Pegida Dresden: Solidarität mit Björn Höcke

Die Pegida-Kundgebung am vergangenen Montag stand ganz unter dem Eindruck der Entscheidung des AfD-Bundesvorstandes, zunächst keinen sofortigen Parteiausschluss gegen den thüringischen Landesvorsitzenden Björn Höcke einzuleiten. Die Ordnungsmaßnahmen könnten allerdings außer einer formellen Ermahnung oder Rüge im schlimmsten Fall aber auch die Einleitung eines Ausschluss- oder Amtsenthebungsverfahrens beinhalten. Am Montag Abend waren sich die Pegida-Organisatoren und auch die allermeisten Spaziergänger einig, dass drastische Strafen gegen Björn Höcke völlig unverhältnismäßig wären und auch zu einer Spaltung der Partei führen könnten.

(Von Michael Stürzenberger)

Pegida-Gründer Lutz Bachmann bat zu Beginn der Kundgebung um eine Gedenkminute für den am 13. Januar völlig unerwartet verstorbenen Buchautor und Journalisten Udo Ulfkotte.

Bachmann beurteilte die Antrittsrede von Donald Trump als herausragend und meinte, dass sich ein Volksvertreter auch genau so zu seinem Volk äußern sollte. Angesichts der Aggressivität und geradezu Mordlüsternheit in der amerikanischen linksextremen Szene äußerte Bachmann seine Sorge um die Sicherheit des Präsidenten der Vereinigten Staaten.

Bei dem Wirbel um die Rede von Björn Höcke in Dresden vermisste Bachmann die Rückendeckung durch die Parteiführung. Er fragte sich, warum ausgerechnet Frauke Petry, die schließlich selbst des öfteren faktenverdrehende Pressekampagnen durchstanden hatte, bei denen sich der Bundesvorstand geschlossen hinter sie gestellt hatte, nun genau diese Solidarität angesichts der medialen Schmutzpropaganda gegen Höcke habe vermissen lassen. Empört zeigte sich Bachmann über das frühere Pegida-Dresden-Orgamitglied Tatjana Festerling, die in einem ausführlichen Facebook-Artikel Höckes Rede als „widerlich“ und „völkisch“ diffamiert hatte. Zudem hatte sie absurderweise gefordert, dass Höcke in die NPD gehen solle. Bachmann fand für diesen Dolchstoß von hinten klare Worte:

In meiner Rede nahm ich zunächst Bezug zu dem eindrucksvollen Beginn der Amtszeit von Donald Trump, der gleich am ersten Tag bedeutende Weichenstellungen wie den Bau der Mauer zu Mexiko, die Aufkündigung des transpazifischen Handelsabkommen TPP, die strikten Einreisebeschränkungen gegen Moslems aus dem Nahen Osten, die Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem und die Streichung von Obama-Care veranlasste. Seine Antrittsrede war eine Hommage an die direkte Demokratie, denn er betonte, dass mit seinem Amtsantritt die Macht von Washington zurück ans Volk gegeben werde. Ein solche Einstellung sollte auch ein Vorbild für Deutschland und Europa sein. Zudem zitierte ich Trump mit seiner klaren Ansage, dass er die zivilisierte Welt gegen den radikalen islamischen Terror vereinen werde, den er vollständig zu vernichten gedenke.

Das Treffen der ENF-Fraktion in Koblenz nur einen Tag später verstärkte den politischen Wandel, der überall spürbar ist. Geert Wilders kündigte dort mit dem Jahr 2017 den Beginn des patriotischen Frühlings in Europa an. Eine wichtige Gemeinsamkeit der neuen Rechten ist auch die Solidarisierung mit Israel, das in dem gleichen Kampf wie wir steht, allerdings viel weiter fortgeschritten. Mir war es wichtig, auch das Unrecht anzusprechen, das dem kleinen demokratischen Staat von der Größe Hessens in einem explosiven Umfeld voller riesiger Islam-Diktaturen widerfährt. Faktenverdrehende linksgesteuerte Medien, die verlogene Pallywood-Propaganda und auch der ideologisch bedingte Hass sowohl roter wie auch brauner Sozialisten tragen erheblich zu dieser völlig falschen Wahrnehmung Israels hierzulande bei.

Die Rede von Björn Höcke in Dresden wurde vom politischen Gegner und der mehrheitlich linksorientierten Mainstream-Presse bewusst falsch dargestellt. Wir haben es dort draußen in der politisch-medialen Landschaft nicht nur mit Gegnern, sondern auch mit erbitterten Feinden zu tun, die wie Hyänen darauf lauern, uns das Wort im Mund herumzudrehen.

Höcke hatte zwar nichts Falsches gesagt, aber durch die Verwendung historisch kontaminierter Begriffe wurde es diesen Hyänen leicht gemacht, ihn zu diffamieren. Höcke ging es wie im vergangenen Jahr Akif Pirinçci, dem die linke Pressemeute genau das Gegenteil unterstellte, was er wirklich gesagt hatte, um ihn damit existentiell vernichten zu können. Hervorzuheben ist die Solidarität des Verlegers Götz Kubitschek, der nun als einziger in Deutschland die Bücher Pirinçcis herausgibt. Lobenswert auch das AfD-Bundesvorstandsmitglied Prof. Jörg Meuthen, der mit seiner besonnenen, aber durchaus auch kritischen Reaktion auf Höckes Rede zeigte, wie man innerhalb einer Partei ausgleichen und die Flügel zusammenhalten kann.

Auch ich bin überzeugt, dass der leidenschaftliche Patriot Höcke mit seinem völlig berechtigten Anliegen, das nationale Selbstbewusstsein in den Köpfen der Deutschen zu stärken, besser ohne Bezugnahme auf das Holocaust-Gedenken und die vermeintliche historische „Schuld“ argumentieren sollte. Es reicht völlig, die vielen positiven Ereignisse in der deutschen Geschichte herauszustreichen. Ein Erinnern an die Verbrechen der National-Sozialisten, mit dem Bewusstsein „nie wieder“, schmälert dies keineswegs. Es spricht von Charakter, selbstkritisch zur eigenen Geschichte zu stehen, auch wenn das dunkelste Kapitel nicht von „den Deutschen“, sondern nur von einer kleinen Clique totalitärer und rassistisch verblendeter Ideologen ausgeführt wurde.

Diese Einstellung, mahnend zu erinnern, ohne dabei Schuld zu verspüren, stieß im Dresdner Publikum nicht auf ungeteilte Zustimmung. Viele haben es ganz offensichtlich einfach satt, über diese Zeit zu sprechen, da sie sich von der sprichwörtlichen Auschwitz- und Nazikeule förmlich erschlagen fühlen. Zudem mag die anti-israelische Haltung, die in der DDR nachhaltig vertreten wurde, dazu beitragen, dass man sich bei diesem Thema im Osten auf dünnem Eis bewegt. Ich finde es aber wichtig, auch unangenehme Dinge anzusprechen, vor allem, wenn sie gerade durch die Diskussion um Höcke hochgekocht werden.

Wohin überzogenes Nationalbewußtsein führt, kann man in der Erdogan-Türkei erkennen. Es ist hochgradig schändlich, dem eigenen Völkermord an über 1,5 Millionen christlichen Armeniern, Assyrern und Pontos-Griechen nicht nur kein Gedenken zu gewähren, sondern ihn auch noch dreist zu leugnen. Nationalismus pur, der zu weiterer Konfrontation und Hass führt. Kein Wunder, dass Erdogan in Hitler und seinem Führerstaat ein Vorbild sieht. Folgerichtig auch das Lob des deutschen National-Sozialisten und Hitler-Verehrers Karl Richter, der Erdogans faschistische Methoden als vorbildlich ansieht. Wie damals finden sich auch heute die totalitären Ideologien Islam und National-Sozialismus, was vielen Spaziergängern ebenfalls bewusst ist. Passend dazu die Wirmer-Flagge des Widerstands:

In Ergänzung zu Lutz Bachmann sprach ich auch den aggressiven Artikel von Tatjana Festerling an, der einen unentschuldbaren Frontalangriff aus den eigenen patriotischen Reihen darstellte. Anstatt einem leidenschaftlichen Patrioten im eigenen Schützengraben von der Seite ans Schienbein zu treten, sollte vielmehr alles vermieden werden, was der AfD schaden könnte:

Auch Siegfried Daebritz bekräftigte, dass die Pegida-Organisationsleitung hinter Björn Höcke und dem patriotischen Flügel mit seiner Erfurter Resolution stehe. Er forderte, dass die Regierung jetzt endlich aus dem Konjunktiv herauskommen und die Lösung der Probleme mit Nachdruck angehen solle. Vor allem bei den Abschiebungen passiere bis jetzt noch lächerlich wenig. Daebritz stellte zudem drei verschiedene Szenarien für den Ausgang der Bundestagswahl aus Sicht der AfD dar, von denen nur eine, die Erringung der absoluten Mehrheit, für Deutschland einen schnellen Ausweg aus der existentiellen Krise bedeuten würde. Zum Schluss seiner Rede sprach er das „Kunstprojekt“ eines Halb-Syrers an, der ab dem 7. Februar am Dresdner Neumarkt neben der Frauenkirche allen Ernstes mehrere Stadtbusse hochkant hinstellen möchte. Der Wahnsinn hat in Deutschland derzeit offenbar überall Methode, auch in der vermeintlichen „Kunst“-Szene:

An dieser weiteren kräftigen Veranstaltung von Pegida Dresden haben laut Angaben von „durchgezählt“ 2000 Bürger teilgenommen. Die Patrioten sahen in der Vereidigung von Donald Trump ein gutes Signal für die Abwahl von Merkel:

Der Sachsenstolz macht auch keinen Halt vor Kanzlerthronen:

Widerstand gegen Ungerechtigkeit von oben hat in Dresden lange Tradition, wie der Schriftsteller Carl Theodor Körner schon im 18. Jahrhundert mit seiner legendären Formulierung bewies:

Die Dresdner Spaziergänger denken logisch

und konsequent:

Unterhaltungen mit dem Publikum sind immer wieder anregend und interessant:

In allen Ländern ist dieser gesunde Patriotismus selbstverständlich – nur in Deutschland unter der fahnenentsorgenden Merkel nicht..

Fotos vom Spaziergang:

Während des Spaziergangs ließen sich nur wenige Linke blicken. Wenn sie auftauchten, wurden sie von der Polizei effektiv in Schach gehalten:

Wie so oft, mutete der linke Protest wie ein Kindergarten an:

Immerhin scheinen manche trotz ideologischer Verirrung auch so etwas wie Humor zu haben:

Neben den vereinzelten Protestgrüppchen soll am Abend auch eine etwa 1000 Personen umfassende linke Gegendemonstration durch Dresden gezogen sein. Am Neumarkt zeigte sich aber nur ein kleines Häuflein mit den üblichen wirren Slogans:

Das Ballhaus Watzke, in dem Björn Höcke seine Dresdner Rede gehalten hatte, wurde – wie bereits berichtet – von linken Faschisten durch zwei Dutzend Farbbeutel verschmutzt und muss nun aufwendig gesäubert werden:

Drei Arbeiter waren mit dem Aufbau eines Gerüstes beschäftigt:

Gefüllte Farbbeutel können nicht die geistige Leere der linken Meinungsterroristen ersetzen.

In diesem Saal hielt Höcke seine vielbeachtete Rede, die so viel Diskussionen auslöste:

Wie es Geert Wilders formulierte: 2017 ist das Jahr des patriotischen Frühlings. Der Widerstand gegen die Zerstörung unseres Landes geht weiter, bis die verhängnisvolle Politik beendet ist.

(Fotos: GHvH & Michael Stürzenberger)