Videokommentar zu Maischberger vom 14.12.

Der linke deutsche Zerstörerflügel wird anscheinend täglich hilfloser. Jahrzehntelang ließ der Schlafmichel Politik und Systempresse nach belieben wüten, nun wacht er auf und es gibt Widerstand. In Deutschland gibt es AfD und Pegida, den Brexit musste das System verdauen und an Trump nagt es sicher noch lange. Wie zerrüttet das Verhältnis Realität und linke Wahrnehmung ist, zeigt einmal mehr die Sendungsbeschreibung zum Maischberger-Talk heute um 23 Uhr (ARD) unter dem Titel „Wutbürger gegen Gutmenschen: Verliert die Demokratie?“.

Grundlage ist also die neue Auseinandersetzung zwischen dem Bürger, der sich nicht mehr gängeln und verheizen lassen möchte und dem System mit seinen Anhängern und Wasserträgern, das die Welt nicht mehr versteht. Zu lesen ist dazu:

Demonstranten pöbeln gegen die Kanzlerin. Ehrenamtliche Flüchtlingshelfer werden in den sozialen Medien als „naive Gutmenschen“ beschimpft. Spitzenpolitiker von SPD und Grünen warnen vor den „Hetzern und Rassisten“ der AfD und weigern sich sogar, vor Wahlen mit deren Vertretern zu diskutieren. Der AfD-Parteichef will weg von einem angeblich „versifften links-rot-grünen 68er-Deutschland“. Brexit-Befürworter und Donald Trump verbreiten Lügen statt Fakten – und haben Erfolg damit. Für viele Menschen hat die politische Kultur im Jahre 2016 einen Tiefpunkt erreicht. Reagieren sie zu überempfindlich? Bedroht diese Verrohung den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Steht gar die Demokratie auf dem Spiel?

Das als tendenziös zu bezeichnen wäre eine Verniedlichung dieses Stürmer-Stils. Die Frage, ob diese neue politische Lage die Demokratie gefährdet, ist geradezu absurd. Denn gerade was jetzt stattfindet, ist Demokratie und nicht, wenn alle dem System huldigen. Diskutieren sollen das heute jedenfalls: Wolf von Lojewski (langjähriger Leiter der ARD-Studios in Washington und London), Wolfgang Bosbach (CDU), Richard David Precht (sog. Philosoph), Bettina Gaus („taz“-Journalistin) und der Journalist Claus Strunz.

Video der Sendung:

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