Bautzen: Syrer stellt sich tot und klaut Auto

Vielfach wird die mangelnde Hilfsbereitschaft bei Vorfällen im Straßenverkehr kritisiert. Aber in Zeiten der Invasion von Klau- Raub- und Gewaltfachkräften ist es eigentlich nur blanker Selbstschutz sein Auto auch angesichts vermeintlicher Notfälle nicht zu verlassen, sondern einfach die Rettungskräfte zu alarmieren. Diese Lehre machte im Juni ein Ehepaar in Bautzen.  Die beiden wurden nicht nur dreist bestohlen und verletzt, sondern es wurde auch noch ihr PKW zu Schrott gefahren. Der Lokführer Uwe M. und seine Frau sahen den angeblich 23-jährigen Syrer Samer D., der am Freitag vor Gericht stand, am Straßenrand liegen, stiegen aus und wollten helfen. Das war der Fehler.

Der hinterhältige Gast der Kanzlerin nutzte die Situation, sprang plötzlich ins Auto der Eheleute und raste los. Dabei fuhr er die sich gegen den Diebstahl wehrenden Helfer um und verletzte sie. Nur Minuten später überschlug er sich mit dem gestohlenen Suzuki und hinterließ einen Totalschaden.

bautzen_auto

Die Polizei konnte das auch gegen die Beamten gewalttätig vorgehende Talent kurz darauf festnehmen. Zu seiner Rechtfertigung gab er an, er habe Marihuana geraucht. Prompt wurde ihm im Toleranzstaat von einem Gutachter verminderte Schuldfähigkeit bescheinigt. Der Richter fand aber, es hätte bei dem Manöver für die Opfer noch weit schlimmer ausgehen können und verurteilte den „Schutzsuchenden“ am vergangenen Freitag zu drei Jahren und sechs Monaten Haft.

Uwe und Anke M. sind immer noch traumatisiert und werden wohl künftig auch ihre Hilfebereitschaft überdenken. (lsg)