Bischof Trelle „entsetzt“ über Trump

Die deutschen Kirchen beeilen sich, mal wieder, dem Zeitgeist hinterher zu rennen. Und der sagt aktuell, dass Donald Trump ganz böse ist. Trump sei ein Hassprediger, so die Anweisung von oben (Steinmeier). Folgerichtig stimmten die deutschen Kirchenoberen fröhlich mit ein, gibt es doch nicht oft die Gelegenheit, seinen Hass auf andere, Missliebige, „Böse“, ungeniert auszuleben und dabei noch das Gefühl zu haben, etwas Gutes zu tun. In der veröffentlichten Meinung ist er der Ungerechte schlechthin, etwa das, was man zu Jesu Zeiten den Zöllnern zuschrieb. Leute zum Hassen und Draufhaun:

Die Bischöfe Ralf Meister und Norbert Trelle haben mit Enttäuschung und Entsetzen auf die Antrittsrede des neuen US-Präsidenten Donald Trump reagiert. Der hannoversche Landesbischof Meister sagte am Sonnabend in Hannover, man brauche Versöhner und keine Spalter. „Im Zeitalter der Globalisierung brauchen wir Politiker, die die weltweiten wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Verflechtungen als Chance begreifen.“ Er hoffe sehr, dass der neue Präsident diese Aufgabe in seinem Amt wahrnehmen werde. […]

Noch deutlicher äußerte sich Hildesheims Bischof Norbert Trelle. Von der ersten Rede des US-Präsidenten zeigte er sich nach eigenem Bekunden „betroffen und entsetzt“. Vor allem die Botschaft „America first“ mache ihm Sorgen, so der Bischof am Wochenende in Verden. Zugleich rief Trelle dazu auf, die Stimme gegen den Populismus zu erheben und Haltung zu zeigen. Politiker müssten Anwalt der globalen Menschheit sein und dürften nicht Mauern und Wälle errichten: „In dieser Welt überleben wir nur in Gemeinsamkeit.“

Den Meister kann man einfach beiseite lassen, seine Sprechblasen ergeben keinen Sinn, es sei denn, er glaubt, dass Trump die internationale Arbeitsteilung aufheben und keine Verträge mehr mit dem Ausland eingehen will. Kindlich naiv oder geistig verwirrt – immerhin gehorsam in seinen Äußerungen.

Der zweite Pharisäer verdient da schon etwas mehr Beachtung, wenn er seine Kritik am „American first“ ansetzt. Was ist denn daran eigentlich so schlimm, dass Trelle das plötzlich kritisiert?

Alle Politiker aller Länder haben immer zuerst das Wohl des eigenen Landes im Auge, denn dafür sind sie gewählt, selbst Despoten stellen dieses Prinzip nicht grundsätzlich in Abrede. Das eigene Volk und die eigene Volkswirtschaft zuerst zu unterstützen, ist die erste Aufgabe jedes Politikers – ausgenommen Angela Merkel, die genau das Gegenteil macht.

In Großbritannien gab es die Aktion „Buy British“, in Polen war ein paar Jahre „Teraz Polska“ (Jetzt Polen) das Motto. Hat Trelle sich damals bei den verantwortlichen Politikern in Polen beschwert, dass damit „Mauern und Wälle“ aufgebaut würden? War er „entsetzt“, „enttäuscht“, “betroffen“, so wie jetzt? Hat er seinerzeit seine polnischen katholischen Glaubensbrüder entsprechend ermahnt und – wie jetzt den Trump – zurechtgewiesen?

Die meisten Fragen sind rhetorisch, auch wenn man sie den Heuchlern ruhig vorlegen sollte. Trelle glaubt sich altruistisch, wenn er anderen mehr dient als den eigenen Leuten und hat nicht verstanden, dass mit dem Jesus-Wort, andere zu lieben, wie sich selbst, auch eine Liebe zu den eigenen Leuten, zu sich selbst die Voraussetzung für die Nächsten-Liebe ist.

Und noch ein Bibelwort für den Bischof: „An den Früchten sollt ihr sie erkennen!“ Trelle forderte neben der Akzeptanz von hohen Minaretten und einer Bereicherung durch den Islam auch mehr Gastfreundschaft für Roma.

Hier wäre es an der Zeit, einmal Zwischenbilanz zu ziehen und Hochwürden neben den oben aufgeworfenen Fragen diejenige zu stellen, wie viele Roma er denn mittlerweile in seinem Anwesen aufgenommen hat.

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Bischof Norbert Trelle
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Die besten Ausreden werden wir gerne hier auf PI veröffentlichen.