Buch über Merkels „Kopf in den Sand“-Politik

Ein Szenario wie ein zweitklassiger Politthriller: Das Land ist bedroht, an den Grenzen zieht sich das Unheil zusammen wie dunkle Wolken am Horizont. Die Hüter der Nation – Polizei, Militär, Krisenapparat – rüsten sich für den Ernstfall. Dann: der Moment der Entscheidung. Jetzt gilt es, alles oder nichts! Und die Regierung tut… Nichts! Sie lässt die letzte Gelegenheit untätig verstreichen, und Chaos packt das Land. Leider ist das keine Fiktion.

Denn was Sie gerade gelesen haben, war knallharte Realität in den schicksalhaften Septembertagen 2015. Am 4. September hatte Kanzlerin Merkel eigenmächtig die deutschen Grenzen für alle angeblichen „Flüchtlinge“ geöffnet, und die Staaten Südeuropas hatten daraufhin begonnen, die Migrantenwellen einfach in Richtung Deutschland durchzuwinken. Das alarmierte natürlich die Sicherheitsbehören und am 12. September kam vom Führungsstab der Bundespolizei der Einsatzbefehl, am Abend des 13. Grenzkontrollen wieder einzuführen und Übertritten notfalls mit Gewalt entgegenzuwirken.

Zur Durchsetzung dieses Befehls wurden Polizisten aus dem ganzen Bundesgebiet an die Grenze verlegt, ebenso schweres Gerät, um die seit dem Schengen-Abkommen teils verwahrlosten Befestigungen wieder instand zu setzen. All das geschah mit höchster politischer Unterstützung – es war Teil einer Übereinkunft zwischen Koalitionsspitze, Kanzlerin, Innenminister und Außenminister.

Wir wissen heute, dass damals dann – gar nichts geschah. Bisher wussten wir nur nicht, warum. Das ändert sich jetzt schlagartig: Der Journalist Robin Alexander hat in Hinterzimmern recherchiert und interne Quellen befragt. Die Erkenntnis zieht dem Leser seines Buchs Die Getriebenen schier den Boden unter den Füßen weg:

Unmittelbar vor dem Anlaufen der geplanten Grenzschließung lag alle Entscheidungsgewalt bei Innenminister Thomas de Mazière, und der führte einige sehr hektische Telefonate mit Angela Merkel. Das Ergebnis: In der ganzen politischen Führung der Bundesrepublik fand sich niemand, der dazu bereit war, für die wahrscheinlich beim Einsatz der Bundespolizei anfallenden hässlichen Bilder die Verantwortung zu übernehmen. Nicht ein einziger Politiker wollte sich dem Risiko aussetzen, von der Presse gefragt zu werden, wie es sich anfühle, »Frauen und Kinder« von schwerbewaffneten Einsatzkräften abdrängen zu lassen.

So blieb die Grenze offen. Und nun sind sie alle hier. Egal wie man zur »Flüchtlingskrise« steht – Robin Alexanders Buch muss man gelesen haben. Denn jeder sollte wissen, was für eine erbärmlich feige Bande von Heuchlern unser Land regiert. Wer also jemanden kennt, der diese Regierung immer noch nicht für verantwortungslos hält, sollte dieses Buch auf die Fußmatte gelegt bekommen. Er wird danach womöglich die Seite wechseln…

Bestellinformation:

» Robin Alexander: Die Getriebenen. Merkel und die Flüchtlingspolitik – Report aus dem Innern der Macht, München 2017. 288 Seiten, 19,99 Euro – hier bestellen!