Louvre-Attentäter bekannte sich zum IS

Bei dem moslemische Attentäter, der am 3. Februar vor dem Pariser Kunstmuseum Louvre unter Allahu Akbar-Geplärr einen Soldaten mit einer Machete angegriffen hatte (PI berichtete) handelt es nach bisherigen Erkenntnissen der Behörden um den Ägypter Abdallah El-Hamahmy (Foto), wie französische Medien berichten. Kurz vor der Tat soll sich der 29-Jährige, der mit einem Touristenvisum nach Frankreich gekommen war, auf Twitter zum IS bekannt haben. In etwa einem Dutzend Tweets auf Arabisch beschrieb er seine Intention und richtete sich an die „Brüder in Syrien und Kämpfer aus aller Welt“. Es seien keine Verhandlungen und Kompromisse möglich, im Krieg gebe es keinen Frieden, schrieb El-Hamahmy demnach.

Der Mann war im Besitz zweier Macheten, die er in Paris erworben haben soll. Er hatte damit Soldaten, die vor dem Louvre patrouillierten attackiert und war mit fünf Schüssen in den Oberkörper niedergestreckt worden, überlebte aber. Ein Soldat war bei dem Angriff leicht verletzt worden.

Seit Anfang 2015 kamen in Frankreich 238 Menschen bei islamischen Terrorangriffen ums Leben. Erst im Dezember hatte die französische Regierung den über das Land verhängten Ausnahmezustand wegen anhaltender und stets steigender Terrorgefahr bis vorerst 15. Juli 2017 verlängert. Vordergründing dient diese Maßnahme angesichts der islamischen Bedrohung einer besseren Möglichkeit die Sicherheit im Land zu gewährleisten. De facto aber bedeutet Ausnahmezustand aber eine massive Einschränkung der Bürgerrechte, im Austausch von erweiterten Behördenbefugnissen. So sind etwa zu jeder Tages- und Nachtzeit Wohnungsdurchsuchungen ohne richterlichen Beschluss ebenso möglich, wie staatlich verordnete Ausgangssperren und generelle Demonstrationsverbote. Hier ist eindeutig die Freiheit der Bürger der Preis für eine dennoch nicht gewährleistete Sicherheit. (lsg)