„FAKT“: Sprachkurse bringen nichts!

„Sprachkurse und Integration“ sind die wohl am häufigsten benutzten Schlagworte der Verfechter einer „multikulturellen“ Masseneinwanderung, es sind ihre Zauberformeln für eine schnelle Eingliederung der in Massen Einwandernden, die nur deswegen noch nicht funktioniert, weil nicht genug Geld in sie investiert wurde, sagen sie. Die Vertreter dieser einfachsten Lösungen der Flüchtlingskrise („Wir schaffen das!“), die gerne andere wegen „einfacher Lösungen“ tadeln, könnten durch die Fakten von der ARD-Sendung FAKT, ausgestrahlt am letzten Dienstag, eines Besseren belehrt werden, wären sie nicht unbelehrbar. Und so zeigt der Bericht nicht nur den bundesdeutschen Asyl-Irrsinn, sondern offenbart auch die dem Irrsinn innewohnenden Abwehrmechanismen gegen die Zerstörung des eigenen bunten Traumes.

„2 von 58“ oder: Wozu denn Sprachkurse?

Warum sollten Flüchtlinge eigentlich zur Arbeit gehen? Um Geld für den Lebensunterhalt zu verdienen? Das müssen sie nicht. Recht freimütig erzählen die Mitbewohner eines Syrers, dass sie Essen, Kleidung, Unterkunft und auch Geld bekommen, also keine Notwendigkeit zur Arbeit besteht. Der von FAKT vorgestellte Syrer, der mit 57 anderen einen Einstiegskurs Deutsch bekommen hatte, gehört zu den zwei Einzigen, die ihn tatsächlich auch beendet haben.

Mit großer Überzeugung vertritt er die Ansicht, dass es selbstverständlich ist, die Sprache des Landes zu lernen, in das man gegangen ist. Er berichtet, wie er andere Mitbewohner in seinem Wohnheim angesprochen hat (Minute 0:51).

Ich habe gesehen, viele, viele Mal, dass Freunde bleibt im Bett, immer mit seinem Handy, spielen. Und ich frage: ‚Mensch, du [be]suchst keinen Deutschkurs, oder was?’ Er hat gesagt: ‚Nein. Ich hab [unverständlich], das ist genug vor mir. Ich hab Geld bekommen im Jobcenter, ich hab Essen frei, ich hab Kleidung frei.’ Und ich frag ihn: ‚Willst du, willst du, suchst du ein Arbeit, oder was?’ Er hat gesagt: ‚Nein, ich suche keine Arbeit.’

Politkorrekte Erklärungsversuche

Auf die einfache Idee zu sagen, dass die Flüchtlinge ja alles ohne Arbeit bekommen, also Geld, „Essen frei“, „Kleidung frei“, und deswegen überhaupt keinen Anreiz haben, sich dem unangenehmen Lernen auszusetzen, um später irgendeinen Drecksjob ausüben zu können, darauf kommt die Arbeitsagentur nicht. Susanne Eickemeyer vom Jobcenter versucht sich in politisch korrekten Erklärungsversuchen (Minute 1:38):

Ob diese Menschen traumatisiert sind, vielleicht auch noch krank, ob sie Angst haben vor Behörden, das kann ich nicht einschätzen. Vielleicht sind sie tatsächlich sehr gut motiviert, es ist aber überlagert durch Traumata.

Dass die „Flüchtlinge“ einfach faul und bequem sein könnten, so wie potenziell alle Menschen auf der Welt, darauf kommt die Jobtussi nicht. „Flüchtlinge“ als homo oeconomicus zu sehen, der seine Ziele mit möglichst minimalem Aufwand zu erreichen trachtet, verbietet die political correctness, die aus den „Flüchtlingen“ moralische Übermenschen geformt hatte (und aus den Deutschen böse Sünder, die zur Sühne gezwungen werden müssen). Voll krank ist das und übrigens auch voll rassistisch.

Die Opposition bohrt nach, Sevim Dagdelen (Linke)

Es scheint symptomatisch für unsere gegenwärtige Gesellschaft, und das hängt mit der genannten Einteilung in Schuldige und Unschuldige zusammen, dass nur bei uns lebende Ausländer oder Menschen mit „Migrationshintergrund“ das „Recht“ haben, solche Probleme ansprechen zu dürfen. Tut es ein Deutscher, so wird er verfemt und medial (manchmal real) hingerichtet, spricht es ein Ausländer aus, ein Linker, reagiert die reflex-konditionierte Linke verunsichert. Umso mehr, wenn es eine eine linke Frau ist, die das Problem anspricht.

Sevim Dagdelen von den LINKEN hat in mehreren Anfragen an die Bundesregierung versucht, die Abbrecherquote in Zahlen zu bekommen. Die Arbeitsagentur hatte ihren Prüfdienst losgeschickt, um die Erfolge der Deutschkurse zu evaluieren. Die dort ermittelten Zahlen aus dem Prüfbericht wollte Sevim Dagdelen erfahren, doch wurden diese selbst nach mehreren Anfragen von der Bundesagentur nicht herausgegeben!

300.000.000 Euro und der „Erfolg“ der Deutschkurse

Anhand der von der Arge Schwerin exakt ermittelten Zahlen (Minute 4:06) ließ sich allerdings dann doch eine Hochrechnung für ganz Deutschland aufstellen:

In Schwerin hatten sich 1497 Teilnehmer angemeldet, 716 beendeten den Kurs. Die „Erfolgsquote“ beträgt also 47,8 %, wobei hier noch gar nicht auf die Qualität der erreichten Ergebnisse eingegangen wird, die selbst bei dem FAKT-Vorzeigesyrer nur mittelmäßig war und bestenfalls für einen Lagerarbeiter taugt.

Für dieses magere Ergebnis wurden also 150.000.000 Euro aufgewandt, die zweite Hälfte der insgesamt 300 Millionen darf damit „guten Gewissens“ als verbrannt abgeschrieben werden.

Bundesagentur für Arbeit: Es war und ist ein Erfolg (4:44): Wer nüchtern nach der Qualität der erreichten Sprachkenntnisse (bei denen, die durchhielten) fragt, oder nach der Anzahl, die dort physisch anwesend waren, der stellt die falschen Fragen an die Arge. Vollkommen auf Merkels Selfie-Linie mitschlingernd gibt die Arbeitsagentur die einzig richtige Antwort, wie die Zielsetzung für die 300 Millionen Euro teuren Deutschkurse ausgesehen habe. Nicht geleert ist das Schnapsglas, sondern noch ein Viertel voll:

Man habe kein bestimmtes Sprachniveau erreichen wollen, sondern „Eindrücke von der deutschen Sprache“, und das habe man erreicht.

Mal sehen, ob das auch entsprechend gewürdigt wird, wenn das so in den ersten Bewerbungen der Refugees auftaucht.