Forchheim: Versuchter Totschlag an 15-Jährigem

Forchheim: Wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermitteln Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bamberg gegen zwei Männer aus dem Iran. Die beiden prügelten am Dienstagabend (24. Januar) in Forchheim einen 15-jährigen Jugendlichen, seine Begleiterin (15) und einen couragierten Helfer krankenhausreif. Gegen die mutmaßlichen Täter erging ein Haftbefehl.

Gegen 20 Uhr alarmierten Zeugen die Polizei über eine Schlägerei auf dem Parkplatz eines Discountmarktes in der Bayreuther Straße in Forchheim. Wie die späteren Ermittlungen ergaben, kam es dort zwischen den beiden tatverdächtigen Männern und dem Jugendlichen zunächst zu einem Wortgefecht, welches bereits kurz darauf eskalierte und in Handgreiflichkeiten mündete. Infolgedessen ging der 15-Jährige zu Boden und wurde dort von den beiden Beschuldigten weiter massiv mit Füßen gegen den Oberkörper und den Kopf getreten. Auch die 15-jährige Begleiterin des Opfers und ein einschreitender Passant wurden von den Schlägern angegriffen und verletzt. Streifenbeamte der Forchheimer Polizei nahmen das aggressive Duo noch vor Ort fest. Alle drei Verletzten mussten zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.Die Kriminalpolizei Bamberg hat die Ermittlungen gegen die 26 und 32 Jahre alten Männer, die aus dem Iran stammen, wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. Am Mittwoch (25. Januar) erging gegen die Männer der Haftbefehl. Sie sitzen nun in unterschiedlichen Justizvollzugsanstalten ein.


Nachfolgend wieder eine kleine Auswahl von grundlosen gewalttätigen „Bereicherungen“ der letzten Tage, die bei einer umgekehrten Täter / Opfer-Konstellation Lichterketten-Alarm und Rassismus-Gedöns von Garmisch bis Flensburg ausgelöst hätten.

Recklinghausen: Ein 49-jähriger Bottroper saß am Freitag zwischen 18.00 Uhr und 18.45 Uhr auf einer Bank im Park an der Hauptstraße, als drei Männer ihn von hinten angriffen. Einer der Männer verletzte den Bottroper mit einem Messer am Bein. Als dieser sich gegen den Angriff wehrte, ließ das Trio von ihm ab und flüchtete. Der Verletzte ging aus dem Park und rief die Polizei. Die drei Männer sollen dunkelhäutig gewesen sein. Eine weitere Beschreibung liegt nicht vor. Der Bottroper wurde im Krankenhaus behandelt.

Gera: Am Montag gegen halb acht kam es in der Bieblacher Schule in der Erich-Mühsam-Straße zu einer Prügelei zwischen Jugendlichen. Wie es von der Polizei heißt, wurden zwei 13- und 14-jährigen deutsche Schüler vor Schulbeginn von einer Gruppe ausländischer Jugendlicher angegriffen. Die Angreifer flüchteten dann. Drei von ihnen konnten namentlich ausfindig gemacht werden. Es handelt sich hierbei um drei Jungen im Alter von 12, 13 und 14 Jahren. Zur Prügelei selbst, so Polizeisprecherin Marleen Wedel auf Nachfrage, wurden die Beamten nicht gerufen. Aufgrund einer Anzeige wegen Körperverletzung sind die Ermittlungen dann aber in Gang gekommen.

Düsseldorf: Die Bundespolizei nahm am Samstagmorgen (28. Januar), um 6.00 Uhr, einen 24-jährigen Kongolesen aus Wuppertal am Düsseldorfer Hauptbahnhof in Gewahrsam, weil dieser bei der Personalienfeststellung um sich schlug. Zuvor hatte er Streit mit anderen Reisenden gesucht. Einer Streife der Bundespolizei fiel im Düsseldorfer Hauptbahnhof der Wuppertaler auf, weil er andere Reisende anpöbelte und Streit provozierte. Als die Bundespolizisten ihn ansprachen und kontrollieren wollten, trat er den Beamten sehr aggressiv gegenüber und versuchte sich der Kontrolle zu entziehen. Die Streife hielt den Mann am Arm fest, woraufhin er wild um sich schlug. Die Bundespolizisten legten dem 24-Jährigen die Handschellen an und brachten ihn auf die Dienststelle. Dort war er weiterhin unkooperativ, machte keine Angaben zu seiner Person und versuchte die Beamten zu schlagen.

Luckenwalde: Eine blutige Nase trug ein Jugendlicher bei einer Auseinandersetzung mit einem älteren Jugendlichen in Luckenwalde davon. Der Hintergrund des Streits liegt noch im Dunkeln. Der 14-Jährige war am Mittwoch gegen 16?Uhr im Weberweg unterwegs, als ihn nach seiner Darstellung ein etwa 16 oder 17 Jahre alter Jugendlicher ansprach. Unvermittelt habe ihn dieser dann mit der Faust ins Gesicht geschlagen, bevor er in Richtung Bahnhof weglief. Der 14-Jährige erlitt Nasenbluten und eine geschwollene Nase. Er erstattete eine Anzeige bei der Polizei. Der flüchtige, tatverdächtige Jugendliche soll etwa 1,80 Meter groß sein und ein südländisches Aussehen mit schwarzen Haaren haben.

Wiesbaden: Am Donnerstagvormittag hat ein 18-jähriger junger Mann beim 5. Polizeirevier angegeben, am vergangenen Freitagabend in Biebrich von einem bislang unbekannten Täter geschlagen worden zu sein. Er gab zu Protokoll, dass der Angreifer ihn gegen 20.00 Uhr im Schlosspark mehrfach so fest ins Gesicht geschlagen habe, dass er schwere Gesichtsverletzungen erlitt und mehrere Tage stationär in einem Krankenhaus aufgenommen werden musste. Der Täter soll etwa 30 Jahre alt, ca. 1,90 Meter groß gewesen sein und vermutlich ein südländisches Erscheinungsbild gehabt haben. Er sprach akzentfreies Deutsch, war mit einer Kapuzenjacke bekleidet und führte einen etwa 40 Zentimeter großen Hund mit einem hellen Fell mit sich.

Würzburg: Am frühen Donnerstagmorgen kam es vor einer Diskothek in der Gattingerstraße zuerst zu einer verbalen Streitigkeit zwischen zwei jungen Männer und einer etwa zwei bis dreiköpfigen Personengruppe, welche dann in einer körperlichen Auseinandersetzung endete. Nach Zeugenaussagen wurde dabei einer der beiden Männer von einem Unbekannten gegen 04.00 Uhr zu Boden geschlagen. Als sein 25-jähriger Begleiter, dem am Boden Liegenden helfen wollte, wurde dieser unvermittelt ebenfalls von einem unbekannten Täter ins Gesicht geschlagen. Dieser ging ebenfalls zu Boden und verlor daraufhin kurzzeitig das Bewusstsein. Anschließend entfernten sich die Angreifer in unbekannte Richtung. Die beiden Männer wurden leicht verletzt und kamen nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst in ein Würzburger Krankenhaus. Nun sucht die Polizei Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben und Hinweise zu den Tätern geben können. Einer der Unbekannten war ca. 1,75 m groß, etwa 25 Jahre alt und hatte eine kräftige Figur. Er soll deutsch mit ausländischem Akzent gesprochen haben

Itzehoe: Nach einer Körperverletzung, die sich am Dienstagabend im Itzehoer Holstein-Center zugetragen hat, sucht die Polizei nun nach Zeugen. Nach Angaben des Geschädigten hielt sich dieser in Begleitung seiner Freundin gegen 18.10 Uhr im Holstein-Center im Bereich des Ausgangs zur Brunnenstraße auf. Nach einer Beleidigung durch zwei ihm fremde Personen entwickelte sich ein verbaler Streit, in dessen Verlauf einer der Beteiligten ihn mit einem Schlagring schlug und sich anschließend entfernte. Der Unbekannte kehrte allerdings wenig später mit zwei weiteren Unterstützern zurück und attackierte den Geschädigten, der schließlich zu Boden ging, erneut. Anschließend liefen die Täter in Richtung McDonalds davon. Der 23-jährige Geschädigte blieb mit einer Platzwunde zurück und begab sich zur Anzeigenerstattung auf das Itzehoer Revier. Die Angreifer sollen 20 bis 25 Jahre alt gewesen sein und arabisch gesprochen haben.

Wien: Ein Besuch der „Eisdisco“ in der Albert-Schultz-Halle (Donaustadt) mit ihrer zehnjährigen Tochter wurde am Samstag für Sabine K. (41) zum Albtraum: „Gegen 18 Uhr betrat eine fünf- bis sechsköpfige Bande den Kassa-Bereich und versuchte, auf einen Burschen einzuschlagen“, so die Floridsdorferin.Sabine K. ging dazwischen und wurde selbst verletzt: „Einer der Jugendlichen versetzte mir einen heftigen Stoß mit dem Fuß gegen den Brustkorb.“ Die Polizei wurde verständigt, die Bande flüchtete. Laut K. soll es sich bei einem der Teenager um jenen Tschetschenen handeln, der Anfang November 2016 Prügel-Opfer Patricia (15) einen doppelten Kieferbruch zufügte. „Alle fürchten sich vor dieser Gang. Die Jugendlichen vor Ort haben mir erzählt, dass die Bande nach dem Schließen der ‚Eisdisco‘ Besuchern auflauert. Erschütternd für mich als Mutter, so etwas zu hören!“

Sigmaringen: Zu einer Schlägerei vor der Diskothek Alfons X in der Bahnhofstraße ist am Neujahrsmorgen gegen 6.30 Uhr die Polizei gerufen. Beim Eintreffen einer Streifenwagenbesatzung wurde diese auf mehrere Personen im gegenüber liegenden Prinzenpark aufmerksam, die sich offensichtlich einen handfesten Streit lieferten. Wie die weiteren Abklärungen ergaben, handelte es sich um zwei Männer im Alter von 24 und 50 Jahren, die nach ihren Angaben von drei Asylbewerbern angegriffen, geschlagen und mit einer abgeschlagenen Flasche bedroht worden sind. Während zwei der Angreifer flüchten konnten, gelang es den beiden Geschädigten, einen 20-Jährigen festzuhalten. Seine beiden Komplizen wurden wenig später bei der Rückkehr in die Asylbewerberunterkunft vom dortigen Sicherheitspersonal bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Den 20-Jährigen, der deutlich unter Alkoholeinwirkung stand, nahmen die Beamten auf richterliche Anordnung in Ausnüchterungsgewahrsam.