Islam-Workshop im Innenministerium

Die Mitgliedsverbände der Deutschen Islamkonferenz haben sich von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) einen Lehrgang gewünscht, in dem Chefredakteure aller relevanten Medien in Deutschland lernen sollen, wie man „richtig“ über den Islam berichtet. Dies soll Anfang 2017 in den Räumen des Ministeriums stattfinden und sei vom Innenministerium sowie von islamischen Verbänden entwickelt worden. Unter den zehn Verbänden der DIK befinden sich die aus der Türkei gesteuerte Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB) und der Zentralrat der Muslime in Deutschland, in dessen Reihen sich auch Muslimbrüder befinden.

(Von Michael Stürzenberger)

Volker Siefert, freier Reporter und Redakteur des Hessischen Rundfunks, schreibt darüber im Magazin des Deutschen Journalisten-Verbandes „Journalist“:

„Damit haben die Verbände geschafft, wovon Lobbyisten sonst nur träumen: Nämlich dass der Staat in den Prozess der Meinungsbildung eingreift und Begrifflichkeiten und die Art, wie über etwas berichtet wird, direkt mit den inhaltlich verantwortlichen Führungskräften der Medien bespricht.“

Das Urteil Sieferts über diesen dreisten Manipulationsversuch ist eindeutig:

„Der Staat hat sich aus der Lobbyarbeit herauszuhalten. Ein Minister darf für nichts und niemanden als Co-Veranstalter gemeinsam mit einer Interessengruppe Nachhilfeunterricht für Journalisten geben.“

Der römisch-katholische Theologe, Publizist und Philosoph David Berger bezeichnet auf dem Blog „Philosophia perennis“ diesen Workshop als „Islam-Appeasement-Seminar“ und bringt die Reaktion der Gewerkschaft des Deutschen Journalistenverbandes:

Diese „staatlich organisierte Nachhilfe-Religionsunterricht“ sei selbst für den eher linksgrün orientierten „Deutschen Journalisten-Verband (DJV) – Gewerkschaft der Journalisten e. V.“ eine Zumutung. Dessen Bundesvorsitzender, Frank Überall dazu:

„Keine Berichterstattung ist so gut, dass sie nicht noch besser werden könnte. Aber staatlich organisierten Nachhilfeunterricht brauchen wir nicht.“

Der Verdacht des Verbandes, dass man über solche Ein-Nordungs-Seminare ganz gezielt die Berichterstattung über in Deutschland lebenden Muslime beeinflussen will, ist dabei nicht von der Hand zu weisen:

„Es ist die Aufgabe von uns Journalisten, umfassend und vielseitig über muslimische Mitbürger und den Islam zu berichten, wenn es geboten ist. Die Richtschnur gibt aber der Pressekodex des Deutschen Presserates vor und nicht der Bundesinnenminister.“

Außerdem melden diesen Skandal die evangelische Nachrichtenagentur idea, das katholische österreichische Internetmagazin kathnet und Journalistenwatch. Dort ist auch der Offene Brief an den Innenminister von Martin Weidhaas veröffentlicht, einem islamkritischen Mitglied der CSU. Auszug:

„Es ist mitnichten Aufgabe der Exekutive, auf die Medienvertreter Einfluss zu nehmen, was und wie sie über eine Religion zu berichten haben, die für etwa 90 % des weltweiten Terrors derzeit verantwortlich zeichnet ungeachtet jener Moslems, die sich bislang nicht aktiv daran beteiligen.

Noch weniger kommt es Ihnen zu, den Verbandsvertretern hierfür ein staatliches Podium zu schaffen. Ich sehe in Ihrem Workshop einen Angriff auf unsere grundgesetzlich garantierte Pressefreiheit.

Es steht selbstverständlich den moslemischen Kulturverbänden frei, bei den Medienhäusern zu antichambrieren und Ihre Sicht der Dinge kund zu tun.

Es geht aber entschieden zu weit, wenn u.a. Aiman Mazyek vom ZMD sich wird anmaßen dürfen, den Medien vorzugeben, was und wie sie zu berichten haben. Es verbietet sich dem BMI, ein Multiplikator für moslemische Glaubensinhalte und Interessen nach Vorgabe der Verbände zu sein. Ich bin nicht der Meinung, dass Ihre aktive Mitwirkung an der Islam-Schulung der Medien-Führungskräfte verfassungsrechtlich zulässig ist.“

Es ist zu erwarten, dass sich die anwesenden Chefredakteure der deutschen Medien in vorauseilendem Gehorsam nach den Vorgaben der Islamverbände richten, zumal diese versteckten Anweisungen unter der Protektion des deutschen Innenministers vollzogen werden.

Diese Manipulation steht in kerzengerader Tradition der Islamkonferenz, bei der Islamverbände schon in vergangenen Jahren auf einer positiven Berichterstattung zum Islam bestanden haben, was der damalige Teilnehmer Jan Fleischhauer in seinem Buch „Unter Linken“ darstellte. Wenn man sich die Reportagen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens über den Islam ansieht, kann man nur zu dem Schluss kommen, dass man sich dort bereitwillig an der auch offensichtlich von staatlicher Seite erwünschten Beschönigungs- und Vertuschungsmethode beteiligte.


Dieser Artikel wurde heute Morgen um 10 Uhr an die deutschen Pressevertreter geschickt. Es bleibt abzuwarten, ob es noch Journalisten mit Charakter und Rückgrat gibt, die sich kritisch zu diesem unverschämten Indoktrinationsversuch durch Islamverbände unter staatlicher Protektion äußern. Oder ob es beim Thema Islam bereits eine freiwillige weitestgehende Gleichschaltung in der deutschen Medienlandschaft gibt.

Einer hat bereits reagiert: Hans Demmel, Geschäftsführer von n-tv, fordert seine Löschung aus meinem Presseverteiler. n-tv scheint also ganz offensichtlich kein Interesse an islamkritischen Fakten zu haben.

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