MTV‘s rassistische Botschaft für „weiße Typen“

Ein in den USA veröffentlichtes Video des Musiksenders MTV sorgt seit Jahresbeginn in konservativen und freien Medien für Gesprächsstoff – und das sind in erster Linie Entsetzen und Fassungslosigkeit, aber auch Wut. In den „Neujahrsvorsätzen für weiße Typen“ („2017 Resolutions for white guys“) dürfen die VJ’s des Senders ihrer Abneigung und ihren mehr oder weniger stark ausgeprägten Vorurteilen gegenüber weißen Männern freien Lauf lassen, so dass nach der Einleitung (eines jungen blonden Mannes) mit „Hey fellow white guys!“ gleich hemmungslos ausgeteilt wird:

(Von Klabautermann)

In Kürze beginnt ein neues Jahr.

Und es gibt da einige Dinge, die Ihr 2017 ein bisschen besser machen könntet.

Versucht zu erkennen, dass Amerika niemals großartig für jemanden gewesen ist, der kein weißer Mann war.

Können wir einfach darin übereinstimmen, dass „Black Lives Matter“ (schwarze Aktivisten-Bewegung) nicht das Gegenteil von „All Lives Matter“ (Gegenbewegung: alle Leben zählen!) ist?

„Blue Lives Matter“ (pro-Polizei-Bewegung) bedeutet nichts. Bullen sind nicht mit blauer Haut geboren, oder? Ich denke… ja! Sie sind nicht mit blauer Haut geboren.

Hört auf damit zu prahlen, dass Ihr sensibilisiert (gegenüber Rassismus) seid! Hört auf, das Wort sensibilisiert zu verwenden!

Lernt, was „Mansplaining“ (herablassendes Diskutieren mit Frauen, obwohl „Mann“ keine Ahnung hat) ist… und lasst es sein!

Oh, und wenn Ihr Richter seid, dann wertet das Wohlbefinden eines Hochschulsportlers nicht höher als die Frau, die von ihm belästigt wurde.

Wir alle lieben Beyonce und ja… sie ist schwarz und setzt sich selbstverständlich für schwarze Themen und Belange ein. Ich rede mit Euch, Fox News!

Zögert nicht und nehmt Euch Kanye West. Du weißt, was Du getan hast, Kanye (offener Trump-Sympathisant und Gegner der Rassismuskeule).

Niemand, der schwarze Freunde hat, sagt, dass er schwarze Freunde hat.

Und nur weil Du schwarze Freunde hast, heißt das nicht, dass Du nicht rassistisch bist. Du kannst trotz schwarzer Freunde rassistisch sein!

Seht her, Jungs! Niemand ist perfekt.

Aber ganz ehrlich, Ihr könntet Euch 2017 ein bisschen mehr anstrengen.

Einige von Euch machen einen tollen Job! Einige nicht.

Bitte, denn 2016 war schlecht. 2017 kann nicht schlechter sein als das, ok? Denn das ist schlecht!

Nein, das soll keine Satire sein! Die Saat der Gutmenschen und linken Selbsthasser geht inzwischen überall auf, und man schreckt auch nicht davor zurück, die betroffenen Feinde direkt anzugreifen! Man macht „den Weißen“ Vorwürfe – allen! –, weil sie weiß sind. MTV ist zwar inzwischen zurückgerudert und hat den Clip von seinem Youtube-Kanal genommen, dennoch bewarb man ihn zuvor völlig ungeniert in den sozialen Medien und adressierte die verhassten „weißen Macker“ gleich direkt:

Die Protagonisten des MTV-Videos wirken jedenfalls sehr empört und frustriert, wobei ein Psychologe vermutlich vorschlagen würde, die Ursachen dafür lieber bei sich selbst zu suchen. Ihr aggressiver Unterton bestätigt diese These zumindest. Beschämend auch, dass bei dieser anti-weißen Propaganda sogar Weiße mitmachen, deren Psyche anscheinend unheilbar krank ist, dass selbst ein Therapeut nicht mehr helfen kann.

Und bei solch einer öffentlichen Demonstration des Hasses wundert sich noch jemand, dass Donald Trump zum Präsidenten der USA gewählt wurde? Denn genau das ist der Grund dafür: Verachtung, Erniedrigung und Diffamierung von weißen, männlichen, heterosexuellen, einheimischen Amerikanern; und letztendlich die öffentliche Agitation gegen alle Weißen – also gegen die Mehrheit der Bevölkerung in den USA. Die Gruppe, die durch ihre harte Arbeit das Land am Laufen hält. Dass die Führungsriege von MTV weißer als weiß ist macht die Sache auch nicht besser, sondern eher unglaubwürdig und zu einem gewissen Grad peinlich:

MTV, einst ein Sender, der in den 80er-Jahren das Musikvideo populär machte und Musikszenen und -kulturen begleitete, förderte und ihnen dadurch irgendwann zur internationalen Bekanntheit verhalf (z.B. Grunge, Techno, Hip Hop). Es war einst Vorbild einer ganzen Generation, die sich mit dem Sender identifizierte; seine Moderatoren waren Idole, ja Götter. Jackass, Beavis and Butt-Head, Ray Cokes‘ Most Wanted oder auch die MTV News begeisterten ein Millionenpublikum und waren in den späten 80ern und 90ern beinahe jedem Teenager bekannt. Selbst der Jugend im Ostblock galt dieser globale Musiksender als kleines Refugium der Freiheit.

Damals war überhaupt nicht abzusehen, dass MTV einmal diesen ideologischen Sondermüll verbreiten würde und sich auf die Seite der bei der Mehrzahl der Amerikaner so verhassten „Social Justice Warriors“, die inzwischen die öffentlichen Debatten in den USA bestimmen und etliche Sprachverbote errichteten, stellen würde.

Doch europäische Amerikaner, also „weiße Typen“, lebten in den USA schon immer gefährlich – Frauen wie Männer. Und nun hat sich eine Situation eingestellt, in der ein ideologisch-moralischer Überbau existiert, der zur Rechtfertigung von diffamierender und überzogener Kritik, die nicht selten in Verachtung und Beleidigung ausartet, an dieser ethnischen Gruppe herangezogen wird. Eine Entwicklung, die vermutlich schon mit der öffentlichen Duldung und Akzeptanz von Blondinenwitzen begann.

Vergessen wir deshalb die Fakten und wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht, die bereits für sich sprechen: Schwarze sind einfach krimineller als Weiße, fallen häufiger durch abweichendes soziales Verhalten auf und sind weniger erfolgreich im Berufsleben. Dafür gibt es leider keine Entschuldigung und auch der böse weiße Mann ist hier nicht in der Verantwortung! Denn wer die Rassismus-Karte zieht, sollte die Situation anderer ethnischer Gruppen in den USA ohne Scheuklappen betrachten. Man wird dann nämlich schnell in Erfahrung bringen, dass Asiaten und Juden wiederum erfolgreicher und wohlhabender als der durchschnittliche European American sind.