ein paar Jahren bei ihrem Video zu „Nur ein Wort“ inspirieren.

  73. Ohgottohgott!

    Wenn ich diesen linken Erschrecker aus der Geisterbahn schon sehe, kriege ich Pickel.

    Und ich frage mich zudem, welche Preise wir hier denn Alle bekommen müßten?

  74. Wie oben schon bemerkt wurde: der wahre Unterschied zwischen einen Niedecken und Dylan zeigt schon das ganze Problem! Dylan ist Legende und kein Aushängeschild für linke Weltverbeserer, im Gegensatz zu Niedecken, der in jeder Talkshow seine linke Selbstsucht heraus hängen läßt! Dylan IST, abseits von jeder rechts-links Schublade, ein Freigeist eben, der sucht und vielleicht auch findet, aber immer aus reinstem Herzen! Das ist der Unterschied zu lärmenden Politclowns, da ihnen der echte Mittelpunkt fehlt, der das Pendel des Geistes zum Schwingen anzuregen vermag!

  75. #110 Das_Sanfte_Lamm,

    er hat auch schön gesungen LOL.

    Natürlich hat Dylan keine Gesetze geschrieben aber er hat zerstörerischen Müll in junge Hirne hineingetragen und weil es Kunst ist, hat es keiner so richtig gemerkt.

    Auf die Seite der Wahrheit hat er sich jedenfalls nicht gestellt. Die Wahrheit ist, dass ungezählte junge Weiße nicht nur körperlich sondern auch mit nachhaltigen Folgen seelisch durch die Rassenintegration misshandelt wurden und werden.

    Es ist absolut vergleichbar mit dem Terror, dem heute bei uns viele Schüler ausgesetzt sind und auch heute finden sich Künstler hier und überall, die weiter Lügen verbreiten und uns einreden wollen, dass wir die Bösen sind.

    Wir erleben das, was die weißen Amis vor uns erlebt haben und Leute wie Dylan, ob man seine Mucke nun mag oder nicht, war einer derer, die die Wirklichkeit zu verschleiern halfen und Weißen Schuldgefühle einimpften.

    Ständig wird gefragt, weshalb sich die Leute nicht wehren und wenn die Antwort vor den Füßen liegt, scheint sie unsichtbar zu sein.Das ist dieses Ding mit der Musik und den psychischen Folgen. Das ist dieser Mechanismus, der im Unterbewusstsein wirkt, wie eine Programmierung.

    Es kann von mir aus jeder seine Dylan Mucke hören und an den ersten Kuss oder das erste Besäufnis oder den ersten Joint denken, aber da ist halt auch noch diese andere Ebene und die ist auch wichtig.

  76. Das Idol ihrer frühen Aussteigerzeit
    sollte nun von jenem Establishment
    geehrt werden, das inzwischen auch
    ihre Ärsche gepolstert hatte.

    Zuerst den:
    Mario Adorf: Preise sind wie Hämorriden,
    im alter bekommt sie jedes Arschloch.

    The Beatles mit Hey Jude, Yesteday, Yellow Submarine, Ob-La., Gib mir deine Hand, usw.
    wunderten sich über Dylan und stellten fest das uns was Sagen will (so Cartney).
    Von da an änderten sie ihr Konzept.
    Dylan wurde von da an als der neue Messias angesehen.
    Dylan selbst wollte dies allerdings nie sein und auch werden.
    Er zog sich zurück und machte als schüchternes Kerlchen sein eigenes Ding.
    Vergleiche Alles Cooper, der zwar mit seiner Bühnenshow provozierte,
    aber ansonsten ein gut Bürgerliches Privatleben mit seiner Familie führt
    das auch den Sonntäglichen Kirchgang einschloss.
    Ein sehr großes Ärgernis für Dylan waren seine Fans, die ihn Auspfiffen
    als er bei einen Konzert von Akustik auf eine Elektrogitarre wechselte.
    Wie Dylan heute denkt kann ich leider nicht mehr sagen, aber warum sollte er jetzt Politisch werden? Ich hoffe das er sich selbst Treu bleibt und sich nicht vor den Ochsenkarren spannen läst.

  77. #114 UP36 ,

    Image ist alles. Sie kennen den Mann doch auch nicht.Sie glauben was zu wissen aber das ist doch wie die gesamte Musikindustrie virtuelle Realität, Rollenspiel, auf spezielle Konsumenten zugeschnittene PR. Mancher Darsteller spielt eine Ihnen sympathischere Rolle als ein anderer.

    Ein dauergeehrter Rebell, der durch Rebellion und Unangepassheit reich wird? Ist das möglich? Ist das wirklich vorstellbar?

  78. #115 Apusapus (23. Okt 2016 18:13)
    hat zerstörerischen Müll…

    Das ist Interpretation und die gibt viel Spielraum.
    Dylan hätte sich dem angeschlossen:
    »Sei du selbst die Veränderung, die du in der Welt sehen möchtest!«, sagte Gandhi.

    Wen ich allerdings die sogenannten jungen Hirne betrachte, sehe ich die hier:
    Damals gab es den Spontispruch: Wir sind die, vor denen uns unsere Eltern uns immer gewarnt haben. Inzwischen sind die meisten 68er genau die geworden, die sie früher bekämpft haben. Fett, feist und am Trog der Macht gelandet, beißen sie jeden weg, der es wagt ihrer Meinung zu widersprechen.
    Die, die aufgebrochen waren, den Diskurs zu fordern, verweigern ihn heute mit schalen Begriffen und repressiven Techniken der Diffamierung und Extremismusunterstellung.
    Das, was sie als autoritär erlebt haben und bekämpfen wollten, ist ihnen zur zweiten Natur geworden: Der Muff unter den Talaren quillt heute aus den Anzügen oder offenen Hemden der Festkomitees und Ehrenredner mit Parteibuchgläubigkeit.
    Aus jeder Pore dampft ihnen der totalitäre und rechthaberische Anspruch, die Welt und die Menschen nach Gusto formen zu dürfen. Jedes Preis- ist auch immer ein Schweigegeld des linken Meinungskartells.

    Heute sagt man zu der Klientel, junge heranwachsende. Das waren vor allem
    verwöhnte Hippies die obendrein aus gut Bürgerlichen Verhältnissen entstammen
    und die so Bekloppt sind, das sie sogar ihre eigenen Eltern hasten.
    Jetzt sind wir bei dehnen die damals mehr Basisdemokratie einforderten.

  79. Bob Dylan hat immer wieder, und häufig sehr schön arrogant und patzig erklärt, daß er keine „Botschaft“ habe und sich von nichts und niemandem vereinnahmen lassen will. Er war sozusagen der Anti-Lennon, welcher einen mit seinen platten „Botschaften“ nervte, am meisten mit dem auch musikalisch unterirdischen „Imagine“ (meinetwegen auch: Lennon, der Anti-Dylan).

    Ich denke, Bob Dylan spielt seit Jahrzehnten mit den Leuten (fast hätte ich gesagt: er verarscht sie), was keineswegs negativ gemeint sein soll. Ein unabhängiger Geist, der denkt und macht, was er will.

  80. Wenn Obama den Friedensnobelpreis bekommt, dann hat Bob Dylan diesen ebenso verdient. Merke: Obama, der Kriegsmacher, ist die neue Messlatte für den Nobelpreis. Welch eine Wendung der Geschichte! Merkel, die ganz Europa zerstört hat, sollte den Friedensnobelpreis bekommen. Welch eine Lachplatte, diese ganze Sache in Oslo.

  81. Man kann natürlich auch sagen:
    Verpiß dich doch, arroganter, nuschelnder Affe!

    Sie erwarten von ihm, daß er zum hundertfünfzigsten Mal die kryptischen Verse von „Like a Rolling Stone“ und „It’s Alright, Ma“ singt, deren Bedeutung er selber, wenn er sie je wußte, längst vergessen hat. Das Publikum hat sie nicht vergessen, es will seine alten Lieder hören, ein Wunschkonzert soll es sein, weißt du noch, damals?

    Was soll er tun, er singt, was von ihm erwartet wird, für ein Publikum, das ihm keine Weiterentwicklung gestattet. Aus Rache nudelt er seine Sachen herunter, spuckt die Worte maulfaul aus, setzt einmal sogar listig den Mundhobel an, haha, das könnte euch so passen. Aber nichts da, den alten Dylan kriegt ihr nicht.

    Er haßt sich, weil er hier steht, und er haßt die Leute, die ihn nicht entlassen aus der gemeinsamen Vergangenheit. Brüder sind sie, Veteranen langwieriger Kämpfe, manche gewonnen, viele verloren, die meisten stillschweigend eingestellt. Die Revolution, sie fand nicht statt, wurde abgesagt.
    http://www.zeit.de/1987/43/maulfaul

  82. BOB DYLAN war eine EPOCHE, läutete eine neue Generation ein!

    Seine Lieder schlugen ein in eine Zeit der Unschuld und Naivität, der erste Rebell, der seine Klagen in Tönen präsentieren konnte, Klagelaute: „Blowing in the Wind“ und „Like a Rolling Stone“, der erste musikalische Vertreter des Bürgertums gegen das konservative Establishment. Das macht ihn unvergesslich!

    Wie man seine Lieder findet darum geht es eigentlich gar nicht. Es war die Aera als alle nach San Francisco gingen mit Flowers in the Hair, als die Hippie Bewegung startete und alle konservativen Standards über Bord geworfen wurden! Ganz besonders seine Lieder/Klänge haben unvergessliche Bedeutung für diese Zeit des Umbruchs, so wie die Kriegssirenen unvergessliche Bedeutung für den II Weltkrieg widerspiegeln .

  83. @Cendrillon
    Genau, den meinte ich, Bob Dylan Zimmermänn vom Colonia Duett. Der hat den Chemie-Nobelpreis verdient, da hat die Chemie im Saal immer gestimmt.

  84. Wenn man Dylan fragen würde, wo das alles endet, würde er sagen:

    The answer my friend, is blowin` in the wind…

  85. Lou Reed ist auch so ne Nummer.Brrrr.
    #111 Apusapus (23. Okt 2016 17:51)

    Bei Lou Reed, denkt jeder sofort, klar, an „Walk on the Wild Side“ (dpididipdidip, dipdididipdipdididip). Kaum aber jemand weiß, daß es lange vorher (1962) schon ein vollkommen anderes Musikstück dieses Namens gab, eine Filmmusik komponiert von Elmer (nicht Leonard!) Bernstein:

    Walk on the Wild Side
    https://www.youtube.com/watch?v=XI9Or8rE_Dc

    Merke: PI-Leser wissen mehr! :-)))

    Hier in einer erweiterten Fassung, bis 2:40 das gleiche, dann legt er los, der Jazzorganist:

    Jimmy Smith – Walk on the Wild Side
    https://www.youtube.com/watch?v=3IoGehtkQ2M

    Hätte die Version natürlich gleich nehmen können, wäre aber schade um die Katze im ersten Link gewesen.

  86. #123 Biloxi ,

    Verachtung für die manipulierten Rindviecher.
    Man kann es nachvollziehen muss es aber gewiss nicht mögen. Und dann dieses Medienschmalz,das über den Meister gegossen wird. LOL

  87. Musiker schoben auch die anti Apartheid Bewegung an und heute sehen wir, was wir davon haben. Genozid an unseren Leuten.

    Es sind unzählige life time actors dabei eingespannt, den Massen schlechte Ideen schön zu singen.

  88. #119 adebar (23. Okt 2016 18:30)

    Ich muss das noch einmal zitieren, weil es so schön treffend formuliert ist:

    „Damals gab es den Spontispruch: Wir sind die, vor denen uns unsere Eltern uns immer gewarnt haben. Inzwischen sind die meisten 68er genau die geworden, die sie früher bekämpft haben. Fett, feist und am Trog der Macht gelandet, beißen sie jeden weg, der es wagt ihrer Meinung zu widersprechen.
    Die, die aufgebrochen waren, den Diskurs zu fordern, verweigern ihn heute mit schalen Begriffen und repressiven Techniken der Diffamierung und Extremismusunterstellung.
    Das, was sie als autoritär erlebt haben und bekämpfen wollten, ist ihnen zur zweiten Natur geworden: Der Muff unter den Talaren quillt heute aus den Anzügen oder offenen Hemden der Festkomitees und Ehrenredner mit Parteibuchgläubigkeit.
    Aus jeder Pore dampft ihnen der totalitäre und rechthaberische Anspruch, die Welt und die Menschen nach Gusto formen zu dürfen. Jedes Preis- ist auch immer ein Schweigegeld des linken Meinungskartells.“
    ———————————————-

    Genauso empfinde ich auch. Hätten diese Leute sich vor 40 Jahren im Spiegel gesehen was sie heute treiben wäre es ihnen speiübel geworden. Ich war auch ein 68 er. Mir ist bei deren Anblick heute übel. Ich habe mich aber entschlossen meinen eigenen Weg zu gehen und ich kann immer noch in den Spiegel schauen.
    Ich bin mir treu geblieben, für Freiheit und Gerechtigkeit einzustehen.(nicht Gleichheit)
    Wo bin ich konsequenterweise heute gelandet?
    In der AFD, obwohl auch dort schwer verdauliche Charaktere zu finden sind.
    Gott sei Dank hat Dylan den Preis ignoriert.
    Er hat mich nicht enttäuscht.

  89. 130 Apusapus (23. Okt 2016 19:27)
    #121 jeanette (23. Okt 2016 18:51)
    BOB DYLAN war eine EPOCHE, läutete eine neue Generation ein!
    ——–

    Ich habe damit kein Werteurteil abgegeben nur in der Tat, so wie Sie auch schildern, die Romantik dieser Aera angesprochen!

    Wir wissen alle, jede Romantik kann schlimm enden!

  90. #133 survivor ,

    irritiert es Sie, dass Dylan Lieder für den „Kongress für Rassengleichheit“ geschrieben hat?

    Einen linken Spruch finde ich heute unter etwas veränderten Vorzeichen richtig gut:“Hoch die internationale Solidarität – Für das Selbstbestimmungrecht der Völker“ -ups, zwei Sprüche.

    Die alte Linke war ziemlich „nationalistisch“ drauf.

    Es ist absolut richtig, international zu denken, weil die Grenzen (LOL) heute nicht zwischen den Völkern verlaufen , sondern zwischen Oben und Unten.

    Nie war es so deutlich wie heute, dass sich ekelhafte Machteliten den gesamten Erdball unterwerfen wollen und ihnen jedes Mittel dazu recht ist, jede Waffe – auch die Migrationswaffe.

  91. In Stockholm wird angeblich schon überlegt, den Nobelpreis künftig „Snobelpreis“ zu taufen …

    Jedenfalls hätte ich an Stelle von Günter Grass, sofern noch unter den Diesseitigen weilend, spätestens jetzt den erhaltenen Nobelpreis via Kurier gen Schweden zurückgeschickt. Seine Erben sollten es tun!

    Ähnliches passierte übrigens auch, nachdem 1965 die Liverpooler Beatles von HRM the Queen den hohen Orden MBE (Member of the British Empire) erhielten. Reihenweise gaben damals alte WKII-Veteranen ihren MBE zurück, weil sie sich vergackeiert fühlten.

    Unser aller Lieblingsscheck, Vorname Denis, bringt die Stockholmer Realsatire köstlich auf den Punkt – lustig wird’s ab min 0:19
    http://www.swr.de/swr1/bw/programm/denis-scheck-zum-literatur-nobelpreis-fuer-bob-dylan-wirklich-kein-passender-kandidat-fuer-den-literatur-nobelpreis/-/id=446250/did=18303732/nid=446250/1uw6503/index.html

  92. The Nobel committee would like a response from Bob Dylan. They should know better

    it ain’t no use in turnin’ on your light, babe:
    The light I never knowed.
    An’ it ain’t no use in turnin’ on your light, babe:
    I’m on the dark side of the road.

  93. Bob Dylan ist ein großer Musiker.
    Die Schubladen „links“ oder „rechts“ sind auch hier ungeeignet. Man kann ihn mögen oder nicht, der Mann geht seinen Weg, scheisst auf Zwänge und lässt sich ungern vor irgendwelche Karren spannen. Ich mag seine Musik aber auch sonst hätte er meinen Respekt.
    Nobelpreis?
    Den haben, neben wirklich großartigen Menschen, in der jüngeren Zeit so dermaßen viele Arschlöcher bekommen, dass der Preis für mich stark an Würde verloren hat. Auch der Nobelpreis dient irgendwelchen Mächtigen inzwischen regelmäßig als politisches Propagandamittel. Politische Kräfte üben da kräftig Einfluß aus.
    Wenn Dylan ihn deshalb ablehnen würde, hätte er bei mir noch einen Stein im Brett.

    🙂

  94. #128 Biloxi (23. Okt 2016 19:13)

    Lou Reed ist auch so ne Nummer.Brrrr.

    Lou Reed hat immerhin einen grossartigen Spruch gebracht – gegen die versponnene und frankophile Patti Smith, die dann auch sehr schnell in der Versenkung verschwand (Frau halt):

    „Fuck Radio Ethiopia! Here is Radio Brooklyn!“

  95. #124 jeanette (23. Okt 2016 18:51)

    BOB DYLAN war eine EPOCHE, läutete eine neue Generation ein!

    Na, da gab es schon noch ein paar andere. Viele von denen haben allerdings den Vorteil, dass sie mittlerweile tot sind. Da wirst du mit einem solchen Unfug nicht mehr behelligt.

    https://www.youtube.com/watch?v=IEXDT3npunw

  96. #140 Stefan Cel Mare ,

    boah, Herr Cel Mare! Patty Smith fand ich soo toll. Besonders diese rutschenden Hosen mit Sicherheitsnadeln und so. Ganz mein Stil, naja heute nicht mehr. Also höchsten im Haus, wenn’s richtig gemütlich ist. Ja, so was alles prägt doch mehr als man denkt.LOL. Na heute werde ich mir ihre Auftritte nicht mal mehr auf youtube ansehen.Manches ist doch sehr peinlich. Fafafafaaafafafafafaaaa Psychokiller huhuhuuuuhähä oder so.

    Generationen einläuten, Alterskohorten ausrichten und immer fest in die bunte Zukunft blicken.

    Wer ist schon unempfindlich wenn so Jugendbewegungen verbreitet werden. Und die Erinnerung! Bei Smith fiel mir ein bestimmter billiger Rotwein wieder ein. Würg.

  97. 1912, Gerhart Hauptmann
    1929, Thomas Mann
    1946, Hermann Hesse
    1953, Winston Churchill
    1954, Ernest Hemingway
    1964, Jean-Paul Sartre
    1970, Alexander Solchenizyn usw etc……
    2016, Bob Dylan? Meiner Meinung nach eine Beleidigung für alle vorgenannten Preisträger.

  98. Die, die aufgebrochen waren, den Diskurs zu fordern, verweigern ihn heute ..
    #119 adebar (23. Okt 2016 18:30)

    Eins von Tauenden Beispielen, zwar in Österreich, aber das ist überall das gleiche Gesocks:

    Weil Servus TV den Chef der Wiener Identitären zur Sendung „Talk im Hangar-7“ einlud, sagten drei Gäste ab. Als Ersatz fungierten Andreas Unterberger und Johannes Voggenhuber.
    http://diepresse.com/home/kultur/medien/5105687/Talk-im-Hangar7_Ich-strecke-Ihnen-die-Hand-aus

    Video – mit Martin Sellner!:
    https://www.youtube.com/watch?v=X2guj6OB_So

  99. Todesstoß für Hillary? Lloid Blankenfein/ Goldmann Sachs, nahm stets Abstand davon Kandidaten öffentlich zu empfehlen. Er meinte, das würde dem Kandidaten seiner Wahl nur Schaden. Nun hat er auf CNN zur Wahl von Clinton aufgerufen.

  100. #139 Selberdenker

    Bob Dylan ist ein großer Musiker.

    Der Schenkelklopfer des Monats!
    Sie können DEFINITIV nur Null Ahnung von Musik haben – das kann ich Ihnen schriftlich geben.
    Wenn dieser musikalisch absolut lächerliche US-Barde, von dem einzig und allein die Texte einigermaßen gelungen sind, und der Rest in eine Audio-Kläranlage gehört, als „großer Musiker“ (wirklich gruselig lustig!!!) zu gelten hätte, müsste man für Bach, Mozart, Beethoven etc. etc. ein neues Wort erfinden. Denn das Wort GOTT / GÖTTLICH wäre für diese Riesen dann noch viel zu wenig!

  101. #145 Biloxi (23. Okt 2016 21:48)
    Danke für,n Link.
    Hat was, somit kann Martin ungehindert
    Argumentieren. Gegenspieler sind äh nur
    störend. Liebe Leute aufgepasst im Hangar
    wird heut kein Spaß gemacht.
    Zieh ich mir erst mahl rein.

  102. #147 quaidelaporte vousenallez ,

    was in der Massengesellschaft Größe ist bestimmen die Medien und nimmt man mal das Politische aus der Geschichte raus,denn es gilt auch für klassische Musik, die Musikindustrie selbst. Sie backen die Stars und die Medien machen die Werbung.Bestenfalls ist es Korruption.

    Wie viele wirklich gute Musiker und Songschreiber es gab oder gibt, können wir nicht wissen, denn Trends werden vorbestimmt und wer da nicht rein passt ist halt unsichtbar für die Masse.

    Dylan formte eine Generation – das ist natürlich völlig übertrieben aber es stützt die Erzählung. Nur auf Teile einer bestimmten Alterskohorte hatte er Einfluss aber durch diesen Megastar Mythos / Generation xy, wird so ein ganzer Zeitabschnitt politkulturell definiert, der recht offensichtlich genau so definiert den NWO Leuten in den Kram passt.

  103. Blow it in the wind!

    Bob Dylan war einmal ein Linker.
    Aber er ist älter und weiser geworden.

    BRAVO Bob Dylan!
    Du brauchst diesen „Nobel-Preis“ nicht!!!

  104. #135 Apusapus (23. Okt 2016 20:09)
    #133 survivor ,

    Tatort vorbei. Nein, es irritiert mich nicht,dass Dylan Lieder für den „Kongress für Rassengleichheit“ damals geschrieben hat.Ansonsten stimme ich all ihren Aussagen in diesem Post zu.

    @#78 derBunte (23. Okt 2016 14:38)
    Also manchmal geht mir der Satanisten Zirkus wirklich auf den Nerv: „Dann antwortet er, dass er den Deal gemacht hat mit “
    „Hier Bob Dylan und sein
    „bargain with the devil“

    https://www.youtube.com/watch?v=J1LgTKj3boc

    Ich habe mir dieses Video nur zehn mal angeschaut, aber das Wort Devil fällt nicht. Oder er hat es verschluckt.
    Dann antwortete er auf die Frage mit wem er den Deal gemacht hat,erfolgreich zu sein:
    Bob Dylan:“The chief commander in a world we can’t see“
    Nun, wer ist hier wohl gemeint ? Ganz einfach:Gott.
    Dylan ist gläubig.

  105. #147 quaidelaporte vousenallez (23. Okt 2016 22:01)

    So ist es! Ich mag einige seiner Texte. Gitarrenspiel ist aber eher nicht sein Ding, und singen kann er wie ein brünftiger Kater.

    Mit Johnny Cash und auch mit den Grateful Dead hatte er zwei Platten aufgenommen. Die höre ich immer mal wieder. Und jedes mal denke ich mir: „Gute Musik. Nur der Dylan, der nervt.“

  106. Und eine(r?) wie Carolin Emcke kriegt den „Friedens“preis des Deutschen Buchhandels.
    Ihre „Dankesrede“ in der Paulskirche kann man hier nachlesen:
    Viel Spaß!
    „Wir dürfen Reden halten in der Paulskirche, aber heiraten dürfen wir nicht?“

    Kurz-Zusammenfassung des Inhalts:
    1. Hälfte nur Jammern über „Diskriminierung“ von Schwulen, Lesben, Queerem und was was ich sonst noch. Die Armen „gehören“ nicht dazu, seufz, heul….

    2. Hälfte nur Hetzen gegen die bösen „Neonationalisten“, die angeblich alles „verdumpfen“(neues Wort hihi).

    Alles in allem nur „moralisches Gegrunze“ (wie Nitzsche sich ausdrückte.
    (Habe ich kürzlich irgendwo aufgeschnappt. Gefällt mir, der Ausdruck. Hehe!) 😉

  107. #88 Biloxi:

    Die Stockholmer Überlegungen dürften ganz schlichte sein: Elfriede Jelinek ist eine Frau, nach acht Jahren war mal wieder eine Frau an der Reihe, Herta Müller ist Frau plus Ost-Dissidentin, Tony Morrison ist Frau plus schwarz, Bob Dylan Amerikaner plus Jude, um nicht Philip Roth, der seit zehn Jahren an der Reihe wäre, zu nehmen, aber der ist in den Augen feminisierter Schweden wohl frauenfeindlich, die FAZ hat das neulich schön beschrieben.

    Man gucke sich die lange Liste der Preisträger an: Die meisten kennt kein Mensch mehr. Oder kann sich noch jemand an Swetlana Alexijewitsch (letztes Jahr) erinnern?

    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Nobelpreistr%C3%A4ger_f%C3%BCr_Literatur

    Wächst das Nobelpreisgeld eigentlich auf den Bäumen? Wo kommen diese gewaltigen Summen jedes Jahr her?

  108. #153 Zirkusdirektor:

    „Moralisches Grunzen“, hat mir auch gefallen, das war der Schweizer Schríftsteller Thomas Hürlimann im „Tagesanzeiger“-Interview.

  109. Was ich oben über SPON schrieb (#48), stimmt übrigens nicht, sehe ich grade. War nicht das falsche, sondern das richtige Geschlecht.

  110. … um nicht Philip Roth, der seit zehn Jahren an der Reihe wäre, zu nehmen, aber der ist in den Augen feminisierter Schweden wohl frauenfeindlich, die FAZ hat das neulich schön beschrieben.
    #137 Heta (24. Okt 2016 01:09)

    Ja, wer weiß, was Philip Roth in seiner Dankesrede dem Preiskomitee und den politkorrekten Herrschenden um die Ohren gehauen hätte. Dieses Risiko wollten sie sicher nicht eingehen.

    Roth: Es mag einmal gute Gründe gegeben haben für „political correctness“, damals, als es noch massive Diskriminierung in den USA gab. Aber was sich heute an vielen Universitäten abspielt, hat ein unerträgliches Maß der Dummheit erreicht. An diesen Institutionen wird politische Korrektheit gezielt als Waffe des Opportunismus eingesetzt.

    Als ich vor drei Jahren noch einmal an die Universität zurückgekehrt bin, war
    ich entsetzt über die Vorurteile und die intellektuelle Enge, gegen die die Studenten ankämpfen müssen. Besonders den jungen Frauen wurde in den letzten Jahren so viel Mist aufgebürdet, dass sie praktisch nicht mehr frei denken konnten.

    Die Studenten werden auf üble Art indoktriniert, hauptsächlich, weil sie jung sind und sich nicht wirklich gegen ideologische Tyrannei wehren können. Ein Freund von mir, der an einem College lehrt, wo die Studenten 30 000 Dollar pro Jahr zahlen, darf nicht mehr Homers „Ilias“ im Unterricht behandeln, weil der Hauptheld Achill ein viriler Typ ist, den die „p.c.“-Kommissare als Feind gebrandmarkt haben. Achill ist ein männliches Chauvinistenschwein.

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-21411138.html

    Daß John Updike den Preis nie erhalten hat, ist auch so ein Riesenversagen der Akademie. Jetzt ist es zu spät († 2009).

  111. Übrigens, da wir gerade bei Philip Roth sind:

    Gauland über Boateng:
    „Der Vorwurf des Rassismus ist völlig absurd, weil ich gar nicht wusste, wie er aussieht.“
    http://www.fr-online.de/politik/gauland-affaere–boateng-ist-fuer-poggenburg–auslaender–,1472596,34307158.html

    Da gibt es eine sehr hübsche Parallele in Philip Roths Roman „Der menschliche Makel“:

    Nachdem er in den ersten sechs Wochen des folgenden Semesters zwei für eines seiner beiden Seminare angemeldete Teilnehmerinnen nicht zu Gesicht bekommen hatte, fragte er die Anwesenden: „Kennt jemand diese Leute? Hat sie schon mal jemand im College gesehen, oder sind es dunkle Gestalten, die das Seminarlicht scheuen?“ Er konnte nicht ahnen, dass es sich zum zwei Afroamerikanerinnen handelte.

    Eine von ihnen, Tracy Cummings, schaltete Delphine Roux ein. Obwohl Coleman Silk beteuerte, er habe die Hautfarbe der Studentinnen gar nicht gekannt, warf man ihm Rassismus vor. Die Schwarzen nutzten den Skandal, um ihren Einfluss am Athena College auszubauen und die Zahl der nichtweißen Studenten und Professoren zu erhöhen. Zermürbt von den wiederholten Befragungen und Unterstellungen, ging Coleman Silk 1996 in den Ruhestand.

    http://www.dieterwunderlich.de/Roth_makel.htm

  112. Seltsam, die Friedens- und Literaturnobelpreise werden doch oft am Weltgeschehen festgemacht. Dann hätten eher Abdel-Samad oder Kamel Daoud einen bekommen sollen.
    Bob Dylan ist wohl die langweiligste Entscheidung, die die Jury treffen konnte.

  113. “ Er konnte nicht ahnen, dass es sich zum zwei Afroamerikanerinnen handelte. “

    Es ist diese besondere Form der Willkür, der Absurdität der Anklage, die den Terror ausmacht.
    Es gibt keine Unschuldigen für die Ankläger, sondern nur verurteilte und noch nicht verurteilte Täter.

    Heute gilt die gesamte weiße Rasse als Täterrasse. In den Critical Whiteness Studies soll das Weißsein, letztlich unsere biologische Existenz,angegriffen, aufgebrochen und als Verbrechen „verstanden“ werden. Weißsein ist ein Verbrechen gegen die Menschheit, wird gelehrt.

    Weißsein ist in seiner Substanz Unterdrückung.Verschwinden wir Weißen, so verschwindet mit uns die Unterdrückung. An US Unis laufen Studenten mit Hemden umher, auf denen steht: Jeder Weiße ist ein Rassist. Es werden „Schutzzonen“ für bunte eingerichtet, zu denen Weiße keinen Zutritt haben und Seminare und Partys veranstaltet, die für Weiße geschlossen sind.

    Zum einen wird uns unterstellt, dass wir eine Gefahr für andere Leute sind, zum anderen folgt es dem Ziel Weißsein sichtbar zu machen. Wir sollen unsere Stigmatisierung fühlen. Dennoch kann kein ausgeschlossener Weißer Rassismus geltend machen, denn die Wissenschaft hat festgestellt, dass nur Weiße rassistisch sein können.

    Microaggressionen – auch so was. Ein Gesichtsausdruck, ein Kopfschütteln – so was kann alles Rassismus sein, wenn Weiße dabei entdeckt werden. Überall lauern die Handykameras.

    Schwarze Gewalt gegen Weiße, die ja deutlich zunimmt und brutaler wird, gibt es nicht oder sie ist Gegenwehr gegen die Täter, die wir alle sind.Wir werden in unserem ganzen Sein zu Skandal erklärt.

    Schwarze Straftäter sind Opfer des weißen Regimes – da lässt sich wieder an Dylans Opferpoesie anknüpfen.Ein weißer Richter, ein weißer Polizist, jeder Weiße verurteilt einen Schwarzen nur wegen dessen Hautfarbe, regt sich über sexuelle Angriffe nur auf, weil der Angreifer schwarz ist.

    Wir müssen uns vor diesem Hintergrund über Freisprüche und Bewährungsstrafen, die auch für schwere Verbrechen der Fremden ausgesprochen werden nicht wundern.Es entspricht der wissenschaftlich festgelegten Rollenverteilung und es wurde psychologisch vorbereitet.Jedes in Süd Afrika von schwarzen Sadisten ermordete weiße Kleinkind hat es verdient, weil es weiß ist.

    Das müssen wir einsehen, wenn wir davon erfahren, denn schließlich gab es die Schrecken der Apartheid. Die echten und die vielen, vielen erfundenen, die nur in unseren Köpfen existieren. Mandela war ein Friedensengel, der zu Unrecht im Gefängnis saß, wie „Hurrikane“.

    Dylans „Hurricane“ – Mandela – Mumia Abu Jamal – Trayvon Martin – Black Lives Matter – Weißsein ist ein Verbrechen gegen die Menschheit.Das müssen wir lernen, das müssen wir fühlen lernen und widerstandslos akzeptieren.

    Ich verstehe Dylan durchaus aus seiner Zeit heraus aber auch auf dem Zeitstrahl der Geschichte unserer Manipulation. Für seinen Anteil daran hat er den Nobelpreis bekommen.

    Wenn er sich für all das entschuldigt, was er mit beeinflusst hat, dann ist er ein Rebell.Aber erst dann.Leisten könnte er es sich.

  114. OT

    Lieber Kewill, keine Reaktion nachdem einwandfrei (was jeder wusste) klar war, dass Putins Schergen das Malaysian Airlines Flugzeug abgeschossen haben?

    Ist der Scheck von Putin schon gekommen?

  115. „Es ist zum Kotzen. Es ist einfach nur noch zum Kotzen.“

    Philip Roth in „Der menschliche Makel“

  116. #145 Dorian Gray ,

    einwandfrei, naja Einwände gibt es doch eigentlich immer, selbst wenn man nichts darüber liest – aber egal. Einwandfrei(LOL) klar ist, dass man oft jeder Seite alles zutrauen kann und nie was klar ist und manchmal nicht mal klar ist, dass es zwei Seiten gibt.

    Wer, was, wie, warum und wohin führt es.Wenn die Ergebnisse sichtbar werden, dann kapiert man es und dafür gibt es dann eher keinen Scheck, nur die Freude darüber was begriffen zu haben.

    Dorian Gray – ein interessanter Name. Hoffentlich kein Vorbild. LOL

  117. Immerhin: Das mit der Literatur passt schon, denn die Texte waren nicht schlecht. Er konnte sie aber weder gescheit singen, noch dazu gescheit Gitarre spielen

  118. #132 Apusapus

    was in der Massengesellschaft Größe ist bestimmen die Medien

    Das ist Ihre, kommerzielle Interpretation der Aussage von selberdenker. Sie läuft aber diametral dem Sinn und Zweck jedweder ECHTEN Kunst zuwider!
    Man darf, wenn man in der Kunst/Musik ein Mindestmaß an Niveau garantieren will, sich nicht daran orientieren, was der Massengeschmack und die Verkaufszahlen sind. Denn der breiten Masse fehlte es schon immer an feinem Kunstsinn und Beurteilungsvermögen für den Wert/Unwert gerade zeitgenössischer (sog.) Kunst.
    Es ist schlimm genug, dass just in dem Land, das der Welt die großartigste ernste und, solange es auf Erden Menschen geben wird, weiter reproduzierte Musik geschenkt hat – sein Name ist Deutschland – die Folgen der Amerikanisierung, infolge der US-Besatzung, in vorher undenkbarem Ausmaß krass sind. Dasselbe Volk, welches das insgesamt bedeutendste kulturelle Erbe der Neuzeit „in die Wiege“ gelegt bekam und es bis 1945 verehrte und pflegte, fiel auf die selbstverblendeten Überbringer einer Pseudo-Kultur herein und ließ es unverantwortlicherweise zu, dass seine eigene Jugend zum Großteil Kultur-Schrott dem eigenen Kultur-Gold vorzog, nur weil der Schrott in einer fremden Sprache und aus einem vermeintlich freieren Land daherkam.

    Das Attribut „groß“ bei einem Songwriter/Komponisten kann und darf man also nicht primär kommerziell interpretieren.
    Das ist der Anfang vom Ende – Gestalten wie Raab und Bohlen sind Symbole dieser Katastrophe.

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