Lückenpresse: tz über „Kamerad“ Druide

Die tz München veröffentlichte am 27. Januar eine Kurzmeldung über meine vermeintliche „Kameradschaft“ mit dem öfters als Druiden verkleideten Karl Burghard B. Dies zwei Tage, nachdem er wegen des Verdachts der Bildung einer Terrorzelle verhaftet worden war. Bei ihm sollen laut eines Berichtes der Rhein-Neckar-Zeitung scharfe Schusswaffen, Munition und Sprengmittel gefunden worden sein. Dass ich selbstverständlich weder eine „Kameradschaft“ noch eine aktuelle Verbindung zu dem Druiden habe, entlarvt den Bericht der tz als faktenwidrige Unterstellung. Die Zeitung hielt es nicht einmal für notwendig, vor der Veröffentlichung bei mir nachzufragen. Ihr ging es offensichtlich nur um eine publikumswirksame Schlagzeile.

(Von Michael Stürzenberger)

Die journalistische Sorgfaltspflicht hätte es geboten, dass sich der zuständige Redakteur bei mir vergewissert hätte, was ich in der Vergangenheit mit diesem Druiden zu tun hatte. Dann hätte er erfahren, dass Karl Burghard B. vor über drei Jahren kurzzeitig Mitglied im baden-württembergischen Landesverband der Partei „Die Freiheit“ war und im März 2013 von sich aus bei einer Kundgebung zum Bürgerbegehren gegen das Islamzentrum am Sendlinger Tor in München aufgetaucht war.

Er verhielt sich dort zwar etwas skurril und bezeichnete sich als keltischer Druide namens „Burgis von Buchonia I.“, war aber in seinen Äußerungen harmlos und keineswegs politisch auffällig. Ihm ging es bei seinem Auftritt in München auschließlich um das Gedenken an damals von Mohammedanern ermordete Deutsche.

Erst Mitte 2013 stellte sich heraus, dass er auf seiner Facebookseite israel- und judenfeindliche Einträge postete. Daraufhin wurde er unverzüglich durch einen Bundesvorstandsbeschluss aus der Partei „Die Freiheit“ ausgeschlossen. Seine politische Vita, von „Nopegida“ zusammengestellt, zeigt seine erst ab dem Jahr 2014 öffentlich erkennbare Hinwendung zum National-Sozialismus, dem Reichsbürgerdenken und der New World Order-Theorie. Wie harmlos dieser selbsternannte Druide zuvor wirkte, zeigt die Tatsache, dass ihn am 1. Mai 2008 der SPD-Ortsverein Bischofsheim zu einer Wanderung einlud, damit man ihn „live erleben“ könne.

All dies erfährt der Leser der tz nicht. Es wird vielmehr unterstellt, der Druide sei ein „Kamerad“ von mir und ich würde mich lediglich israelfreundlich „geben“. Dies impliziert, dass ich dies wohl eigentlich eher vortäuschen würde, wenn ich so einen „Kameraden“ hätte, der sogar zu Gewalt gegen Juden aufruft.

So wird Stimmung gemacht, die eher politischer Propaganda als objektivem Journalismus ähnelt. Immerhin beschreibt mich die tz vergleichsweise harmlos als „Rechtsaktivist“, da man wohl selber weiß, dass sie sich mit der Diffamierung „Rechtsextremist“ bei mir lächerlich machen würden, denn selbst der Bayerische Verfassungsschutz und das bayerische Innenministerium würden darüber nur verständnislos den Kopf schütteln. Es ist schließlich seit Jahren bekannt, dass ich mich dezidiert außerhalb des Rechtsextremismus bewege und ein scharfer Kritiker des National-Sozialismus bin. Andernfalls wäre auch kaum ein Mitglied der israelitischen Kultusgemeinde München ein langjähriger treuer Weggefährte im Bundesvorstand der „Freiheit“ gewesen, bis sich die Partei Ende Dezember 2016 aufgelöst hat.

Aber man versucht es eben immer wieder, den Ruf von konservativen Patrioten und Islamkritikern zu besudeln. Am Donnerstag Vormittag werde ich zu dieser Falschmeldung eine Pressemitteilung herausgeben und dabei auch die tz auffordern, eine Gegendarstellung zu veröffentlichen. Trotz dieser verleumderischen Falschmeldung werde ich künftig aber weiterhin auch zu den Journalisten der tz einen professionellen Umgang pflegen, wie ihn der AfD-Landesvorsitzende Leif-Erik Holm aus Mecklenburg-Vorpommern in seinem Vortrag am Dienstag Abend „AfD und die Medien“ in München ebenfalls empfahl.

Hierbei war der Saal des Gasthauses in München-Trudering mit 140 Bürgern bis auf den letzten Platz besetzt. Sogar der angrenzende Vorraum war voll mit Zuhörern. Die anwesenden Journalisten vom Bayerischen Fernsehen und dem Münchner Merkur wurden höflich begrüßt und zu objektiver Berichterstattung ermuntert.

Holm war selber Radioreporter, bevor er in die Politik einstieg, und weiß genau, wie man mit Journalisten umgeht. Im persönlichen Gespräch Differenzen klären, Fakten vermitteln und Vorurteile abbauen – auch wenn bei manchen besonders linksverdrehten Medienvertretern sehr dicke Bretter zu bohren sind. Aber auch sie sind schließlich den Gefahren ausgesetzt, die in unserem Land durch die Massenflutung mit Mohammedanern rapide wachsen. Daher werden bei allen, früher oder später, die Antennen für unsere Botschaften auf Empfang gehen. Alles nur eine Frage der Zeit. Bis dahin ist es empfehlenswert, Geduld zu haben und nicht gleich beleidigt zu reagieren. Bei justitiablen üblen Diffamierungen, die auch die Existenzfrage tangieren, ist es dagegen durchaus geboten, auch einmal den Anwalt einzuschalten.