Fuchs, du hast die Gans gestohlen…

VeganerInnen sind zarte Gemüter. Sie können nicht sehen, wie Tiere leiden. Sie können nicht hören, wie Tiere leiden. Und sie können sich nicht vorstellen, wie Tiere leiden. Während zum Beispiel das islamische betäubungslose Schächten in Deutschland aus der Vorstellung dieser Feingeister fein verbannt wurde, haben sie einen anderen Angriff auf ihr Gemüt ausgemacht, ein Glockenspiel.

In Limburg ertönt es am Rathaus und hat dort unter anderem „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“ im Repertoire. Das war zu viel für die zarte Seele einer Veganerin, die sich das täglich anhören musste. Sie wandte sich an den SPD-Bürgermeister:

Die Limburgerin habe ihn nett gefragt, „ob man das Lied nicht aus dem Programm nehmen könne, weil sie sich als Veganerin damit nicht wohl fühlt“, sagte Bürgermeister Marius Hahn (SPD) der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.
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Die Frau arbeitet demnach in der Nähe des Rathauses, hörte häufig die Melodie und hatte dann offenbar immer den Text vor Augen. „Und wer bin ich, ihr so einen freundlich vorgetragenen Wunsch abzuschlagen. Ich habe es nett gemeint“, sagte Hahn der Zeitung. Ideologie habe keine Rolle gespielt, und er wolle keinen Glaubenskrieg zwischen Fleischessern und Veganern anzetteln.

„Eine empathische Geste“ nennt der Vorsitzende der Veganen Gesellschaft Deutschland, Christian Vagedes, das Vorgehen des Rathauschefs. „Jedoch wird sich nicht jeder Veganer mit der Bitte der Limburgerin identifizieren können.“

Die Tierschutzorganisation Peta unterstützt die Limburgerin in ihrer Forderung, denn „die Jagd auf Füchse sei unnötig und grausam“, so die Tierschützer. Offensichtlich befürchten sie eine Großoffensive der Jägerschaft, sollten sie dieses Lied weiter irgendwo hören. Nicht jede Limburgerin und jeder Limburger wie auch andere, die ihre Sine noch beisammen haben, ist aber bereit, den typischen rot-grünen Erziehungsansprüchen an erwachsene Menschen Folge zu leisten. Der Protest gegen die herablassende Bevormundung erwachsener Bürger führte dazu, dass das Lied nach einer „Schonfrist“ wieder erklingen wird.