Bayern: Lidl überklebt Werbung für Ulfkottebuch

Das totalitäre Prinzip „Wir bestimmen, wer überlebt“ wird allmählich wieder salonfähig in Deutschland: Gaststätten und Hotels kündigen bestehende Verträge für AfD-Veranstaltungen, Firmen lassen sich unter Druck setzen, ihre Online-Werbung nicht in Non-Mainstream-Medien zu schalten, es gibt wieder Schilder, auf denen wir lesen können, wer alles wo nicht bedient wird. Mehr und mehr trifft es regierungskritische Autoren, die in der Ausübung ihres Berufes gehindert, also de facto mit Berufsverbot belegt werden. Jetzt traf es den ehemaligen FAZ-Redakteur, Autor und Islamkritiker Udo Ulfkotte und seinen Kopp-Verlag.

Ulfkotte, bekannt durch Bücher wie „Die Asylindustrie“, „Grenzenlos kriminell“, „Gekaufte Journalisten“ oder sein jüngstes Buch „Volkspädagogen“ wird schon lange in den Leidmedien bestenfalls totgeschwiegen, im schlechteren Fall verunglimpft. Normale Werbung in Zeitungen und Magazinen ist für den Autor wie auch seinen Verlag nicht mehr möglich. So entschloss man sich, bundesweit 2500 Plakatwände anzumieten und dementsprechend Geld dafür in die Hand zu nehmen. Eines dieser Plakate hing vor dem Lidl-Markt in Retzbach (Foto oben) im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart. Das missfiel dem pensionierten Denunzianten Lehrer Franz-Josef Remling (kl. Foto r.) aus Thüngersheim, der sich bei Lidl darüber beschwerte.

Der Lebensmittel-Diskounter reagierte umgehend, wie die Mainpost schreibt:

Als pensioniertem Lehrer sei ihm sofort das Wort „Volkspädagogen“ ins Auge gesprungen und sauer aufgestoßen. Denn „Volkspädagogen“ ist der Titel des neuen Buchs aus der Feder des umstrittenen Autors Udo Ulfkotte. In dem Werk attackiert der ehemalige FAZ-Redakteur zum wiederholten Male mit rechtslastigen Äußerungen und Verschwörungstheorien Politiker und Medien. Beispielsweise schreibt der 56-Jährige in seinem Vorwort, die Menschen hätten es „satt, dass ihre Heimatländer verwahrlosen und dass ihre Nationalkulturen abgeräumt werden“.

Ulfkotte verspricht dem Leser durch sein Buch „einen Blick hinter die Kulissen der Macht“ sowie „was die Massenmedien Ihnen verschweigen“. Remling meint: „Ich bin schon selber in der Lage zu beurteilen, was ich glauben darf und was nicht, da brauche ich keinen selbst ernannten Welterklärer.“

Offenbar sahen das die Verantwortlichen von Lidl ähnlich – oder wollten zumindest ihre Kunden nicht verärgern. Auf Anfrage dieser Redaktion hieß es, dass die Werbefläche von einer externen Firma betrieben werde und Lidl lediglich der Vermieter der Stellfläche sei. „Wir haben unseren Mieter jedoch kontaktiert und ihn gebeten, die Werbung überzuplakatieren“, so die Lidl-Pressestelle am Donnerstag.

Und tatsächlich: Noch am selben Tag war das Ulfkotte-Plakat verschwunden. Stattdessen wirbt dort nun die Hoffnungsträger-Stiftung für Spenden zugunsten armer Kinder.

Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um zu erkennen, wes Geistes Kind durch Deutschland weht. Was hierzulande geschieht, geht mittlerweile über die auch von uns schon oft beschworenee Meinungsdiktatur hinaus. Es sind die Anfänge einer totalitären, faschistischen Dikatur.